
Zu Besuch bei Jonas
Diesen Monat hat uns Bosque Visit zu Jonas nach Zürich geführt, der es trotz häufiger Reisen schafft, einen urbanen Dschungel zu halten.
Interview und Fotos: Marie Henze, Head of Plants bei Bosque
Als Entdecker surft Jonas den ganzen Tag auf den digitalen Wellen diverser Innovations-Blogs. Am Puls der Zeit verortet, ist er auf der ständigen Suche nach einer neuen Vision, die er nach dem Prinzip von Versuch und Irrtum zu realisieren versucht. Durch seine Teilnahme an Projekten unterschiedlichster Art konnte er sich einen Erfahrungsschatz aneignen, der ihn zu einem wandelnden Lexikon diverser Strategien, Methoden und Instrumente der Innovations-Welt macht. Sein pragmatisches Motto: “Bring deine Ideen auf den Boden!”. Denn bekanntlich ist Ausprobieren besser als Studieren.
Hey Jonas, danke, dass wir heute bei dir sein dürfen! Ich sehe, du hast schon einige Pflanzen Zuhause. Wie kamst du zu deinen Pflanzen? Haben sie sich im Laufe der Zeit angesammelt oder verfolgst du eine bestimmte Strategie, wenn es um die Anschaffung von Pflanzen geht?
Meine Pflanzen haben sich eher über die Jahre angesammelt. Manche wurden mir geschenkt, manche habe ich gekauft und die ein-oder-andere habe ich geklaut. Den Großteil meiner Pflanzen habe ich einfach aus meiner alten Wohnung mit hierher genommen. Ein richtiges Konzept habe ich nicht und glaube, man braucht auch nicht unbedingt eins –es kommen einfach nach und nach mehr Pflanzen dazu.

Wie gestaltet sich dein Alltag mit den Pflanzen? Hast du einen bestimmten Pflege-Rhythmus oder improvisierst du eher?
Ich bin nicht so oft zu Hause; viel auf Reisen. Deshalb habe ich mir Pflanzen angeschafft, die ohne intensive Pflege auskommen. Manchmal passiert es mir trotzdem, dass die eine oder andere mal erschlafft. Dann weiß ich Bescheid: es ist höchste Zeit zum Gießen!

Was bedeuten die Pflanzen für dich? Sind sie einfach dekorativ oder steckt für dich mehr dahinter?
Pflanzen bedeuten für mich Leben. Wenn ich sie sehe, bin ich mit Glück erfüllt, weil es in meiner Wohnung einfach wunderbar grün ist. Ich wohne in einem sehr brutalistischen Gebäude, deshalb schaffen die Pflanzen eine nette Balance für mich.

Welche ist_sind deine Lieblingspflanze_n und was macht sie besonders für dich?
Die hier (zeigt auf Monstera) ist meine Lieblingspflanze; ehrlich gesagt weiß ich aber überhaupt nicht, wie die heißt. Ich finde es einfach super, ihr beim Wachsen zuzusehen. Die Blätter verändern sich über die Zeit: Wenn sie frisch rauskommen, sind sie gekringelt und ineinander verwoben. Dann entfaltet sie sich und entwickelt mit der Zeit immer größer werdende Löcher. Ich genieße es richtig, dem Entwicklungsprozess zuzusehen!

Was sind deine größten Probleme mit Pflanzen? Wo kommst du manchmal an deine Grenzen oder weißt nicht weiter?
Ich sehe leider öfter, dass es meinen Pflanzen nicht gut geht, kann mir aber nicht immer erklären, warum das so ist. Zu wenig Sonne oder doch zu viel? Verdursten sie oder ertränke ich sie? Fehlt einfach ein bisschen Dünger?
Letztens habe ich meinen eigenen Bio-Dünger gemischt. Einfach Bananen- und Eierschalen in den Mixer und das Gemisch auf den Pflanzen verteilen. Seitdem geht es ihnen wieder besser. Sonst benutze ich immer das Öko-Plantfood von Bosque.
Genau für den Fall hat Bosque die digitale Pflegeassistentin Mary entwickelt, an die du dich wenden kannst, wenn du mit deiner Pflanze nicht weiter weißt!

Was machst du, wenn du mal keine Zeit für deine Pflanzen hast?
Glücklicherweise habe ich seit einer Woche einen Mitbewohner, der mir künftig helfen kann.

Wenn du Zuhause kein Grün hast, wie und wo verbringst du deine Freizeit in Zürich um Rückzug in die Natur zu finden?
Ich bin oft auf dem Uetliberg, den kann man auch von hier aus sehen. Den kann man hochklettern und hat die beste Aussicht über die Stadt und man ist mitten im Wald unterwegs. Das ist immer ein schöner Kontrast zum Stadtleben. Ansonsten gehe ich gerne zum Badi am Zürichsee. Da gibt es extrem viel grün, durch dass ich barfuß laufe, um die Erde unter meinen Füßen zu spüren. Ich finde, es fühlt sich immer gut an, mit Mutter Erde zu connecten.

