Arbeiten in New York klingt mega? Ist es auch!

Nadine hatte schon das Glück den Designer Marc Jakobs zu treffen
Nadine hatte schon das Glück den Designer Marc Jacobs zu interviewen

Ich bin nun schon seit zwei Monaten im Korrespondenzbüro von Hubert Burda Media in New York. Was für eine tolle Stadt und auch die Arbeit ist super abwechslungsreich und spannend. Deshalb stelle ich euch meine Chefin Nadine Sieger vor. Sie ist die US-Korrespondentin für Elle und Elle Decoration und sie verrät euch warum sie den tollsten Job der Welt hat und was ein Volontär (also ich) in New York so alles zu tun hat.

Was sind deine Aufgaben als Korrespondentin?

Nadine: Das Schöne am Beruf des Korrespondenten ist die vielfältige Themenbandbreite. Ich bin nicht nur für ein spezielles Ressort oder ein bestimmtes Themen zuständig, sondern übergreifend für alles Mögliche. Ich finde es toll, dass man dadurch mit der kompletten Redaktion in Deutschland in Kontakt ist und somit die Heftentstehung aus der Ferne miterlebt. Ich führe spannende Interviews mit ganz unterschiedlichen Menschen von Mode- oder Interieur Designern, Architekten und Beautyexperten bis zu Autoren, Künstlern und Celebrities. Ich schreibe Texte zu verschiedenen Themen, Homestorys, Reportagen und am allerliebsten Reisegeschichten. Außerdem halte ich natürlich immer meine Augen nach neuen Themen und Trends auf und kümmere mich um die Organisation der Fashion Week, die zweimal im Jahr in New York stattfindet.

Dazu reist meistens meine Chefredakteurin und unsere Modechefin an, für die ich alle Termine und Schauen koordiniere. Gerade in dieser Zeit schreibe ich viel für elle.de, texte Reviews zu den Shows und interviewe Stylisten, Modedesigner, et cetera. Und nicht zu vergessen, die Modeproduktionen! Im Jahr finden hier etwa 10 bis 12 Shootings statt und ich organisiere das Catering, Location, Hotel und natürlich die Beschaffung der Samples von den verschiedenen Designern.

Was gefällt dir am allerbesten an deinem Job?

Nadine: Ich halte meinen Job für einen absoluten Traumjob. Am besten gefällt mir dass man jeden Tag dazu lernt, spannende Menschen trifft und sich intensiv mit Themen beschäftigt die einen auch persönlich bereichern. Die Herausforderung diese Begeisterung an den Leser weiter zu geben und für alles immer die richtigen Worte zu finden, ist extrem motivierend und inspirierend.

Wenn in New York die Fashion Week stattfindet. Bedeutet das eher Stress ohne Ende oder eher pures Modevergnügen?

Nadine: Beides! In der Fashion Week ist alles sehr geballt und man kommt sieben Tage nicht zum Stillstand. Man fährt den ganzen Tag von einer Show zur anderen, kehrt zwischendurch ins Office zurück, führt Interviews, schreibt Texte, organisiert für die Kollegen und abends finden etliche Veranstaltungen statt. Somit kann man die liegengebliebenen Geschichten nicht einfach am Ende des Tages wegarbeiten. Aber diese Woche macht gleichzeitig riesengroßen Spaß, weil man viele Kollegen und PR-Leute trifft, die nur zur Fashion Week in der Stadt sind. Die ganze Stadt ist wie aufgeladen. Diese Energie ist extrem inspirierend und natürlich auch die Mode und die kommenden Trends, die man auf den Laufstegen zu sehen bekommt.

Gab es einen beruflichen Moment, der dir in Erinnerung geblieben ist?

Nadine: Es gibt so viele Momente, die ich nicht vergessen werde. Als Journalist hat man Zugang zu Orten und Menschen, die etwas Besonderes sind. Ein großes Privileg. Und gerade in New York gibt es Locations, die man sonst nie zu Gesicht bekommen würde. Eine Veranstaltung von Estée Lauder zum Beispiel hat mich sehr beeindruckt. Der Firmenpatriarch Leonard Lauder hat zum Auftakt der Fashion Week in seine Privatwohnung an der 5th Avenue geladen. Herr Lauder ist ein leidenschaftlicher Kunstsammler und wir hatten das Vergnügen seine museumsreife Kubismus-Sammlung in seinem Penthouse bestaunen zu dürfen. Und dazu noch die Dachterrasse: Ein atemberaubender Blick über den ganzen Central Park und das zum Sonnenuntergang. Definitiv einer dieser Glücksmomente in meiner journalistischen Karriere.

Wie lange bist du schon für Burda tätig?

Nadine: Ich bin jetzt fast 15 Jahre für Burda in New York tätig. 12 Jahre habe ich für die InStyle gearbeitet und seit drei Jahren für Elle und Elle Decoration.

Wenn ein Volontär der Burda Journalistenschule in New York für dich arbeitet, was sind seine Aufgaben:

Gerade bei Modeproduktionen steht er mir tatkräftig zur Seite. Das ist die heißeste Phase und ich verlasse mich darauf, dass mein Volo die Sample-Anlieferung und Retournierung selbstständig bewältigt und extrem gut organisiert ist. Eine akribische und zeitintensive Arbeit, da man alles sehr gewissenhaft koordinieren muss und hier in Klamottenbergen versinkt. Ähnlich ist es auch mit der Fashion Week. Hier fällt viel Orga an und man muss sehr sorgfältig arbeiten, damit die Redakteure zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind und alles bei sich haben z.B. Tickets zu den Shows, Adressen etc. Denn schon kleine Fehler können zu großen Verwirrungen führen. Es ist sehr wichtig, dass man sich aufeinander verlassen kann. Und ich freue mich natürlich immer sehr, wenn meine Volos viele Themen für den monatlichen Newsletter für Elle und für Artikel für unsere Webseite elle.de vorschlagen. Die Volontäre haben hier die Chance so viele Texte für elle.de zu schreiben wie möglich. Wenn es das Thema hergibt, kann man Beautytrends austesten, Interviews führen, et cetera. Außerdem fallen regelmäßig Pressetermine, Ausstellungseröffnungen, et cetera an, die meine Volontäre wahrnehmen.

New York ist für mich…

Nadine: … eine Herzensangelegenheit! Ein Ort, deren Anziehungskraft sich kaum jemand entziehen kann, weil die Energie der Stadt einen immer weiter treibt und inspiriert Neues zu entdecken. Nirgendwo sonst auf der Welt findet man auf so engem Raum so viel Talent, Vielfalt, Möglichkeiten und kreatives Potential. Nirgendwo sonst kann man sich in den vielen unterschiedlichen Nachbarschaften und Tiefen der Straßenschluchten so wunderbar verlieren und fühlt sich gleichzeitig so gut aufgehoben.

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