5 Gründe, den Facebook Messenger zu nutzen

Warum soll ich mich überhaupt mit Messenger Services — besonders mit dem von Facebook — auseinandersetzen? Knapp 1 Jahr nach Öffnung der Messenger Plattform für Dritte scheint das eine der zentralen Fragen zu sein, die es zu beantworten gibt, denn der große Hype ist bisher ausgeblieben.

Facebook selbst hat vor einigen Tagen den Vorteil seiner Messenger Plattform herausgestellt und den Bezug zu geschäftlichen Anwendungen hergestellt.

Hier die Kernaussagen.

  1. Die ganze Welt benutzt Messenger Services

Die Nutzung von Messenger Services übersteigt die der traditionellen Apps.

Letztendlich ergibt sich daraus die Notwendigkeit da zu sein, wo auch die Kunden sind.

According to Flurry Analytics, time spent on social media and messaging increased a staggering 400% last year. Businesses are starting to realize that they need to communicate with users where they already are, and that chat provides a superior experience: email is spammy, text is very limited and phone calls require someone’s undivided attention.” Kemal El Moujahid — Product Manager Facebook Messenger

In eine Messenger Plattform zu investieren macht, wenn man sich die Zahlen ansieht, absolut Sinn.

2. Messaging ist mehr, als nur der Austausch von Informationen

Auf dem Markt der Messenger Services ist, nach knapp 1 Jahr zu beobachten, dass Chatbots komplexer werden und sich in Richtung Conversational Bot bewegen.

Ein Grund für den ausbleibende Hype, so Facebook, ist die Tatsache, dass viele Chatbots zwar nützlich sind, es sei aber kein Messenger Service dabei, der als Killer Anwendung einzustufen ist. Das Aufbereiten von Informationen für einen anderen Kommunikationskanal ist zu wenig, denn diese Informationen sind auch über Apps oder Newsletter zugänglich.

3. Die Bereitstellung von Messenger Services benötigt nicht viel

Moujahid bringt es auf den Punkt:

“To reach your audience through a mobile app, you need to build the app for multiple operating systems and get it through the app stores, then help your audience find it, download it, sign into it and enable its notifications. That’s a ton of friction. Plus, we all know how intense the competition is for apps: the average user spends most of their time on just a few apps.”

Eine Studie dvon Forrester aus dem Jahr 2015 sagt, dass 85% der Zeit, die die befragten Personen ihr Smartphone nutzen, mit Apps verbracht wird. Interessant ist allerdings in diesem Zusammenhang, dass sie dabei nur 5 Apps nutzen. Die Frage sich daraus ableitet ist relativ klar: Warum nicht die Plattform nutzen, auf dem der Kunde sowieso die meiste Zeit verbringt? Facebook.

4.Messaging liegt in der Natur der Sache

“Not only are they interacting with bots in the apps where they message their friends, they are interacting with bots while they message their friends. If you want to create a viral user acquisition loop, or enable social use cases, that’s something messaging can do by design, unlike your single player app.” Kemal El Moujahid — Product Manager Facebook Messenger

Facebook arbeitet aktuell an künstlicher Inteligenz (AI), um den Kontext der Nachrichten zu verstehen und daraus konkrete Handlungen abzuleiten.

5.Der Wechsel von Apps zu Messanging Services erfolgt schneller

Facebook gibt hier offen zu, dass die Entwicklung der Messenger Plattform sich an WeChat orientiert. In Asien ist die Entwicklung von Messenger Services deutlich weiter, als im Rest der Welt. WeChat wird täglich von über 570 Millionen Anwendern genutzt. Sie chatten mit Freunden, bestellen Essen, erledigen ihre Bankgeschäfte oder Checken auf dem nächsten Flug ein.

Vor einigen Tagen hat Facebook die Integration des international operierenden Zahlungsdienstleisters TransferWise bekannt gegeben.

Sollte Facebook es gelingen, die Messenger Plattform zu dem zentraler Butlerservice aufzubauen, wie es Mark Zuckerberg auf der Facebook Entwicklerkonferenz 2016 präsentiert hat, dann wäre die Messenger Revolution geglückt.

Show your support

Clapping shows how much you appreciated Erik Schollenberger’s story.