Oktober

Dienstag 04.10.

Ausgeschlafen, in die Bücherei gegangen, uns ein paar Bücher mitgenommen, getankt und Richtung Moraine Lake gefahren. Kurz vor Banff ist der rechte Hinterreifen geplatzt. Das Glück war weiterhin auf unserer Seite und wir haben es sicher auf den Seitenstreifen geschafft.

Damit war der Tag so gut wie gelaufen, bis wir den Reifen gewechselt hatten und mit gedrosselter Geschwindigkeit wieder in Canmore ankamen, war es schon Nachmittag. Nichtsdestotrotz wollten wir wenigstens noch etwas kleines wandern und machten uns auf den Weg zu Grotto Mountain. Nach 2,5h waren wir immernoch weit vom Peak entfernt und entschieden uns dazu lieber umzukehren da wir, wie immer sehr gut vorbereitet, keine Kopflampen mitgenommen hatten.

Mittwoch 05.10.

Das Auto bei der Werkstatt abgegeben und eine Runde joggen gegangen. Am Nachmittag haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht, das Auto wieder abgeholt und den Rest des Tages im Elevation Centre verbracht, mit klettern, etwas bouldern und später schwimmen und Steamroom.

Blick auf Canmore

Donnerstag 06.10.

Morgens Richtung Moraine Lake gefahren und den Sentinel Pass gewandert. Dort haben wir auch zum ersten Mal ein Schild gesehen, dass vorschreibt wegen der Bären in einer Gruppe von mehr als 4 Leuten zu wandern, ansonsten muss man 25000CAD Strafe zahlen. Unsere Gruppe war lustig und die Landschaft wunderschön unter einer dünnen Schneedecke versteckt.

Sentinel Pass
Paradise Valley

Freitag 07.10.

In der Nacht hatte es angefangen unaufhörlich zu schneien. Markus musste arbeiten und ich hatte einen richtig gemütlichen Tag. Erst am Nachmittag zog ich mir warme Sachen an und spazierte für ein paar Stunden durch die wunderschöne Winterlandschaft. Danach gab es Kakao, Karottenkuchen und Breaking Bad auf der Couch.

unsere Wohnung

Sa 08.10.

Bow River auf dem Weg zur Arbeit
Überqueren des Highways auf dem Weg zur Arbeit am Morgen

Sonntag 09.10.

Der Beginn der endlosen Thanksgiving-dinner und somit ein ganz besonderes Wochenende für die Kanadier. Auch wir waren bei unseren Vermietern eingeladen worden mit Aarti und noch ein paar anderen Leuten die die Gastfreundlichkeit von Michele und Paul genießen dürfen. Also ging es nach der Arbeit noch schnell Applepie und Wein kaufen und dann zu Michele. Es gab super leckeres Essen und es wurde ein sehr schöner Abend.

Montag 10.10.

Thanksgiving. Alle Menschen benahmen sich als wäre es Weihnachten und dazu kam noch dass es den ganzen Tag über schneite. Arbeit. Am Abend hat Aarti für uns sehr lecker griechisch gekocht. Wir waren alle etwas platt deshalb entschieden wir uns für House of Cards auf der Couch.

Dienstag 11.10.

Traumhaft schöner Tag. Markus musste arbeiten, Aarti und ich gingen am Morgen zu einem der hundert Fitnesskurse die im Elevation Centre angeboten werden. Es war super anstrengend und ich ging mit zitternden Beinen wieder nach Hause. Direkt im Anschluss hatte ich mich zum wandern verabredet deshalb ging es direkt los zum Trailhead von Mt. Lady MacDonald.

Mittwoch 12.10.

Wieder ein wolkenloser Tag. Wieder machten wir uns auf den Weg zu Grotto Mountain und diesmal schafften wir es bis zum Peak. Oben erwartete uns ein unglaublicher Blick auf die dahinterliegenden Berge und Täler.

Zu Hause wurde erst einmal Tee aufgesetzt und sich auf den Teppich in die Sonne gesetzt. Eine Minute später waren wir beide eingeschlafen. Pünktlich zum abendlichen Yogakurs aufgewacht und den Abend abermals im Elevation Centre verbracht.

Donnerstag 13.10.

Da ich immer noch Muskelkater von den vorherigen Tagen hatte, beschlossen wir uns Lake Minnewanka in der Nähe von Banff anzuschauen. Entlang des Sees führt ein entspannter Pfad zu einem kleinen Lookout.

Am Nachmittag mit Aarti zum klettern verabredet und später noch zusammen in den Hot tub gesprungen.

Freitag 14.10.

Da schlechtes Wetter angesagt war, entschieden wir uns für einen entspannten Tag. Am Morgen machte ich einen coolen Kurs mit und Markus boulderte ein bisschen, danach Hot tub und Steamroom. Wieder daheim habe ich direkt 3 Karottenkuchen gebacken, damit wir etwas länger als 2 Tage etwas davon haben und Markus machte Lasagne.

Dienstag 18.10.

Morgens waren wir bei der Core Class im Elevation Center. Anschließend sind wir nach Calgary gefahren und waren bei einem großen Sporthaus um nach einem neuen Backpack für Julia zu schauen. Danach waren wir noch einkaufen, da es in Calgary doch um einiges günstiger ist als in Canmore.

Mittwoch 19.10.

Morgens waren wir unterwegs um eine beglaubigte Unterschrift für Julias Führungszeugnis zu bekommen, da wir entschieden haben unsere Visa zu verlängern. Diese Unterschrift zu bekommen stellte sich jedoch als komplizierter heraus als gedacht. Weder bei der Polizei, noch beim Gericht oder einer der Banken fand sich jemand der die übernehmen wollte. Also brachen wir die Suche irgendwann entnervt ab und sind zum Mount Yamanuska gefahren um ein wenig zu wandern.

Mein Visum wurde bereits um 4 Jahre verlängert.

Donnerstag der 20.10.

Am morgen haben wir uns wieder auf gemacht um eine beglaubigte Unterschrift für Julias Führungszeugnis zu bekommen. Dieses mal hatten wir so gar Glück. Wir haben einen netten Anwalt gefunden der das in unter einer Minute geregelt hat und nicht einmal Geld dafür wollte. Anschließend wollten wir den Antrag direkt zum Bundesjustizministerium faxen also sind wir noch zur Post, doch dies hat leider nicht geklappt. Später haben wir es dann doch noch irgendwie hin bekommen, dass das Schreiben beim Bundesminesterium für Justiz gelandet ist und jetzt heißt es warten. Anschließend sind wir noch zum Coreys Pass gefahren um ein wenig zu wandern.

Dienstag der 25.10.

Da Julia momentan Probleme mit Ihrer Schulter hat bin ich alleine mit ein paar Arbeitskollegen Dry toolen gegangen. Das Ganze ist im Grunde wie normales klettern, nur dass man dabei Äxte, Steigeisen und Mountenneering Boots benutzt. Am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig aber später auf jedenfall ein großer Spaß. Leider habe ich es verpasst Bilder zu machen. Ich versuche beim nächsten Mal daran zu denken und hoffe nun das es bald friert, da das dry toolen nur das “Aufwärmen” fürs Eisklettern ist. Momentan ist es aber leider zu warm.

Mittwoch der 26.10.

Eigentlich wollten wir im Johnson Canyon wandern gehen. Dieser war aber leider geschlossen. Auf Empfehlung des Parkrangers sind wir zum Marble Canyon gefahren was ganz schön war, aber leider viel zu kurz. Danach sind wir noch kurz durch Banff geschlendert. Am Abend war ich noch mit Aarti klettern.

Donnerstag 27.10.

Da das mit dem wandern am Vortag nicht so wirklich gekappt hat hatten wir für Donnerstag eine lange Wanderung rausgesucht. Leider war das Wetter aber so schlecht das wir nicht los sind. So haben wir einen entspannten Tag mit Joggen und Yoga verbracht.

Freitag der 28.10.

Am Morgen war ich mit Aarti klettern. Julia kann leider immer noch nicht klettern, da es Ihrer Schulter immer noch nicht besser geht. Nach dem Klettern waren wir dann aber zusammen bei der Ball Class (ein recht anstrengendes Fitness Programm was ich aber nicht glauben wollte). Danach haben wir noch ein wenig im Dampfbad und im Hottub gechillt und am Nachmittag waren wir noch ein wenig das schöne Wetter ausnutzen. Julia dachte wir gehen “spazieren”, aber eigentlich wollte ich nur sehen wie das Klettergebiet weiter hinten im Cugar Creek aussieht also waren wir “spazieren” :D

Sonntag der 20.10.

Tags über waren wir arbeiten und Abends hatten wir dann Karten für das Banff Filmfestival. Das Festival geht den ganzen November über und dreht sich hauptsächlich um Outdoorsport und Umweltschutz. Wir hatten Karten für eine Präsentation von Florian Schulz der die ganze Westküste Nordamerikas entlang gereist ist und echt krasse Fotos gemacht hat. Dazu hat er dann erzählt wie die Bilder entstanden sind und wie wichtig der Umweltschutz in der Region ist. Anschließend konnten wir noch zwei Filme schauen. Zuerst ‘Super Salmon’ über einen Staudammbau in Alaska der verhindert wurde. Danach kam ‘3.000 Cups of tea’ der sich mit dem Leben von Greg Mortensen beschäftigt der in Pakistan Schulen gebaut hat. Das Ganze jetzt ausführlich zu beschreiben wäre wohl zu viel, ist aber aufjedenfall zu empfehlen. Dazu das Buch ‘Three Cups of tea’ um die ganze Sache zu verstehen. Zu unserem Glück saß der gute Herr auch direkt in der Reihe hinter uns und hat den Film auch das Erste mal gesehen, was das Ganze noch interessanter gemacht hat.

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