Video — einfach mal drauf los!

Portfolio, 1. Post, gleich direkt ins Thema rein. Aufgabe: Was haben wir in der LV „Video und Mulitmedia“ von Hubert Weitzer eigentlich so gemacht? Fazit für mich: Kameraängste abbauen! Von ein bisschen Bildtheorie gleich direkt rein in die Praxis und uns selber an „Stop-Motion“, „Cinemagrams“, „Vertigo-Effekt“ und „360° Kameras“ ausprobieren.
Bildtheorie — Beispiele inklusive
In praktischen Vorlesungen gleich in die Praxis springen: super Lerneffekt. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, mag ich auch ein bisschen Theorie, an der ich mich festhalten kann. Hier über Videos. Woher kommt die Botschaft? Was macht den richtigen Bildausschnitt aus? Was ist ein Farbkonzept und was macht der Sound mit mir?
Ganz am Anfang: Die Botschaft. Was will ich mich mit meinem Video aussagen? Es gilt, um die Ecke zu denken und nicht nur platt das auf den Tisch zu knallen, was eh schon alle wissen. Siehe Snickers (und den Slogan, den wir alle kennen): Überrasche mich mit deiner Botschaft!
Was sagt der Bildausschnitt? Eine zentrale Szene lässt sich allein den drei Bildausschnitten Totale, Halbnahe und Nahe erzählen! Heißt: Einführung mit der Totalen, die Geschichte in zwei Halbnahen und zwei Nahen und fürs Finale nochmal eine Totale. Findet ihr in jedem Hollywood-Streifen.
Ein geniales Farbkonzept (das so intuitiv ist, dass es beim Schauen gar nicht auffällt) findet sich in der Serie „Breaking Bad“. Hier tragen Charaktere und die Räume nämlich je nach Emotion andere Farben — schauenswert!
Superwichtig: Der Sound. Ohne guten Sound transportiert eine Szene nur die Hälfte von der Spannung, der Tiefe, der Romantik … Schonmal versucht, „Deconstructing Iron Man“ ohne Ton zu schauen? Ganz schön fad.
Noch ans Eingemachte: Was sagen die Kosten? Vom Equipment bis zum Taxi einen ganzen Vidoedreh einmal durchzudenken war ganz schön viel Rechenarbeit. Lohnt sich aber. Ich kann jedenfalls bei kommenden Videoprojekten genauer mitreden.
Aber jetzt: Die Video-Praxis
Und dann. In unserer Präsenzzeit haben und Hubert Weitzer und Birgit Parade einfach eine Kamera in die Hand gedrückt. Tief einatmen und LOS!
Geschootet haben wir in kleinen Teams:
- Stop-Motion-Videos
- Cinemagrams
- Videos mit Vertigo-Effekt
- 360° Videos bzw. Fotos
Unsere Gruppe hatte beim Stop-Motion-Video definitiv den meisten Spaß. Ca. 25 Shots mit einer Fotokamera aufnehmen, jeweils eine halbe Sekunde abspielen und VIOLA: Unser ganz persönlicher OIDA-Moment.
Ich mochte auch das Cinemagram (nein, nicht NUR weil ich selbst drauf bin ;) ). Hierfür nimmt man zweimal denselben Bildausschnitt auf. In diesem Beispiel: Einmal ich lesend, einmal ich vorbeigehend und doof dreinschauend. Dann die beiden Videos nebeneinanderlegen, links der bewegende, rechts der statische Teil und fertig ist’s (in einer genialen, ok von Hubert Weitzer ein wenig unterstützten, halben Stunde)!
Etwas schwieriger gestaltete sich der Vertigo-Effekt: Hier wird durch Kamerabewegung und gleichzeitiges Zoomen ein Bildausschnitt kreiert, bei dem sich der Hintergrund anscheinend bewegt, die Person darin aber bleibt statisch.
Und bei den 360°-Fotos waren wir ganz ehrlich schon ein bisschen am Ende mit dem Tag. Aber wurde dann auch noch ganz lustig, mit dieser speziellen Kamera zu experimentieren, die von allen Seiten aufnimmt.
Nochmal Fazit: Am Ende des Praxistages haben wir ganz schön viel probiert und auch Videos geschaffen, die ich geteilt und Freunden gezeigt habe. Ganz schön viel. Ganz schön produktiv. Freue mich auf die Fortsetzung!

