Die Zukunft der Mobilität braucht offene Ökosysteme!

Martin Giesswein
Sep 11 · 2 min read

Mobilität in all seinen Ausprägungen ist ein komplexes Thema. Besonders wenn wir es für die Zukunft positiv gestalten wollen. Keine Firma, kein Staat kann das Thema und seine Herausforderungen alleine lösen.

Wir brauchen eine zeitgemäße Form der Zusammenarbeit der Stakeholder und der MobilitätskundInnen: Wir nennen diese Form offene Ökosysteme.

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Ist das nicht ein Begriff aus der Biologie?

Ja und wie in der Natur ist ein Ökosystem ähnlich einem Biotop, in dem Fauna und Flora in einem symbiotischen Kreislauf leben. Dieses Biotop kann nur leben, wenn die Interessen und Wertbeiträge der Teilnehmenden im Gleichgewicht sind, das Ökosystem insgesamt also in Balance ist.

Das ist eine Haltungsfrage!

Aus der kommerziellen Welt kennen wir das Mindset des aggressiv-kompetitiven Agierens gegenüber Konkurrenten und die Innovationsversuche hinter verschlossenen Firmentoren. Ein Ökosystem dagegen braucht das Verständnis der FirmenbossInnen, dass eine möglichst weite Öffnung des Unternehmens und die intensive Kooperation mit anderen Organisationen einen wirtschaftlichen Vorteil darstellt.

Dazu zwei Hypothesen:

  1. Durch die im System verfügbaren Daten und durch die jeweilige Exzellenz der Stakeholder im jeweiligen Gebiet ist die Innovation für die Kunden schneller und qualitativ hochwertiger. Somit sind die Gesamtaufwände für die Partner im System geringer.
  2. Verändert sich der Bedarf der Kunden oder ihr Verhalten, kann ein Ökosystem besser reagieren und sich anpassen. Schneller zumindest als eine schwerfällige monolithische Organisation, die alleine alle Teile der Wertschöpfungskette produziert.

Wie funktionieren nun offene Ökosysteme?

Sie haben keinen bestimmenden Dominator, der die Fäden zieht. Dafür ist aber eine sogenannte Orchestratorgruppe notwendig. Diese kann nicht die Regeln und Vorgänge im System bestimmen, sondern nur lenken. Die Mitglieder der Gruppe stammen aus den Stakeholder-Organisationen.

Dennoch muss eine Firma oder Organisation — wie in unserem Ökosystem www.mobility.community — den Startschuss für das Ökosystem und das Formieren einer Orchestratorgruppe geben: In unserem Fall war es die ÖBB mit ihrem Open Innovation Team. Die Startfirma hat anfänglich einen größeren Aufwand, etwa für die Koordination durch die eingesetzten eigenen MitarbeiterInnen. Genauso hat der Starter aber auch eine erhöhte Verantwortung durch die größeren Einflussmöglichkeiten auf die Weiterentwicklung des Ökosystems. Deshalb haben wir die Orchestratorgruppe breit aufgestellt, mit Mobilitätspersonen aus Start-ups, EPUs, Universitäten und anderen Companies.

Und der Staat?

Das Hereinholen der Politik und der Verwaltung ist essenziell! Und wir haben das am Beispiel der autofreien Innenstadt getan. Jetzt müssen wir die MobilitätskundInnen in den Fokus rücken! Damit wir nicht eine introvertierte Ideenbubble (vormals “Elfenbeinturm”) werden.

Mehr zu unseren Gedanken und unserem Mobility Manifest: www.mobility.community

Gib uns Feedback oder noch besser: Mach in unserem Ökosystem mit. Es ist ein offenes!

Martin Giesswein

hallo@mobility.community / LinkedIn Gruppe

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Martin Giesswein

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Autor von “Digital Game Changer” www.martingiesswein.com Meine Berufung: Traditionelle Führungskräfte fitter machen für die Herausforderungen der digitalen Welt

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Ein offenes System aus mittlerweile mehr als 80 Organisationen von Industrie, Startups, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und vielen weiteren engagierten MobilitätsdenkerInnen.

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