Führungsspagat Alt vs. Neu.

Kathrin Schwanz,
Aug 18, 2020 · 4 min read

Oder sollten Unternehmen mehr über Customer Value sprechen?

Stabilität und notwendige Veränderung übereinander zu bringen ist eine Herausforderung für Unternehmen und Führungskräfte.

Mit welchen Mustern können wir achtsam und wirksam mehr Wert schaffen?

💡 Unser Impuls: Die Balance zwischen Alt und Neu entscheidet sich am Wert aus Kundensicht.

Wertediskussionen beinhalten Spannungsfelder, Fettnäppchen und Tretminen. Welche Faktoren fördern offenen Austausch über Kundenwert, welche Umstände hemmen oder blockieren ihn?

Das erwartet dich:

  • die Berichterstattung aus dem Meetup #4 unseres wachsenden Netzwerks »Achtsames und Wirksames Management«.
  • mit Achtsamkeit und Wirksamkeit gewürzte Ideen und Impulse der Netzwerk-Teilnehmer zum Thema “Führungsspagat Alt vs. Neu”
  • Tool und Vorgehen zur Reflexion der Situation in deinem Unternehmen / Team

Wie nähert man sich einem komplexen Spannungsfeld?

💡Unser Vorschlag: In den Austausch gehen, mit sich selber, mit den Menschen im Team und im Unternehmen oder in unserem Fall mit den Teilnehmenden des MeetUps #4 und aus dem Netzwerk “Achtsames und wirksames Management”.

Denn für komplexe Sachverhalte gibt es kein “richtig und falsch”, nicht die eine ideale Lösung.

Das Ergebnis hat uns begeistert: Die Ideen und Impulse der Netzwerk-Teilnehmer zum Thema “Führungsspagat Alt vs. Neu: Die Balance zwischen Alt und Neu entscheidet sich am Wert aus Kundensicht.”

1) Perspektiven:

  • Wer ist der Kunde? Und für wen schaffen wir einen Wert? Der Endkunde oder der Auftraggeber? Ist der Auftraggeber der wichtigere Kunde?
  • Die Frage nach Alt vs. Neu betrifft (in der aktuellen Covid-19-Situation) mehr denn je auch Unternehmenskulturen und -Arbeitsweisen. Hier sollten die wichtigsten Kunden die Mitarbeiter sein.

2) Herausforderungen und hemmende Faktoren

  • Die Entscheidung trifft zu oft die “lauteste” Person im Raum.
  • Themenowner (Experten im Team) werden nicht anerkannt.
  • Sales und Umsatz sind meistens das einzige Entscheidungskriterium.
  • Die Angst vor Veränderung hemmt die Diskussion. Sie wird aber auch zu wenig respektiert. Denn in der Angst vor Veränderung steckt auch der Wunsch “Gutes und Bewährtes” zu bewahren & der Respekt vor dem nicht einschätzbaren Ergebnis.
  • Veränderungsprozesse werden nicht morderiert, nachgehalten und transparent geführt.

3) Ideen und Impulse zur Förderung der Diskussion

  • Klare Entscheidungskriterien ermöglichen Entscheidungen. Sprecht über die Entscheidungskriterien im Team und im Untermehmen.
  • Moderation: Der Austausch und die Diskussion zu der Fragestellung / zu den Entscheidungskriterien muß moderiert werden. Denn nur so können alle Meinungen gehört und ein gemeinsames Vorgehen verabschiedet werden.
  • Rückt Feedback in den Fokus eurer Entscheidungen: NPS Score sollte auf allen Kundenebenen erhoben werden: Auftraggeber und Endkunde und auch in den Teams.
  • Entscheidungssicherheit stärken: Nutzt Feedback, BestCases und eure Erfahrungen, um Entscheidungen trotz Unsicherheit zu treffen. Lernt aus Fehlern.
  • Macht “Neues und Lernen” zur Unternehmenskultur. Wie wäre ein halber Tag des Lernens / des “Neues kreieren” pro Woche? Besprecht, was ihr gelernt habt. Holt die neuen Ideen in eure Teams und Projekte. Oder definiert gemeinsam, dass ihr sie nicht weiter verfolgen wollt. Es entsteht “Neues”, aber auch eine aktive Diskussion über “Alt vs. Neu”.
  • Schafft Vertrauen im Team und in die Kompetenzen und Stärken der KollegInnen. Denn nur dann ist ein Austausch möglich und Kompetenz und nicht “Lautstärke” zählt.
  • Ein achtsamer Umgang und stärkenorientierter Einsatz der Persönlichkeiten im Team. Fragt euch, welche Kompetenzen und Charakteristika sind beim Kunden und in den Projekten gefragt und wählt die Teammitglieder entsprechend aus.
Teampersönlichkeits-Matrix (im MeetUp entstanden)

Tool und Vorgehen zur Reflexion der Situation in deinem Unternehmen / Team

Im MeetUp haben wir uns der Frage “Alt vs. Neu” in 2 Schritten genähert.
Du kannst das Vorgehen auch in deinem Team / Unternehmen nutzen.

Schritt 1: Selbstrelexion

Schritt 2: wertfreier und achtsamer Austausch

Schritt 3: Ergebnis
Was habt ihr gelernt? Was wollt ihr zukünftig anders machen?

Du hast auch Lust auf Würze und Austausch und Impulse zu deiner Führungsrolle.

Wir laden dich herzlich ein, das Netzwerk »Wirksames und Achtsames Management« zu erweitern und beim nächsten Meetup dabei zu sein.

Hier entlang zur Mitgliedschaft.

❤️-lich bis bald sagen
Sascha & Kathrin

Das Rehbock

Achtsames und Wirksames Management

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Im Rehbock findest du achtsame Impulse für wirksames Management.

Kathrin Schwanz,

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Founder of mindthe.business, mindful@work-Coach: Processdeveloper, Teamcoach, Meditation- & Mindfulnesstrainer

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