Kritische Massen in Schöneberg

Kurz nach 20 Uhr sah es noch so aus, als würde die kritische Masse von 16 Radfahrer_innen nicht erreicht. Die erste Critical Mass in Schöneberg hätte nicht stattfinden können. Doch als sich die Gruppe gegen 20:20 Uhr in Bewegung setzte, waren dann doch etwa 30 Personen zusammen gekommen.

Die zweite Sorge: Regen. Womöglich für einige der Grund, nicht zu kommen. Doch auch diese Befürchtung bestätigte sich nicht. Es fiel während der kompletten Fahrt nicht ein Tropfen. Für einen Sommerabend im August war es trotzdem etwas kühl für meinen Geschmack. Zum Fahrradfahren wiederum aber gerade richtig.

Ich kann wirklich sehr empfehlen, mal an einer Critical Mass mitzumachen. Man kommt in Ecken der eigenen Stadt, die sonst im Verborgenen bleiben. Das Fahrradfahren bringt Leute zusammen, die sonst nichts miteinander zu tun hätten. Und: Es macht nie so viel Spaß Fahrrad zu fahren, wie in einer größeren Gruppe. Alle passen aufeinander auf, es läuft Musik, man unterhält sich und zeigt ganz nebenbei: Berlin muss dem Rad mehr Platz einräumen.

Die Route der 1. Critical Mass in Tempelhof-Schöneberg

Insgesamt ging es gute 30 Kilometer quer durch den Südwesten Berlins. Manche kamen da gegen Ende schon etwas ins Schwitzen. Eine schöne Fahrt, entspannt, ohne größere Zwischenfälle und mit nur wenigen verhaltensauffälligen Autofahrer_innen.

Die große Schwester findet übrigens immer am letzten Freitag des Monats statt. Dort besteht auch kein Grund zur Sorge. Es kommen regelmäßig mehrere Tausend Teilnehmer_innen. Los geht’s gegen 20 Uhr am Mariannenplatz in Kreuzberg. Zudem gibt es auch eine Familien-CM, die jeweils am ersten Sonntag des Monats um 14 Uhr am Brandenburger Tor startet.

Seid Ihr beim nächsten Mal dabei?