Juli

Montag 25.07.

Abflug in Frankfurt. Danke noch einmal für das Hinbringen Martin. Beim Umsteigen in Toronto haben wir unsere Visa für Kanada beantragt. Leider hat der Boarderofficer und wir ein wenig geschlafen und uns zu kurze Visa mit unterschiedlicher Laufzeit ausgestellt, aber darum kümmern wir uns später.

In Vancouver haben wir dann bei unserer Ankunft festgestellt, dass unser Gepäck auf dem Weg verloren gegangen ist. Von daher sind wir ersteinmal ohne unsere Rucksäcke zu unserem Hostel gefahren.

Grönland

Dienstag 26.07.

Wir haben unsere Sozialversicherungsnummer beantragt, einen Handyvertrag abgeschlossen, der viel zu teuer ist verglichen mit Deutschland, und ein Bankkonto bei der ScotiaBank eröffnet.

Nachmittags waren wir dann noch in Surrey auf der Suche nach einem Auto. Dort reiht sich Gebrauchtwagenhändler an Gebrauchtwagenhändler. Wir sind auch relativ schnell fündig geworden und haben uns für einen blauen Dodge GrandCaravan mit verstaubaren Sitzen entschieden. Diesen mussten wir am nächsten Tag nur noch zum Check in eine Werkstatt bringen. Wir dachten wir hätten uns schon auf einen Preis geeinigt, aber das hatte sich als Irrtum herausgestellt. Aber dazu später mehr.

Anschließen haben wir noch verschiedene Sachen eingekauft, da unser Gepäck immer noch nicht aufgetaucht war…

Mein Rucksack ist am Abend dann doch noch gebracht worden von Westjet, er ist glücklicherweise nur in Toronto liegen geblieben.

Mittwoch 27.07.

Früh am Morgen aus dem Samesun Hostel ausgecheckt um das Auto zum Mechaniker zu bringen. An sich war das Auto in einem guten Zustand bis auf ein paar Kleinigkeiten.

Den Rest des Tages haben wir dann damit verbracht mit dem Autohändler zu verhandeln. Dieser hat wirklich alles aufgeboten…. am Ende war so gar eine Familie da, mit der er offensichtlich bekannt war, die das Auto kaufen wollte. Am Ende hat er es uns dann doch bfür 4300 CAD ink. aller Reparaturen und Ölwechsel verkauft.

Nun sind wir Besitzer eines Dodge Grand Caravan Baujahr 2006 mit 180.000 km Laufleistung.

Donnerstag 28.07.

An diesem wunderschönen wolkenlosen 35°C warmen Tag bauten wir unser Auto in einen Sleepervan um. Wir standen früh auf, und begannen direkt auf dem Parkplatz des Homedepot’s unser Bett im Van zu bauen.

Wir hatten uns beide schon viele Gedanken dazu gemacht und schmissen am Ende doch alles wieder um. Wir waren bestimmt 10x an diesem Tag im Homedepot, haben immer wieder Holz zuschneiden lassen oder uns Werkzeug ausgeliehen. Am Ende sah es doch ganz gut aus. Das Bett hat ein Rahmengestell 120x200m, 5 Füße und 4 aufklappbare Platten. Direkt danach ging es zu Ikea, wo wir uns mit vielen Kisten zum Verstauen, einer Matratze, Bettzeug und ganz viel Küchenkram ausstatteten. Langsam wurde es wohnlich und nach dem einsortieren war tatsächlich noch genügend Stauraum übrig um meinen Rucksack evtl auch noch irgendwann verstauen zu können, von dem wir aber den ganzen Tag nichts gehört hatten.

Freitag 29.07.

Nachdem wir uns auf dem Weg zum Autohändler total verfahren hatten und eine halbe Stunde zu spät kamen, was aber anscheinend niemanden störte weil für uns das Tor erst geöffnet werden musste um 10.30am, ging der Tag genauso stressig weiter. Wir fuhren noch ein letztes Mal in die Innenstadt von Vancouver zum einkaufen. Ich hatte immer noch nichts handfestes von der Fluggesellschaft gehört, nur dass mein Bagpack nie in Toronto angekommen ist. Das heißt er muss schon in Frankfurt falsch einsortiert worden sein. Meine 100$ Entschädigung wurden auf 250$ erhöht und ich brauchte dringend Unterwäsche, T-shirts, Shorts, Bikini, Flipflops, Drogerieartikel, Sonnenbrille und Sonnencreme. Nachdem ich das einigermaßen erfolgreich hinter mich gebracht hatte, gingen wir sehr lecker thailändisch essen und im Samesun duschen. Frisch und müde holten wir uns unser repariertes Auto ab und fuhren gen Norden Richtung Squamish.

Samstag 30.07.

Der Morgen begann mit meiner ersten Begegnung mit einem Schwarzbären. Während ich hinten im Auto frühstückte schaute er keinen Meter von mir entfernt um die Ecke des Autos. Nachdem ich panisch versuchte alle Autotüren gleichzeitig zu schließen, verlor er auch schon das Interesse und trottete davon.

Wir hatten uns schon die Tage zuvor herausgesucht dass wir den berühmten und 2. größten Granit- Monoliten der Welt ‘the Chief’ nicht nur erklettern wollen sondern auch von der anderen Seite erwandern werden. Es war ein sehr steiler stufiger 2h Aufstieg mit einer grandiosen Aussicht auf den Fjord und Squamish. Nachdem wir den 1. und 2.Gipfel erklommen und unseren Cookie Vorrat vernichtet hatten ging es wieder talwärts.

Da es gerade mal Mittag war machten wir uns noch auf den Climbing Shop zu erkunden um eine Kletter-Topo für das Gebiet zu bekommen und etwas Lebensmittel zu kaufen. Im Murrin Lake waren wir zum Abschluss noch schwimmen und saßen, bis die letzten Sonnenstrahlen verschwanden, in der Sonne.

Sonntag 31.07.

Am Abend zuvor hatte Markus schon ein Klettergebiet für uns herausgesucht, Cat Lake in der Brohm Lake Region, zu dem wir uns am frühen Morgen aufmachten. Den Fels vom Parkplatz aus zu erreichen war gar nicht mal so einfach, man musste eine riesen Geröllhalde hochklettern ohne Weg und ohne zu wissen wo der Fels sein könnte. Zum Glück waren noch 2 andere Kletterer unterwegs, die uns den Weg zeigen konnten.

Nachdem wir endlich auch wussten wo welche Route ist und Markus loskletterte, merkten wir schnell dass wir uns etwas überschätzt hatten und die Schwierigkeitsgrade noch etwas über unserem Niveau zum einklettern waren. Um uns an den Fels zu gewöhnen fuhren wir dann in ein anderes Gebiet, zum Cheakamus Canyon. Wir machten 2 Multi-Pitch-Routen und 2 einfache Sportrouten mit schönem Ausblick bei allerschönstem Wetter.

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