Artischocken — natürliche Fettverbrenner mit aromatischer Note

Artischocken wachsen im warmen Klima des Mittelmeerraums und waren schon bei den Römern eine geschätzte Delikatesse.

Geerntet werden lediglich die geschlossenen Knospen der Artischocke, deren Blattansätze das aromatische Fruchtfleisch beinhalten. Gut verborgen liegt darin der zarte und geschmackvolle Boden der Blüte.

Das leicht bittere Aroma dieses Blütengemüses wirkt positiv auf die Fettverbrennung.

Artischocken — kalorienarm und gesund

Die Artischocke ist eine distelartige, kräftige Kulturpflanze aus der Familie der Korbblütler. Das Fruchtfleisch der Distelblüte hat einen herben, leicht bitteren Geschmack.

Artischocken

Foto: Sabine Fenner / pixabay.com

Verantwortlich für das Aroma ist ein Stoff Namens Cynarin. Der Bitterstoff hat eine positive Wirkung auf die Verdauung. So regt er den Speichelfluss und die Magensäureproduktion an. Die Gallensäure wird verstärkt produziert und die Verdauung von fettreichen Lebensmitteln wird gefördert.

Das zarte Gemüse ist ballaststoffreich und liefert viel pflanzliches Eiweiß. Der Körper wird mit Kalzium, Eisen, dem Provitamin A und Vitamin B versorgt.

Die positiven Auswirkungen auf die Verdauung wirken gegen Völlegefühl nach dem Essen. Die Ausschüttung von Gallensäure entlastet die Leber, die Verdauung von Fett im Darm wird erhöht. Der Bitterstoff kann daher ein guter Partner bei einer Gewichtsabnahme sein.

Extrakte der Pflanze werden als Heilpflanze eingesetzt und wirken sich regulierend auf den Cholesterinspiegel aus (mehr dazu hier).

Am besten frisch!

Die frisch geernteten Knospen sind ganzjährig erhältlich. Die größte Sortenauswahl findest Du zwischen Juni und September auf dem Markt.

Eine frische Artischockenblüte hat einen knackigen Stil und saftige Blätter. Die Blütenblätter sind bei frischer Ware eng anliegend und haben keine braunen Stellen. Frisch geerntet sind die Blütenköpfe voller Saft und sind prall und schwer.

Artischocken

Foto: U. Leone / pixabay.com

Das feine Gemüse gibt es als große Kugeln und als kleine Blütenköpfe, die jeweils grün oder violett gefärbt sind. Eingeschlagen in ein feuchtes Küchentuch und kühl gelagert bleiben die Köpfe bis zu sieben Tage frisch. Der Stil ist der Wasservorrat der Blüte und sollte erst kurz vor der Zubereitung entfernt werden.

Wie bei jedem Gemüse ist der Wochenmarkt eine gute Einkaufsmöglichkeit. Eingelegtes Gemüse aus der Konserve ist geschmacklich nicht mit dem frischen zu vergleichen. Vorteilhaft ist jedoch, dass ganzjährig eingelegte Böden oder Herzen erhältlich sind.

Ein Gemüse für vielfältigen Genuss

Für die Zubereitung einer Artischocke stehen zahlreiche Rezepte zu Verfügung. Geschmacklich gibt es zwischen den verschiedenen Sorten wenig Unterschied. Du kannst die kleinen, zarten Blüten vollständig zubereiten. Je größer die Frucht, desto höher ist der harte, nicht essbare Anteil.

Artischocken

Foto: Christine Siracusa / unsplash.com

Die Zubereitung im Ganzen ist für Anfänger gut geeignet und das Ergebnis ein purer Gaumenkitzel. Einfach das Gemüse sorgfältig putzen und die harten Blattspitzen etwas einkürzen. Das etwas stachelige Äußere verbirgt den zarten und aromatischen Schatz im Inneren.

Zusammen mit Zitrone und etwas Salz kochen, bis sich die Blätter leicht lösen. Im unteren Teil der Blätter sitzt das Fruchtfleisch. Zusammen mit einem Dip ist es ein Genuss das Fleisch herauszusaugen. Sind alle Blätter entfernt, offenbart sich das zarte Herz und der Boden, welcher unter dem sogenannten Heu versteckt ist.

Häufig werden in Rezepten nur Böden oder Herzen verwendet. Diese werden zu Gemüsebeilagen im Hauptgericht oder in Eintöpfen verkocht. Der leicht herbe Geschmack harmoniert mit vielen Gerichten, ist ein toller Pizza-Belag und ein Begleiter zu Pasta.

Rezepte mit Artischocken

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Rezepte mit Artischocken

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Nährwertangaben

100 Gramm frische Artischocken enthalten:

Kalorien 47

Fettgehalt 0,2 g

Gesättigte Fettsäuren 0 g

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren 0,1 g

Einfach ungesättigte Fettsäuren 0 g

Cholesterin 0 mg

Natrium 94 mg

Kalium 370 mg

Kohlenhydrate 11 g

Ballaststoff 5 g

Zucker 1 g

Protein 3,3 g

Vitamin A 13 IU

Vitamin C 11,7 mg

Kalzium 44 mg

Eisen 1,3 mg

Vitamin D 0 IU

Vitamin B6 0,1 mg

Vitamin B12 0 µg

Magnesium 60 mg

Quellen: USDA

Foto: peacedreamlady / pixabay.com


Originally published at Das Ernährungshandbuch.