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Mia vom Podcast Sodaklub

Crazy Good

Mental Health Awareness Month im Acast Creator Network

‘Ich hoffe es geht euch gut… und wenn nicht, ist auch okay’ — mit diesem genauso lustigen wie ernsthaften Satz starten Giulia Becker und Chris Sommer vom Podcast in jede neue Folge. Auch wenn es so klingt — mentale Gesundheit verhandeln die beiden in ihrem Comedy-Podcast nur indirekt, vielmehr geht es um die Hochs und Tiefs im Leben einer introvertierten Person. Doch mit ihrem signature sentence setzen sie ein klares Zeichen gegen den omnipräsenten Druck, ständig funktionieren zu müssen und immer mental fit zu sein.

Damit sind sie nicht allein: so hat zum Beispiel Acast in UK und Australien anlässlich des Mental Health Awareness Day im Oktober die Aktion Sounds Mindful gestartet und verschiedene Shows rund um das Thema für ein MashUp zusammengebracht.

Genauso engagieren sich aber auch viele Podcaster*innen aus dem für einen offenen Umgang und umfassende Aufklärung rund um das Thema Mental Health. Hierbei fallen der Podcast-Boom der letzten Jahre und ein steigendes Bewusstsein für mentale Gesundheit nicht nur rein zufällig in die gleiche Zeitspanne, sondern haben sich auch gegenseitig befeuert. So ist das Genre rund um Psychologie, Achtsamkeit und Coaching mit das erfolgreichste im Podcasting.

Darunter fallen Shows wie — hier hilft Claudia Bechert-Möckel ihren Hörer*innen, Veränderungen im eigenen Leben zu gestalten und liefert Selbstcoachingtipps.

Warum diese Kategorie so beliebt ist? Wahrscheinlich liegt es daran, dass Podcasthörer*innen im Vergleich zur Restbevölkerung überdurchschnittlich jung und engagiert sind. So machen sich ein Drittel der GenZ und Millennials auf Social Media für soziale Initiativen und Umweltthemen stark und gerade jene von ihnen, die Podcasts hören, fordern dies auch von Verantwortungsträgern ein.*

Dafür stehen auch Alice Hasters und Maxi Häcke, Hosts von , die in ihrem Podcast alles zwischen Politik und Popkultur besprechen. Darunter oft psychologische Trendthemen wie toxische Beziehungen oder narzisstische Partner*innen. Dabei blicken sie stets aus einer feministischen Perspektive auf die Fragestellung und setzen psychische Erkrankungen oder psychologische Phänomene in Kausalketten zu Gesellschaftsstrukturen, in denen wir leben.

Genauso wie Mia und Mika: im Podcast analysieren die beiden, wie der ständige Druck zu performen Menschen in Abhängigkeiten treibt oder wie gesellschaftliche Bilder und Narrative unsere Wahrnehmungen verzerren und unser Denken verändern. Jetzt im Mental Health Awareness Month fragen sich die beiden in einer Sonderfolge, welchen oberflächlichen ‘Feel Good’-Tipps sie jahrelang nachgerannt sind, ohne sich wirklich mit ihrer mentalen Gesundheit auseinanderzusetzen.

Je länger man sich durch all diese Shows aus dem hört, desto klarer wird, warum Podcasts sich so wunderbar zur Auseinandersetzung mit mentaler Gesundheit und zur Selbstreflektion eignen: kein anderes Medium kann die gleiche intime Atmosphäre herstellen, die zwischen Hosts und Hörer*innen herrscht, gerade wenn durch Kopfhörer die Stimmen direkt im Ohr landen. Diese Nähe ermöglicht es, über Themen zu sprechen, die im tempogetriebenen Radio oder der glitzernden Social Media- und Fernsehwelt nur schwer Fuß fassen können.

*Quelle: GWI, 2021

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