Die erste Digitalkamera der Welt

Könnt ihr euch vorstellen, Fotos zu machen und nicht zu wissen, ob das Foto gut oder schlecht geworden ist? Einen Film in der Kamera zu haben, der nach einer bestimmten Anzahl an Fotos voll ist?

Wie ihr merkt, ist so etwas heute kaum noch vorstellbar.

Doch was sich heute so unrealistisch anhört, war noch vor ein paar Jahren Realität.

Steven J. Sasson war es, der im Jahre 1974 Licht ins Dunkel brachte. Für die Foto-Firma Kodak sollte er eine Kamera entwickeln, die mit dem damals neu entwickelten CCD-Chip arbeitete.

Daraus entstand jedoch völlig ungeplant: die 4-Kilo schwere, erste digitale Kamera der Welt.

Mit dieser war es nun endlich möglich, die Fotos unmittelbar nach der Aufnahme anzusehen. Das erste digitale Foto der Welt schoss Steven am 8. Dezember 1975. Das Foto wurde jedoch noch nicht auf dem Display der Kamera direkt angezeigt, sondern auf einer Kassette gespeichert, die dann wiederum in ein spezielles Lesegerät gesteckt werden musste. Das Foto war daraufhin auf einem Fernseher in schwarz-weiß zu sehen.

Leider erkannte sein Arbeitgeber das Potenzial dieser revolutionären Entwicklung nicht. So kam es dazu, dass die Firma Kodak erst Jahre später und auch erst nach seinen größten Konkurrenten wie Apple und Canon begann, Digitalkameras zu verkaufen — diese arbeiteten zwar auch noch nicht so, wie wir sie heute kennen, aber der Schritt in Richtung digitales Zeitalter war nun auch in der Fotobranche getan.