Februar

Sonntag 05.02.

An diesem wunderbaren eiskalten Tag hat mein Arbeitskollege James mich das erste Mal mit Eisklettern genommen. Die Konditionen waren miserabel, es war -30°C, hat den ganzen Tag über heftig geschneit und es war sehr windig. Schon auf dem Hinweg haben wir die ganzen Stunde lang hin und her überlegt ob wir nicht doch umdrehen sollten weil wir rein gar nichts sehen konnten und extrem langsam voran kamen. Aber da dies meine ‘so gut wie letzte’ Möglichkeit zum Eisklettern war, schlugen wir uns durch den hüfthohen Schnee Richtung Kings Creek im Kananaskis Provincal Park. Nach 30min kamen wir, schon jetzt durchgefroren, am gefrorenen Wasserfall an. Ich hatte alle meine 3 Jacken und einen Fleecepulli übereinander an außerdem 2 Merino-Leggins unter der Skihose und fing trotzdem sofort an zu zittern während wir anfingen unser Equipment auszupacken. An den Mountaineering-Boots wurden Eissteigeisen befestigt, Klettergurt, Tube, Eisschrauben, Seil, Eisgeräte zurechtgelegt und los ging es den Wasserfall hinauf. James sicherte alles ab und dann durfte ich mein Glück versuchen. Sehr großer Unterschied zum normalen Rockclimbing aber nach ein paar Versuchen hat es sehr viel Spaß gemacht. Nur die Kälte machte mir sehr zu schaffen deshalb brachen wir nach ein paar Stunden schon wieder auf da ich meine Zehen nicht mehr fühlen konnte.

Mittwoch 08.02.

Einen wunderschönen Morgenspaziergang zur Arbeit gemacht. Endlich wird es wieder etwas wärmer!

Sonntag 12.02.

Von Jetzt auf Gleich sind es wieder über 0°C. Am Morgen waren wir eigentlich zum Backcountry-Skiing verabredet aber leider war kein Splitboard für mich aufzutreiben. Somit begnügten wir uns mit einem 3 stündigem Spaziergang entlang der Golfcourses über Canmore. Traumhaftes Wetter.

Montag 20.02.

Ausgeschlafen, von Heather verabschiedet und los ging unsere große Reise. Bei schönstem Wetter den Highway durch die Rockie Mountains an Radium Hot Springs vorbei, problemlos die Grenze zu den Staaten überquert und immer weiter Richtung Süden. Kilometer über Kilometer. Am Nachmittag fing es an zu schneien, was irgendwann in Regen überging. Zum Glück hatten wir Unmengen an Reiseproviant (Cookies und getrocknete Früchte) dabei und konnten pausenlos Leckereien mampfen.

Die nächsten Tage sind nicht wirklich erwähnenswert. Wir fuhren bis zu 10h täglich bis wir bei endlich gutem Wetter in San Francisco ankamen.

Donnerstag 23.02.

Kurz vor der Golden Gate Bridge die Nacht verbracht. Früh morgens aufgestanden und losgelaufen um das wunderschöne San Francisco anzuschauen. Sehr schöne Stadt! Am Abend wollten wir eigentlich noch eine Kletterhalle ausprobieren und duschen, aber nach der ganzen Lauferei waren unglaublich Tod und unmotiviert, also ging es einfach weiter Richtung Süden.

Den nächsten Tag über den tollen Hwy 1 die Küste entlang Richtung LA gefahren mit sehr vielen Stopps an kleinen Stränden.

Samstag 25.02.

Am Malibu Beach eine schöne Stranddusche gefunden und etwas in der Sonne gesessen. Danach ging es durch LA, mit einem Strandspaziergang-Stopp am Long Beach, weiter Richtung San Diego.

Sonntag 26.02.

Nach dem stundenlangen Sitzen im Auto haben wir den ganzen Sonntag in einer tollen Boulderhalle in San Diego verbracht. Am Abend haben wir Bill getroffen, der Lebensgefährte von der Cousine einer Freundin, die mit Tobis Arbeitskollegen Mario vor ein paar Jahren mal einen Sprachkurs gemacht hat. Quasi Familie also. Wir durften die Nacht in Anitas Apartment verbringen während sie im Urlaub war, und außerdem Tobis Auto für den Monat auf Hawaii in Anitas Garage parken. Unglaublich nett.

Dienstag 28.02.

Endlich ging es los nach Hawaii. Bill hat uns am Morgen abgeholt und am Flughafen abgesetzt. Um 1.30pm in Lihue auf Kauai gelandet bei ströööömendem Regen. Leider auch kein Schauer. Es regnete den kompletten Tag und Nacht weiter. Eigentlich hatten wir vor die komplette Zeit zu zelten aber alles stand unter Wasser. Zum Glück hatten wir für die erste Woche ein kleines Auto gemietet und konnten somit die Nacht im Trockenen verbringen.

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