Lydia Aisenberg ist in der israelischen Friedensgruppe „Givat Haviva“

Die Kämpferin für den Frieden

Lydia über Judenfeindschaft der 60er, die Green Line und warum Arme von Müttern nie lang genug sind.

Auf unserer Reise durch Israel treffen wir Lydia Aisenberg. Sie ist in den sechziger Jahren aus England nach Israel eingewandert. In der Schule in England hatte sie immer wieder Antisemitismus erfahren. In Israel sehnte sie sich nach einer neuen Freiheit.

Seit vielen Jahren kämpft sie in der israelischen Friedensgruppe „Givat Haviva“ für eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen Israel und Palästina. Sie nimmt uns mit auf eine Tour entlang der sogenannten grünen Grenze, die zwischen dem Staat Israel und den palästinensischen Gebieten verläuft.

Sie zeigt uns das arabische Dorf Bata’a, das durch die sogenannte grüne Linie in der Mitte zerteilt wurde. Wir sehen den Sicherheitszaun, den die Palästinenser die Trennmauer nennen. Wir sehen die israelischen Siedlungen, die weit ins palästinensische Gebiet einschneiden. Wir sehen das Unrecht, das den Alltag so vieler Menschen in dieser Region prägt. Wir kommen mit vielen Fragen, und spüren doch auch, wie kompliziert der Weg zu einer gerechten Lösung ist. Mit ihrem ureigenen britischen Humor nimmt uns Lidia mit, zeigt uns ihr Land, zeigt uns das Land ihrer palästinensischen Freunde — und gib uns Hoffnung, dass noch nicht alles verloren ist, solange es so tolle Menschen gibt, die nicht müde werden sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen. Am Denkmal in ihrem Kibbuz erklärt sie, warum die Arme einer Mutter niemals lang genug sein können.