Jeremy Thomas — Unsplash.com

Was bleibt sichtbar vom Content Strategie-Studium?

Ich hatte zwar eigentlich geplant meinen letzten Artikel dem Coscamp in Dieburg zu widmen, allerdings ist für mich doch noch etwas offen geblieben, was ich noch ansprechen möchte.

Ich bin eine fleißige Besucherin auf den Portfolio-Seiten meiner Kollegen und nicht selten empfehle ich sie weiter oder teile sie — mehrheitlich auf Twitter.

Ich kann natürlich nicht wirklich beurteilen, welchen Nutzen andere Leser daraus ziehen, aber mir bieten sich hier spannende Einblicke, die sich aus der persönlichen Sichtweise und den Erfahrungen der Kollegen ergeben. Ganz anders als im offiziellen OER-Blog, ist man sehr nahe am Erzählenden dran und nimmt daher — Storytelling lässt grüßen — Gelesenes viel leichter auf.

Theorie und Praxis

Da es unsere Aufgabe ist, mehrheitlich über Studieninhalte zu reflektieren, sind die Themen natürlich weitgehend vorgegeben. Allerdings greift jeder auf Inhalte zurück, die er besonders spannend, lehrreich oder hilfreich fand. Oder die einfach eine Ergänzung zur schon vorhandenen Expertise aus dem Arbeitsalltag oder aus der Vorbildung darstellen.

Ob Sabine über Tools schreibt, Paul über Teambuilding, Michael über Chatbots, oder Anna hilfreichen Input über EPubs liefert, immer fließt die Person mit ein. Es gibt immer einen Wiedererkennungswert, weil man nach einigen Artikeln eben weiß wofür jemand steht.

Das zeigt sich auch in den Portfolios unseres Nachfolge-Jahrgangs (#cos16). Nachdem ich die Kollegen nicht so gut kenne, fehlt mir zwar der persönliche Bezug, dennoch zeigt sich, welchen Background jemand hat. Wie etwa jener der Mediengestalterin Anika Kronberger oder der des Web-Guys Sebastian Häusler.

Studiengangsblog Content Strategy

COS-OER-Blog versus Portfolio

Was ist nun der Unterschied zwischen dem Studien-OER-Blog und unseren Portfolios? Unser Studienblog, dessen Ziel es ja ist, Lehrinhalte abzubilden, ist für uns alle nicht wirklich eine Herzensangelegenheit. Zu sehr scheut man das mühsame Procedere und den umfangreichen Redaktionsprozess, wovon ich ja schon einmal erzählt habe. Zudem ist durch den Freigabeprozess schon der eine oder andere Artikel hängen geblieben, was nach der oft aufwendigen Arbeit daran wenig befriedigend ist.

Unsere Portfolios sind auch keine freiwillige Angelegenheit und viele hängen mit ihren Posts immer hinterher. Dennoch entscheidet man selbst über Inhalt, Qualität, Erscheinungsform oder den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Man ist also näher dran, ist flexibler, kann sich ausprobieren. Wie etwa mein Kollege Dominik, der für einen seiner Beiträge letztens ein Video erstellt hat.

Mehrwert: für mich und für andere

Was bedeutet dieses Arbeiten am Portfolio nun für mich? Zum einen hilft mir die Reflexion über Lehrinhalte dabei, manches noch einmal zu überdenken und besser zu verstehen.

Anderseits ist es auch wie ein Tagebuch, in dem man Erlebtes und Gelerntes festhält.

Was zunächst nach Selbstzweck klingt, ist wohl auch für andere durchaus spannend. Ich kann in den Portfolios meiner Kollegen die Weiterentwicklung und das Wachsen durch das Lernen erkennen. Das kann vorallem für Studiengangs-Interessierte eine nicht zu unterschätzende Quelle sein. Mein Besuch auf dem Coscamp in Dieburg hat mir aber auch gezeigt, dass wir mit unserem erworbenen Wissen durchaus auf Augenhöhe mit Menschen aus der Branche mitdiskutieren können. Daher sollten manche unserer Artikel mitunter auch für ein fachkundiges Publikum nicht uninteressant sein.

Fazit

Die Arbeit lohnt sich. Zumindest für mich trifft das auf jeden Fall zu. Ein Streifzug ausgehend von den COS Feeds am Studiengangsblog, führt durch die verschiedensten Facetten der Content Strategie. Dieses Sammelsurium an persönlichen Eindrücken, Hacks, Praxisbeispielen oder Erklärungen von Methoden ist eine kleine Content-Strategie-Schatzkiste, in der sich prächtig wühlen lässt.

Hoffentlich werden auch die Portfolios der #cos16-Kollegen hier bald verlinkt, denn auch sie haben einiges zu erzählen.