Bunt durchs Leben — und die Küche: Entdeckt den Farbcode der Ernährung

Nicht nur der Sommer ist bunt, sondern das ganze Jahr ist es. Ob feurig rote Tomate, tiefblaue Pflaume, leuchtend orangefarbener Kürbis oder saftig grüner Spinat: Jede Jahreszeit bietet euch farbenfrohe Köstlichkeiten.

Warum ihr nicht immer zu den gleichen Farben greifen solltet, sondern ruhig richtig bunt werden dürft, verraten wir euch heute. Entdeckt jetzt den Farbcode der Ernährung und lest, welche Farbe was bedeutet.

Mehr Feuerwerk bitte!

Gerade Kinder sind ja nicht immer so einfach davon zu überzeugen, Obst und Gemüse zu essen. Und ist dann schließlich eine Sorte gefunden, die akzeptiert wird, gibt es die sicherheitshalber jeden Tag. Weil wir eben schon erleichtert sind, dass überhaupt etwas Gesundes im Kind unterkommt.

Und auch wir Erwachsene neigen schnell dazu, zu eintönig zu werden. Immer das gleiche Obst, jeden Morgen eine rohe Möhre und sonntags einen Beilagen-Salat zum Braten. Ist ok, aber völlig verschenktes Potenzial.

Denn dass die Natur uns so bunte Lebensmittel in den verschiedensten Farben schenkt, ist nicht nur schön gemacht, sondern vor allem klug gedacht. Laut Farbcode der Ernährung steht jede Farbe für andere Nährstoffe, die in besonders hohem Maße vorhanden sind.

Um hier möglichst viele zu erwischen, lohnt es sich, den Teller kunterbunt zu füllen. Traut euch deshalb unbedingt ab und zu weg von eurer Lieblingsfarbe und probiert andere Farben aus. Je mehr Feuerwerk, umso besser und gesünder ist es!

Farbcode der Ernährung: Welche Farbe bedeutet was?

Jede Farbe ist ein Hauptgewinn. Was ihr euch konkret gönnt, haben wir für euch gesammelt:

Rot

Tomaten

Foto: Thomas Martinsen / unsplash.com

Rot ist ja die Signalfarbe schlechthin. In diesem Fall ruft sie ganz laut „Iss mich!“, denn rote Früchte wie Tomaten, Erdbeeren oder Chilis sind anregend und durchblutungsfördernd.

Auch ihr Anteil an Eisen ist erwähnenswert und gerade für Frauen, insbesondere für Schwangere, interessant.

Orange

Essen für die Augen - Möhren, Karotten

Foto: jacqueline macou / pixabay.com

Möhren, Kürbis, Papaya oder ganz klassisch Orangen trumpfen mit Karotinoiden en masse auf und gelten als exzellenter Radikalfänger und Immunsystem-Stärker.

Die Inhaltsstoffe sind außerdem sehr gesund für die Haut und die Augen.

Gelb

Ananas

Foto: Robert Owen-Wahl / pixabay.com

Karotinoide, Vitamin E und der Farbstoff Quercetin in gelben Lebensmitteln wie Ananas oder gelber Paprika sagt man nach, dass sie den Magen schonen und das Bindegewebe stützen sollen.

Grün

Brokkoli

Foto: engin akyurt / pixabay.com

Dass diese Farbe gesund ist, sieht man ihr sofort an. Grüne Lebensmittel wie Brokkoli, Avocados, grüne Bohnen oder auch Kräuter gelten vor allem als entzündungshemmend und regenerierend.

Gerade der grüne Blattfarbstoff Chlorophyll, der unserem roten Blutfarbstoff sehr ähnelt, kann dabei helfen, die Blutbildung und die Sauerstoffversorgung zu verbessern.

Und dass Chlorophyll fast nie ohne seinen Buddy Magnesium unterwegs ist, bringt dann noch eine gute Portion Stärke für Muskeln, Haare und Nägel mit.

Violett/Blau

Zwetschge Pflaume

Foto: Hans Braxmeier/ pixabay.com

Auberginen, Pflaumen oder Rotkohl enthalten Anthocyane, die gerne als Anti-Aging-Waffen bezeichnet werden. Diese sekundären Pflanzenstoffe gelten als besonders gesund, weil sie die Zellen äußerst effektiv vor freien Radikalen schützen sollen.

Wer öfter zu diesen Farben greift, gönnt sich quasi einen inneren Jungbrunnen.

Weiß

Blumenkohl

Foto: Zoltan Matuska / pixabay.com

Strahlende Sauberkeit — das verbinden wir mit der Farbe Weiß. Und da ist auch auf Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Blumenkohl oder Spargel übertragen viel Wahres dran.

Vor allem eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung wird den Inhaltsstoffen zugesprochen.

Wie bunt ist euer Teller?

Habt ihr eine Lieblingsfarbe, seid ihr eher der Ampel-Typ und esst rot-gelb-grün, oder ist euer Teller kunterbunt? Postet uns doch euren persönlichen Farbcode der Ernährung — wir sind gespannt!

Foto: denizya / shutterstock.com


Originally published at Das Ernährungshandbuch.

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