Sprache

In Abteilung für innere Angelegenheiten. More on Medium.

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Photo by Kevin Curtis on Unsplash

Gut, wir scheren aus. Normalerweise dreht sich die Sammlung im Wortstoffhof hauptsächlich um Wortkonstrukte aus dem deutschsprachigen Raum. Aber heute bringen wir mal eine anglizistische Weiterentwicklung aufs Tablett, mit der wir — lassen Sie uns das Niveau nicht unnötig anheben — nicht ganz fein damit sind: die Eatery.

Für alle die nicht wissen was sie erwartet, wenn sie demnächst in eine Eatery eingeladen werden sollten: da gibt es was zu essen. …


Meine Mutter war im vierten Monat mit mir schwanger, als es zum NATO-Doppelbeschluß kam. Ich war drei, als der kalte Krieg 1983 so überhaupt nicht mehr kalt sein wollte und die Zivilisation eine Minute vor der thermonuklearen Vernichtung stand. Meine Mutter bekam damals nicht viel von der angespannten politischen Großwetterlage mit. Es gab eine Familie, die ernährt werden musste. Und es gab kein Twitter. Auch ich habe das, was Gerald Hensel in dem oben verlinkten Artikel erwähnt als Kind nicht bewusst wahrgenommen. Und dennoch hat es meine Sprache geprägt, meine Wahrnehmung und mein Denken.

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Wie sehr die drohende atomare Apokalypse der 80er Jahre, die unterschwellige Angst aus der Erwachsenenwelt in mein kindliches Hirn eingesickert ist, begriff ich erst Jahrzehnte später. Ich merke es, wenn ich diesen Artikel lese, angetrieben davon einen halben Tag im Internet verbringe, alles über den professionalisierten Irrsinn dieser Zeit des Wettrüstens recherchiere und diese Antwort auf Medium schreibe. Da schnürt sich etwas in mir zu. …


Zwei Überlegungen, die geprüft werden müssen.

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1. Neue Wirklichkeit

Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit.

Wenn Menschen etwas für wirklich halten, dann ist es in seinen Folgen wirklich. Eine Überzeugung kann also völlig haltlos oder phantastisch sein — wenn man auf der Grundlage dieser Überzeugung handelt, schafft diese Handlung gleichwohl Wirklichkeit. Ein Werkzeug dafür ist z.B. Sprache. Sprache schafft Realität. Achte darauf was du sagst und wie du etwas benennst.

2. Emotionen sind ansteckend

Menschen ändern sich nicht, wenn du ihnen Predigen hältst sondern nur, wenn dein Beispiel sie überzeugt. Du kannst als Mahner mit erhobenem Zeigefinger vor ihren Nasen herumwedeln. …

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Abteilung für innere Angelegenheiten

Worte fürs Leben. Gelegentlich guter Rat. Häufig Idiotie.

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