Wie tickt die Generation Z und wie holst du sie ab?

Achtung, die Generation Z wartet nicht auf den Startschuss — sie läuft schon!

Bist du noch dabei, dich auf die Generation Y einzustellen? Wenn du nicht aufpasst, hinkst du bald schon mit deinem Personalmarketing hinterher! Denn die ersten Sprösslinge der „Generation Z“ strömen bereits auf den Ausbildungsmarkt und an die Universitäten.

Die “Generation Z”, “iGeneration”, “Generation Mobile” oder “Generation C” — wie sie auch von Recruiting-Experten genannt werden, wachsen in der Welt der digitalen Medien auf und bringen wieder neue Fähigkeiten mit, die neue Herausforderungen an dich stellen. Welche ihrer neuen Eigenschaften kannst du nutzen und welche solltest du besonders unter die Lupe nehmen?

Positive Eigenschaften der GenZ:

  • In sozialen Netzwerken wie YouTube, Instagram, Pinterest, Twitter und Co. macht ihnen keiner etwas vor. Auf diesen Plattformen solltest du auch aktiv sein oder spätestens jetzt werden, um mit deiner Zielgruppe zum Thema Berufseinstieg zu kommunizieren.
Quelle: trendence-Studie, GenZ-Barometer Mai/2017
  • Dank IPhone & Co. sind sie unentwegt online und gut vernetzt. Rücke das Mobile-Recruiting in deiner gesamten Recruiting-Strategie noch mehr in den Vordergrund.
  • Internationalität: Während die Gen Y „nur“ international ausgerichtet war, denkt die neue Generation in globalen Maßstäben und schreckt nicht vor Jobs im Ausland zurück.
  • Marken sind für sie neben den Eltern die wichtigste Orientierungsgröße, vorausgesetzt sie sind transparent und authentisch. Versuche auch deine Employer Brand interessant darzustellen.

Negative Eigenschaften der Gen Z:

  • Durch die permanente digitale Vernetzung verliert die Gen Z die Kompetenz zum guten Teamplayer und verbalen Kommunikator. Die Kommunikationsfähigkeiten im realen Leben sind bei vielen Kandidaten der iGeneration eher unterdurchschnittlich ausgeprägt.
  • Sie wirken schnell egozentrisch, hedonistisch, flatterhaft und verfügen über ein starkes Konkurrenzdenken.
  • Die Work-Life-Balance ist ihnen wichtiger als eine emotionale Bindung an Unternehmen und Kollegen. Stelle deine Angebote für Mitarbeiter zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben mehr in den Vordergrund.
  • Die iGeneration ist ungeduldig und sucht Abwechslung. Job Enrichment, Job Enlargement und Job Rotation gewinnen also an Bedeutung dazu.
  • Geld und Macht spielen für die Gen Z eine bedeutende Rolle. Strömen nun in Zukunft mehr “Macher” mit übertriebenem Ehrgeiz und Selbstüberschätzung auf den Arbeitsmarkt?

Wie erreiche ich die heranwachsende Generation Z?

Mit kreativen und innovativen Employer Branding Kampangen kannst du aus der Masse herausstechen und die jungen Talente für dich gewinnen. Auch wenn das Thema Berufswahl und Jobsuche nicht die attraktivsten Themen für die Zielgruppe sind, kann man es schaffen auch langweilig wirkende Berufe und Stellenbeschreibungen interessant zu vermarkten und damit auch die iGeneration für sich zu gewinnen.

Best-Practice-Beispiel von der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.

“Unser Ziel war eine langfristig angelegte 360°-Kampagne, die Abiturienten zwischen 17 und 23 Jahren anspricht. Abiturienten deshalb, da der Beruf des Immobilienkaufmanns sehr anspruchsvoll ist, ähnlich wie die Ausbildung zum Bank- oder Industriekaufmann. Darüber hinaus war es unser Bestreben, neben dem Image des Ausbildungsberufs zum Immobilienkaufmann das gesamte Branchen-Image zu verbessern. Denn anders als viele denken, haben wir ja nichts mit den typischen Maklern zu tun. Generell gibt es keine arbeitslosen Immobilienkaufleute. Die Einsatzmöglichkeiten der Absolventen sind vielfältig.”

So berichtet Thomas Schaefers, Leiter des Bereichs Ausbildung bei der Wohnungswirtschaft und setzte eine sehr erfolgreiche Kampagne um. Die Vermarktung lief über verschiedene Kanäle: die Unternehmenswebsite, Social Media-Kanäle, Google AdWords und Karrieremessen für die Zielgruppe.

Es ist wichtig das Unternehmen und seine Werte realistisch darzustellen und am besten mit authentischen Mitarbeiterberichten der Zielgruppe ein Bild vom Ausbildungsjob zu geben. Die Gen Z ist auch auf Bewertungsportalen wie kununu.de unterwegs und hat sich voraussichtlich bereits ein erstes Bild von deinem Unternehmen gemacht.

Hinzu kommt, dass die iGeneration angesichts des demografischen Wandels schon bald einen großen Anteil der Arbeitskräfte am Arbeitsmarkt ausmachen wird. Bereits 2020 werden etwa 36% der arbeitenden Bevölkerung dieser Generation angehören. Aufgrund sinkender Geburtenraten wird voraussichtlich auch der Fachkräftemangel immer weiter zunehmen, daher kann sich die Gen Z durchaus unter den Arbeitgebern die Rosinen herauspicken.

Um diese besonders anspruchsvolle Generation an sich zu binden, musst du durch eine glaubwürdige Employer Brand sowie klaren Benefits überzeugen.

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