In den Fußstapfen von Carrie Bradshaw: 3 Monate als Journalistin in New York City!
Seit ich denken kann, war das wohl mein aller aller aller größter Traum: eines Tages in New York zu leben und als Journalistin zu arbeiten. Wie gesagt, immer ein großer Traum gewesen. Bis jetzt …
Ich glaube, ich war 14 oder 15, als ich zum ersten Mal Sex and the City im TV gesehen habe. Mit 12 hatte ich im Gymnasium angefangen, für die Schülerzeitung zu schreiben und damit beschlossen, Journalistin zu werden. An diesem Traum hat sich bis heute nichts geändert. Jedenfalls wollte ich nachdem ich den Entschluss gefasst hatte, Journalistin zu werden, seit der ersten Folge SATC immer das Leben der Carrie Bradshaw leben: den ganzen Tag Starbucks schlürfen, Schuhe für 600 Dollar kaufen so oft ich will, den Kleiderschrank voller Designerklmaotten haben, mit meinen Freundinnen jeden Tag essen gehen und durch die Straßen und Bars New Yorks schlendern und ab und zu mal am Laptop einen Text tippen. Dass die Realität eines Journalisten, egal in welcher Stadt auf diesem Erdball, anders aussieht, wurde mir mit dem ersten Praktikum dann klar. Nichtsdestotrotz hat mich Carries Heimatstadt New York seit dem ersten Urlaub hier magisch angezogen. Das war 2008. Aus einem Urlaub wurden vier, fünf, sechs. Und mein größter Wunsch ist jetzt in Erfüllung gegangen: Aus Urlaub wurde mein alltägliches Leben. Für die nächsten drei (!) verdammten Monate. Dank der BJS. Wow!
Die Burda Journalistenschule hat mich ins US-Korrespondentenbüro des Verlags in NY geschickt. Zu BUNTE um genau zu sein. In die Stadt der Stars und Sternchen. Ich durfte auch schon ein Telefoninterview mit einem Special Agent führen (worüber, das bleibt vorerst geheim :) ) und zwei Texte schreiben!
Seit genau einer Woche bin ich jetzt hier und sitze im Büro direkt über der Radio City Hall. Direkt im Rockefeller Center. Auf der Avenue of the Americas. Wo auch Fox News, Sports Illustrated, NBC, usw. sitzen. Ich ertappe mich noch immer dabei, wie ich mit einem fetten Grinsen im Gesicht durch die Straßen laufe und immer wieder hoch zu den Skyscrapers und den Lichtern blicke. Die Menschen hier müssen denken, dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe. Wobei: New Yorkern ist das egal. Ihnen scheint alles egal zu sein. Die scheinen niemanden um sich herum wahrzunehmen. Alle sind in Hektik und gestresst. Wir laufen hier nicht, wir rennen. Time is money. Seit ich hier bin, tun mir meine Füße und Waden weh. Vielleicht liegts auch daran, dass ich am Tag mindestens drei Stunden zu Fuß laufe. Das will ich so. Es gibt auch die Möglichkeit, die Metro und den Bus zu nehmen, aber ich will alles sehen. Und: New Yorker, bzw. ich glaube, Amis allgemein, sind mega freundlich. Sobald sie deinen Weg kreuzen oder dich auch nur ganz leicht berühren (nicht mal anrempeln) hört man ein ‘Sorry’.
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The Webster Apartments ist eine Einrichtung für ausschließlich Frauen.[/caption]
Ich wohne im Webster. Das ist eine Einrichtung für ausschließlich Frauen, die für ein Praktikum oder einen Job nach NY kommen und mindestens vier Wochen hier leben. Ja, nur Frauen. Man darf nicht mal männlichen Besuch haben, aber es war die günstigste Option, in NY zu leben. Habe vorher auch bei Airbnb geschaut, aber no chance, es sei denn ihr seid reich, dann go for it. Außerdem ist beim Webster Frühstück und Dinner inbegriffen (beides mal große Auswahl an unterschiedlichen Sachen), also was will man mehr. Denn die erste Woche hab ich fast ausschließlich draußen gegessen (es gibt zu viele Leckereien in den USA, die ich vermisst habe! Ich sag nur: Magnolia Bakery oder Five Guys) und man wird arm, wenn man das auf Dauer macht. New York ist scheiße teuer, let’s face it. Und nichts kann die Lage des Websters schlagen. Wenn ich aus dem Haus komme, sehe ich nämlich das:
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Empire State Building, quasi direkt neben dem Webster. Fast.[/caption]
Jahaaa, ich wohn quasi direkt neben dem Empire State Building. Man ist in weniger als zehn Minuten zu Fuß beim Times Square und der 5th Ave. Geht es besser von der Lage her? Ich glaube nicht. Ach ja, zur Arbeit kann man auch laufen. Dauert ca. 25–30 Minuten. Ich könnte alternativ auch Ubahn fahren, aber mir tut die Bewegung am Morgen gut!
So habe ich meine erste Woche auch fast nichts gemacht als die Neighborhood zu erkunden. Ich bin ständig draußen rumgelaufen und habe mich einfach leiten lassen und geschaut wo ich am Ende lande :)
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Der Times Square bei Nacht.[/caption]
So war ich schon bei den Klassikern, die jeder kennt: Times Square, 5th Ave, Madison Square Garden, Bryant Park, Empire State Building (of course!) Gestern war ich in SoHo (Shoppingparadies!!!) Das war geplant. Ach, und arbeiten war ich die ganze Woche. Jaaa. Hier im Burda Büro sitzen für BUNTE, Elle, Harpers Bazaar, InStyle, Focus und Freundin jeweils eine Korrespondentin und dann noch jeweils eine Praktikantin/Praktikant pro Blatt. Deshalb ist es auch überhaupt nicht schwer, Anschluss zu finden. Ich hab schon zwei nette Elle- und Harpers-Praktikantinnen kennengelernt. Am Dienstag (1. Dezember) hatten wir hier dann auch unsere Weihnachtsfeier (Perfekter Start für mich!) Das ganze Team war zusammen im “El Rey”. Das kleine, süße Restaurant wurde extra für die Weihnachtsfeier gemietet und es gab ein super leckeres 3-Gänge-Menü und zahlreiche (Willkommens-) Drinks.
Das war meine erste Woche in NY. Es waren ziemlich viele, tolle Eindrücke auf einmal. Aber ich könnte nicht glücklicher sein! Nächste Woche will ich unbedingt mal zum Carrie Bradshaw House und Greenwich Village. Ich halte euch auf dem Laufenden …