Jannik Weyrich
May 15, 2017 · 4 min read

Hast du schon mal in den Spiegel geschaut und dir gedacht “Man was bist du langweilig?!” — Nein?

Wir auch nicht… aber wir haben trotzdem einen Smart Mirror gebaut :-)

Das ist der erste Teil der Story über unseren Smart Mirror. Dieser Teil erklärt vor allem die Hardware, während sich der zweite Teil mit der Software des Spiegels beschäftigt.

Philipp, Jannik und der Smart Mirror

Das Projekt

Die Motivation zum Bau des Smart Mirror kam aus unserem Interesse für neue Technologien und dem Aspekt eine IoT Anwendung zu bauen, die einen praktischen Alltagsnutzen mit coolem Design verbindet. Viele IoT Projekte taugen aufgrund ihres Aufbaus oder ihrer Optik eher als Proof-of-Concept denn als alltagstaugliches Produkt.

Wir sahen in dem Smart Mirror Projekt ein cooles, schickes Produkt, das auf Grund von kontextbezogenen, nützlichen Informationen einen echten Mehrwert schaffen kann. Zu dem Zeitpunkt, als wir darüber nachdachten einen Smart Mirror zu bauen, gab es noch nicht allzu viele Projekte dieser Art, aber ein paar Beispiele, an denen wir uns orientieren konnten, gab es schon.

Es gibt ein eigenes Software-Projekt namens Mirr.OS, welches ein Plugin-System für Smart Mirrors bereitstellt. Dieses war uns aber nicht flexibel genug, da wir eigene Anforderungen an die angezeigten Daten, Design, Sensoren und Programmiersprachen hatten.

Vor allem die Anzeige von Daten, die genau auf die Belange der Nutzer des Spiegels zugeschnitten sein sollten, machen für uns den Reiz eines solchen Projektes aus. Nicht jeder will zum Beispiel morgens beim Zähneputzen Fußballergebnisse sehen, andere aber vielleicht schon. Welche Daten wir in unserem BRICKMAKERS Kontext interessant fanden, seht ihr hier:

Die Hardware

Um es vorwegzunehmen, die Hardware war das größte Abenteuer bei dem Projekt. Zum einen, weil es kaum fertige Teile zu kaufen gibt, vor allem aber, weil wir sonst eher an Software basteln :)

Die wichtigsten Hardware-Bestandteile des Spiegels sind:

Der Rahmen

Heimwerken bei Kaminfeuer

Wir haben uns für eine relativ einfache Rahmenkonstruktion mit Schrauben und Metallwinkeln in den Ecken entschieden, was den Nachteil hat, dass exakte 90 Grad Winkel nur schwer zu erreichen sind. Besser wäre es, eine Gehrung mit Nut und Feder, wie hier beschrieben, zu verwenden.

Hier der unbehandelte Rahmen:

Wir haben uns für ein matt-schwarzes Finish entschieden. Nach 3 Lagen Farbe waren wir mit dem Ergebnis zufrieden. Zusätzlich haben wir noch Belüftungslöcher für Monitor und Raspberry Pi eingebohrt. Wie man sehen kann, sind die Bohrlöcher leicht eingerissen. Hier empfiehlt es sich ein hartes Holz zu verwenden, da sonst die Bohrlöcher leicht einreißen.

Die Elektronik

Beim Monitor haben wir uns für einen ausgedienten 27" Samsung Monitor entscheiden. Wichtig ist eine flache Bauweisen. Durch die Entfernung des Pannels aus der Plastikverkleidung konnten wir einiges an Tiefe einsparen.

Anpassen des Samsung Monitors hier noch mit Verkleidung

Der Raspberry Pi ist das Herzstück des Spiegels, der das Betriebssystem und den Programmcode für die Anzeige der Informationen bereitstellt. Ein Raspberry Pi ab der 2. Generation sollte genügend Leistung für unsere Zwecke liefern.

Der Raspberry Pi zero W ist günstig und besonders kompakt

Da wir den größten Vorteil eines Smart Mirrors in der “ad-hoc” Darstellung von Informationen sehen, haben wir bewusst auf Touch-Bedienung oder Ähnliches verzichtet. Mett-Fingerabdrücke auf einem Smart Mirror will ja schließlich keiner sehen. Interessant fanden aber eine Steuerung über einen Bewegungssensor, dessen Gesten sich dank der GPIOS des Raspberry Pi auf UI-Interaktionen übertragen lassen.

Quelle: sparkfun.com

Die Spiegelscheibe

Bei der Spiegelscheibe haben wir uns für eine 4mm dicke Glasscheibe mit einer Spiegelfolie mit 20% Durchlässigkeit entschieden (Solar Screen 80c). Dies hat sich als sehr praktisch erwiesen, da wir so recht einfach die richtige Durchlässigkeit wählen konnten. Denn es ist wichtig, dass die Scheibe zum einen gut spiegelt und zum anderen aber noch genug Licht vom Monitor durchlässt. Unsere gute Beziehung zum Koblenzer Unternehmen G&W Foliendesign hat uns hierbei weiter geholfen :)Die Scheibe ist eine Spende der Jungs. Vielen Dank dafür!

Erster Test mit der neuen Folie

Hinter der Spiegelscheibe sieht es so aus:

Fortsetzung

Das war der erste Teil über unseren Smart Mirror. In Teil 2 beschäftigen wir uns mit der Software.

Blog von BRICKMAKERS

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