Wortstoffhof

In Abteilung für innere Angelegenheiten. More on Medium.

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Photo by Kevin Curtis on Unsplash

Gut, wir scheren aus. Normalerweise dreht sich die Sammlung im Wortstoffhof hauptsächlich um Wortkonstrukte aus dem deutschsprachigen Raum. Aber heute bringen wir mal eine anglizistische Weiterentwicklung aufs Tablett, mit der wir — lassen Sie uns das Niveau nicht unnötig anheben — nicht ganz fein damit sind: die Eatery.

Für alle die nicht wissen was sie erwartet, wenn sie demnächst in eine Eatery eingeladen werden sollten: da gibt es was zu essen. …


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„Wir sind, vielleicht einzigartig unter den Kreaturen dieser Erde, das besorgte Tier. Wir verbringen unser Leben mit Sorgen, voller Angst vor der Zukunft, unzufrieden mit der Gegenwart, unfähig den Tod zu begreifen, unfähig still zu sitzen.“ — Lewis Thomas

Die meisten Sprachwissenschaftler sind sich darin einig, dass der englischen Sprache richtig übel wurde, als sie nach Nordamerika einwanderte. Und als das Englische schließlich Texas erreichte, ist es dort gestorben.

Es ist Juni und eine gewisse Fickrigkeit liegt in der Luft. Sex und Fortpflanzung nehmen jetzt einen großen Teil unsere Zeit in Anspruch — nicht so sehr das praktische Handeln, aber das denken darüber. …


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Photo by Federico Giampieri on Unsplash

Auf diesem wunderbaren Planeten gibt es einige Dinge, vor denen man Angst haben kann. Manche davon sind komplett irrational: Enge, Weite, Günter Netzer, Körperöffnungen. Andere wiederum lassen sich gut nachvollziehen.

In Athen oder Barcelona, in Venedig oder Palma de Mallorca, halt überall dort, wo es in dieser Jahreszeit durchschnittlich zehn Grad wärmer ist als in Resteuropa, schwappt den Touristen anstatt pipiwarmen Mittelmeerwasser eine Protestwelle entgegen. Es regt sich Widerstand gegen die hiesigen Klimaflüchtlinge, die ausser Müll und schlechten Gewohnheiten ansonsten nichts ordentliches zurücklassen. Das Geld, das sie mitbringen verschwindet in den Taschen großer Hotelkettenbesitzer und Airbnb. …


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Um das Wort „Geschmacksrichtung“ vollumfänglich zu kapieren, muss man vielleicht zwangsläufig in Vektoren denken.

Nehmen wir also einen findigen Lebensmittelchemiker, der an einer neuen Rezeptur für, sagen wir, z.B. Mango–Joghurt tüftelt. Das soll in diesem Beispiel unsere willkürlich veränderliche Stellgröße, die unabhängige Variable sein, in unserem Fall also der geschmackliche Eindruck eines industriell hergestellten Produkts. Und es gibt die Auswirkungen dieser Manipulationen auf eine Messgröße, die abhängige Variable. Also das, was der Konsument bei besagtem Joghurt schmeckt, im Idealfall also Mango.

Starten wir bei null und der Lebensmittelchemiker wirft unüberlegt ein paar Reagenzien in sein Glas, was alles in allem den Geschmack von recyceltem chinesischen Altpapier erzeugt, wird die abhängige Variable dieses Tamtam mit schlagartigen Kotzanfällen quittieren, solch abgehärtete Geschmacksknospen besitzt niemand. …

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Abteilung für innere Angelegenheiten

Worte fürs Leben. Gelegentlich guter Rat. Häufig Idiotie.

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