Ein Motto, kleine Dinge und eine App

Strassenblume in Düsseldorf-Lierenfeld

Heute morgen kam mir in den Sinn, daß ich gerade nach dem Motto “Irgendwie geht’s” lebe. Irgendwie geht alles weiter, irgendwie funktioniert mein Leben, irgendwie läuft es weiter, irgendwie, irgendwie, irgendwie …

Ich arbeite daran, daß aus diesem Motto ein neues entsteht. Vielleicht sowas wie “Ja, das isses” oder “So muss es sein” oder so was Plattes wie “Das Leben ist schön”.

Wobei ich jetzt schon sagen kann, daß das Leben schön ist. Mit all seinen Facetten und Höhen und Tiefen. Ich stelle immer wieder fest, wie sehr auch kleine Dinge die Sicht auf das Leben positiv verändern können.

  • Ein Lächeln oder ein Danke schön, wenn man nicht damit rechnet,
  • eine Blume, die dort wächst, wo sie nicht sollte,
  • Mit Sonne aufzuwachen
  • Jemand unerwartet im Cafe treffen und einen netten Klön halten
  • seine Lieblingsmusik hören
  • abends sich an den besten oder schönsten Moment des Tages zu erinnern (es gibt bestimmt immer einen!)

Auch wenn du dich vielleicht gerade wie ich mit einigen größeren Problemen rumschlagen musst, gibt es solche guten Momente. Und es ist verdammt wichtig, sich an diese Momente am Ende eines vielleicht nicht so guten Tages zu erinnern.

Mir jedenfalls tut es gut, diese Momente festzuhalten und sogar aufzuschreiben. Durch das Aufschreiben werden diese Momente noch einmal tatsächlicher für mich und bleiben nicht nur als leichte Erinnerung, die schwindet, im Kopf. Und ich kann mich dadurch auf die positiven Momente des Tages konzentrieren und mit positiven Gedanken schlafen gehen.

Es ist eine Art Luft holen und Ballast wegwerfen, den man den Tag über möglicherweise angesammelt hat. Dafür braucht es nicht viel. Im Gegensatz zu meinen Morgenseiten, die ich immer mit der Hand schreibe, nutze ich für meine abendliche Reflexion eine App, in die ich meist nur Stichworte oder kurze Sätze eingebe.

Die App “Grid Diary” (IOS) ist eine sehr einfache Art, ein Tagebuch zu führen. Mithilfe von Fragen, die du entweder von der App übernehmen oder auch selber einstellen kannst, kannst du dir eine Vorlage erstellen. So richtest du das Tagebuch nach deinen Vorstellungen ein. Wieviel du festhalten willst, hängt von dir ab.

Zwei meiner Lieblingsfragen sind:

  • Was ist das beste, das mir heute passiert ist?
  • Was waren heute die besten drei Dinge?

Ich habe bisher immer Antworten auf diese Fragen geben können, auch wenn ich manchmal länger überlegen musste. Und wenn es nur der Sonnenschein am Morgen war … Ehrlich, mir geht es danach immer besser, auch wenn ich vorher wirklich schlecht drauf war. Die kleinen Dinge zählen eben auch. Und zwar doppelt und dreifach.

Jetzt habe ich gerade mein Motto zumindest für heute gefunden: “Der Dienstag startet besser als der Montag, jedenfalls diese Woche.”

Düsseldorf, 16.08.2016, Dienstag :-)


P.S. Lustig, eigentlich wollte ich über das Thema “Mein Motto” schreiben und dann wurde es wieder mal zu einem anderen Thema.

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