Im Interview mit Smartlane — KI-basierte Transportoptimierung aus München

Moritz Engelmann
blueworld.group
Published in
3 min readFeb 18, 2022

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Wie wir Smartlane wurden

Smartlane gibt es, weil …

wir relevante Forschungsergebnisse an der Schnittstelle zwischen Verkehrstechnik und Informatik für die Wirtschaft nutzbar machen wollten. Wir haben das Potential der Simulation und maschinellen Lernverfahren von Mobilitätsdaten gesehen und erkannt, dass hierfür ein Bedarf in der Logistik besteht.

Unsere größte Herausforderung war …

die Bootstrapping-Phase zu Beginn der Gründung. In der Zeit haben wir über Marktrecherchen, und Analysen mit potentiellen Pilotkunden ein Minimum Viable Product entwickelt und mussten uns aber nebenbei mit Softwareentwicklungsprojekten z.B. für andere Startups über Wasser halten. Erst mit Abschluss des ersten Pilotkunden konnten wir unsere Pre-Seed-Finanzierungsrunde durchführen und uns ab diesem Zeitpunkt endlich auf das Ziel-Geschäftsmodell konzentrieren.

Die einflussreichste Person für unser Unternehmen war …

Smartlane ist eine Teamleistung. So nimmt jedes einzelne Teammitglied bei uns verantwortungsvoll und bewusst Einfluss auf die Unternehmensentwicklung. Und sobald wir bestimmte erforderliche Kompetenzen nicht intern abdecken konnten, haben wir uns durch starke Partner wie unsere Investoren oder weitere Wissensträger aus unserem Netzwerk das entsprechende Know-how und die erforderliche Unterstützung dazu geholt.

Wer wir heute sind

Was zeichnet Smartlane aus?

Unsere cloud-basierte Softwarelösung Smartlane Transport Intelligence ist zukunftsweisend für eine traditionelle Branche. Mit ihrer Skalierfähigkeit und ihrer gegebenen Kompatibilität zu anderen Cloud-Technologien macht sie Speditionen und Transportlogistiker zukunftsfähig. Wir beweisen damit technologischen Weitblick und zeigen, wie man die Disposition stufenweise optimiert und warum es Sinn macht, diesen effizienten Weg zu beschreiten. Gleichzeitig zollen wir der menschlichen Komponente Respekt und sorgen dafür, dass Veränderung und das konstruktive Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine möglich werden.

Für wen ist die KI-basierte Transportoptimierung von Smartlane geeignet?

Unsere Lösung ist zur Automatisierung und Optimierung der Disposition in der Transportlogistik geeignet. Sie trifft exakt die Bedürfnisse der modernen Transportdisposition und wird parallel zum laufenden Betrieb stufenweise eingeführt, um die etablierten Prozesse bei den Spediteuren nicht zu stören.

Wie würdet ihr die Entwicklung in der Logistikbranche beschreiben?

Nach einer langen Anlaufphase zeichnet sich inzwischen eine zunehmende Dynamik pro Digitalisierung ab. Diese wird durch unterschiedliche Treiber beeinflusst — allen voran ein stark ausgeprägter Fachkräftemangel. Ebenfalls bringen steigende Energiepreise und ein wachsendes Bewusstsein für Green Logistics Schwung in die Digitalisierung. Hinzu kommt neben dem Wettbewerbsdruck durch neue digitale Speditionen, die den Markt beleben, der pandemiegetriebene Anstieg des Sendungsvolumens. Dieser überschreitet bei vielen Speditionen die Kapazitätsgrenzen der manuellen Disposition. Sie werden praktisch gezwungen, das vermehrte Sendungsvolumen so ressourcenschonend und effizient wie möglich zu disponieren. Die Digitalisierung der Disposition bedeutet damit nicht mehr nur eine betriebswirtschaftliche Optimierung, sondern sie wird zum Überlebensfaktor. Wir stellen fest, dass diese Umwälzungen zu einem Umdenken führen — der Markt öffnet sich für die Digitalisierung, die Technologieangebote nehmen zu.

Was muss unbedingt noch entwickelt werden?

Wünschenswert wäre die Entwicklung von Dispositionsmöglichkeiten für autonome Transportsysteme. Hierzu werden wir einen Beitrag leisten — ein Konzept gibt es bereits, und wir können dieses auch technologisch umsetzen. Eigentlich eine Pflichtaufgabe — also nehmen wir uns des Themas an.

Was bedeutet für euch nachhaltiges Unternehmertum?

Für uns bedeutet nachhaltiges Unternehmertum, dass wir Ressourcen bewusst und sparsam einsetzen und dieses Ziel kontinuierlich prüfen und optimieren. Wichtig sind ein nachhaltiges Geschäftsmodell, eine nachhaltige Arbeitsumgebung, eine nachhaltige Teamkultur, die Liste ließe sich beliebig erweitern. Unterm Strich geht es uns darum, eine maximal effizient ausgerichtete Organisation zu schaffen.

Was macht euch zu einem guten Employer?

Wir möchten mit unserer Lösung für eine zukunftsweisende Transportlogistik einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen. Auf diese Weise bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine bedeutende Tätigkeit in einem sehr dynamischen Umfeld mit bestmöglicher Flexibilität in der Organisation. Sie übernehmen hohe Verantwortung für ihren individuellen Bereich, arbeiten in einem großartigen und hochdynamischen Team und haben vielfältige und nachhaltige Gestaltungsmöglichkeiten.

Wie wir in Zukunft sein wollen

Welche Vision habt ihr für Smartlane?

Nach unserer Vision ist Smartlane der weltweit führende Anbieter für autonome Ende-zu-Ende-Disposition, um die effizienteste und nachhaltigste Transportlogistik zu ermöglichen.

Welche Pläne habt ihr für die nächsten Monate?

Wir werden unser Team verdoppeln und die Produktentwicklung weiter vorantreiben. Vorrangiges Ziel ist, unsere Marktposition als SaaS-Anbieter für KI-basierte Transportoptimierung weiter auszubauen.

Wo steht Smartlane in den nächsten 5 Jahren?

Wir werden wesentlicher Treiber für eine autonome Ende-zu-Ende Disposition für die Transportlogistik sein.

Welches eine Detail muss man unbedingt über Smartlane wissen?

Dass Smartlane Transport Intelligence schon heute über 250 Parameter in einer Optimierung betrachten kann, um eine maximale Automatisierung der Disposition zu ermöglichen.

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