Wir wissen nie, was wir wollen, weil wir alles und gleichzeitig nichts wollen

Wir können auch anders

Ein Auszug aus dem Buch Wir können auch anders.

Wenn wir diese Tatsache vergessen, kann es leicht passieren, dass wir frustriert sind von unserer eigenen Unfähigkeit, so zu handeln, wie andere und wir selbst es von uns erwarten. Wir wissen, dass wir auf dem Fahrersitz unseres Lebens sitzen und wir können nicht verstehen, warum das Auto, das wir steuern, nicht so reagiert, wie wir es gerne hätten. Warum es gestern, als wir nichts Wichtiges zu tun hatten, flott unterwegs war, während es heute, da wir einen wichtigen Besuch machen oder einen dringenden Termin einhalten müssen, nicht von der Stelle kommt. Es bringt nichts, deswegen zu schimpfen und mit den Füßen zu stampfen im Gegenteil: Je wütender wir werden, je mehr wir uns beklagen, je klarer uns vor Augen steht, wer wir sind und was wir wollen, desto stärker bemühen sich die unterschiedlichen Teile unserer Persönlichkeit, uns zu sabotieren.

Aber wir müssen diese Irrationalität nicht kurieren. Sie ist ein zentraler Bestandteil unseres Wesens, und es wäre zwecklos, es auch nur zu versuchen. Es wäre, als wollte man eine Zitrone dafür ausschimpfen, dass sie keine Orange ist. Man kann das tun, aber es bringt nichts, und am Ende hat man immer noch eine Zitrone. Wir sind Zitronen. Wir müssen diese Tatsache zu unserem zitronigen Vorteil nutzen und gut darin werden, Martinis zu mixen. Statt gegen unsere innere Irrationalität anzukämpfen, sollten wir lieber den Tatsachen ins Auge sehen:

• Wir werden niemals wissen, was wir wollen.

• Wenn wir bekommen, was wir wollen, dann wollen wir es nicht mehr.

• Meistens suchen wir einfach nur die Freiheit, das Gegenteil von dem zu wollen, was wir haben ohne diesen Wunsch in die Realität umzusetzen.

Die Wahlfreiheit ist in der Regel genauso wichtig wie das, was wir letztlich wählen.

Ich habe ein paar Techniken entwickelt, um all diese Ideen in mein eigenes Leben zu integrieren. Vielleicht können sie auch Ihnen helfen.

1. Wenn es funktioniert, dann funktioniert es. Warum, spielt keine Rolle.

Ich bin ständig auf der Suche nach neuen Methoden, mit denen ich mehr schreiben kann. Ich habe schon so viele TOLLE LIFEHACKS ausprobiert am Morgen schreiben, spätabends schreiben, ein ZEN-Schreibprogramm ohne Funktionen (nicht einmal Speichern), eine feste Zielvorgabe an Wörtern für jeden Tag, im Büro schreiben, zu Hause schreiben, in Cafés schreiben, im Stehen schreiben. Jedes Mal stellt sich diese anfängliche Steigerung der Produktivität ein, nur um sich dann rasch wieder zu verflüchtigen. Doch wenn ich, um eine Zeitlang produktiver zu werden, nichts weiter tun muss, als eine Variable zu ändern die Zeit, zu der ich arbeite, den Ort, an dem ich arbeite, die Software, die ich benutze –, kann ich immer wieder Variablen verändern. Ich weiß, dass das irrational ist aber ich weiß auch, dass diese Einsicht unerheblich ist. Wichtig ist allein, dass es funktioniert. Wenn es das ist, was mein kleines irrationales Ich braucht, kann ich jede Woche eine Variable verändern. Ein neues Büro, ein neuer Stuhl, ein neues Morgenritual, ein neues Trainingsprogramm, ein neuer Schreibansatz, ein neuer Trick beim Notizenmachen. Neues Café. Neuer Kaffee. Neue Kneipe. Neues Restaurant. Im Zug schreiben. Im Park schreiben. Auf dem Kopf stehend schreiben. Egal was. Das Was ist nicht wichtig. Es muss keinen Sinn ergeben. Ich muss keine vernünftige Begründung liefern. Ich muss einfach nur mit meiner Irrationalität arbeiten anstatt gegen sie.

Wenn ich gerne Dinge verändere, dann sollte ich mein Leben so strukturieren, dass ich die Freiheit habe, das immer wieder zu tun.

2. Hören Sie auf, sich als eine einzige Person zu betrachten

Kürzlich entdeckte ich eine unwillkommene Zunahme um meine Hüfte, ein klassisches Symptom von zu viel Schokolade und zu wenig Bewegung. Ich beschloss, etwas dagegen zu unternehmen. Ich erinnerte mich, wie viel Spaß ich in meiner Jugend am Fußballspielen hatte damals spielte ich jeden Tag nach der Schule. Durch die Notwendigkeit besonderer Konzentration und den Rückgriff auf automatisierte Bewegungsabläufe kann man in einen Trance-ähnlichen Zustand geraten, in dem alle banalen Alltagsprobleme von einem abfallen.

Ich fand eine nette Gruppe, die jeden Dienstag und Freitag in einem nahegelegenen Park Fußball spielt. Am ersten Dienstag, an dem ich mitspielte, hatte ich riesigen Spaß. Das war es, wonach ich gesucht hatte. Ich hatte meine Gruppe gefunden, ein neues Zuhause. Ich erstellte mir einen

Google-Kalender-Event für jeden Dienstag und Freitag: Fußball im Park.

Am Freitagmorgen kam die erste Fußball im Park-Erinnerung. «Oh gut, heute wieder Fußball», sagte ich mir. Am folgenden Dienstag bekam ich wieder eine Fußball im Park-Erinnerung. «Ah, Fußball, hm. OK», sagte ich. Ich spielte, es war nett. Ich glaube, Sie sehen schon, wie sich das Muster hier weiterentwickelt. Als ich zum dritten Mal die Erinnerung bekam, wollte ich eigentlich nicht mehr spielen. Ich begann, mich über die Verpflichtung zu ärgern, die mein früheres Ich eingegangen war. Das hypothetische, imaginäre Fußballspielen — die Tore, die ich schießen würde, die neuen Freunde, die ich kennenlernen würde, das Gewicht, das ich verlieren würde prallte auf die unvollkommene Realität — die Tore, die ich nicht schießen würde, die paar Leute, die mir auf den Nerv gingen, den Aufwand, dorthin zu radeln, die Verletzungen, den Regen.

Obendrein hatte ich das Gefühl, dass es nun nicht mehr meine Entscheidung war, Fußball zu spielen, sondern dass es von mir erwartet wurde und zwar von einer früheren Version meines Ich. Ich spiele wirklich gerne Fußball. Doch wie sich herausstellte, will ich nur dann spielen, wenn ich spielen will, und ich will mich spontan entschließen, etwa 15 Minuten vorher. Sonst geht mein vergangenes Ich eine Verpflichtung ein, die mein heutiges Ich einhalten muss, und das nimmt es ihm übel.

Infolge dieses Erlebnisses habe ich angefangen, mich als drei separate Personen zu betrachten — vergangen, gegenwärtig und zukünftig, wie die Geister von Scrooge in Dickens’ Weihnachtsgeschichte. Und wie es so oft in Familien vorkommt — die drei Ichs wissen, dass sie miteinander verwandt sind, was aber noch lange nicht heißt, dass sie sich mögen.

Das vergangene Ich ist am schwersten zu ergründen und gleichzeitig am leichtesten zu korrigieren. Es ist glücklich, wenn das gegenwärtige Ich und das zukünftige Ich miteinander auskommen. Dann schaffen wir jene glücklichen Erinnerungen, mit denen es sich dort in seiner Vergangenheit wohlfühlt. Wenn diese fehlen, neigt es dazu, das gegenwärtige Ich mit den Indiskretionen, Fehlern und verpassten Chancen der Vergangenheit zu hinterfragen und zu unterminieren. Ich tue mein Bestes, nicht auf es zu hören, aber ich weiß, ich werde viel mehr Zeit mit ihm verbringen, wenn ich älter bin, meine Lebensqualität und mein Zeithorizont sich verändern und mein gegenwärtiges und zukünftiges Ich etwas von ihrem Glanz einbüßen.

Mein gegenwärtiges Ich ist durch und durch Hedonist. Es ist der Erste auf der Tanzfläche. Es hat eine Zeitwahrnehmung, die etwa eine Stunde weit in die Zukunft und die Vergangenheit reicht. Es lebt im Augenblick und jagt den nächsten schnellen Kick. Die Konsequenzen seines Handelns sind nicht sein Problem, damit müssen sich das zukünftige und das vergangene Ich auseinandersetzen. Lässt es mich von einer Brücke springen, ist es das zukünftige Ich, das mit einem gebrochenen Knöchel zurückbleibt, und das vergangene Ich, das diese Entscheidung rechtfertigen oder lernen muss, mit den Konsequenzen zu leben.

Das zukünftige Ich — dieses ist das komplizierteste. Es ist die schwierige Tante, die bei ihren Besuchen die Wohnung abfällig mustert und einem erklärt, dass man eigentlich einen besseren Job und ein reinlicheres Badezimmer haben sollte und dass man nicht genug für die Rente zurückgelegt hat.

Natürlich sind die drei Ichs eine grobe Vereinfachung, und sie sind nicht so klar voneinander abgegrenzt. Sie existieren nebeneinander und beeinflussen einander ständig, in Echtzeit. Doch sie auf diese Weise zu unterscheiden, hilft mir, mich selbst besser zu verstehen, hilft mir zu verstehen, warum etwas, das gestern funktionierte und mich glücklich machte, mich heute etwas weniger glücklich macht und mich wahrscheinlich morgen noch weniger glücklich machen wird. Weil dieses Vorhaben, auf das ich mich gestern so freute, als es lediglich eine Idee war, heute zu richtiger Arbeit geworden ist, die ich meinem zukünftigen Ich aufbürde. Aber nicht nur das jetzt ist es etwas Reales, eine Sache, zu der ich mich entschlossen habe, und wenn ich sie wieder aufgebe, muss mein vergangenes Ich mit diesem Scheitern leben oder versuchen, es in etwas Positives umzudeuten.

So erklärt sich auch, warum ich oft sogar Dinge, die mir wirklich Spaß machen — wie etwa Fußballspielen –, nicht tun will, wenn diese wirklich vergnüglichen Dinge im Voraus geplant sind. Mein zukünftiges Ich und gegenwärtiges Ich wollen Flexibilität. Sie wollen die Freiheit, sich ihrer Irrationalität hinzugeben. Oder ihrer Verantwortungslosigkeit. Die Freiheit zu wählen ist ihnen wichtiger als das, was sie letztlich aussuchen. Sie wollen ihre eigenen Entscheidungen treffen. Besonders dann, wenn diese Entscheidungen bedeuten, dass sie das genaue Gegenteil von dem tun, was die anderen Ichs und alle meine zahlreichen Subsysteme ihnen rational nahelegen.

3. Begrenzen Sie die Dauer Ihrer Verpflichtungen

Im Zusammenhang mit dieser Erkenntnis erzählte mir ein Freund, der als Projektmanager arbeitet, von einer Regel für IT-Projekte. Bei jedem IT-Projekt, das länger als ein Jahr dauert, sinkt die Chance auf eine erfolgreiche und budgetkonforme Fertigstellung mit jedem vergehenden Monat um

5 %. Das liegt daran, dass die Bedürfnisse des Unternehmens sich wahrscheinlich in der Zwischenzeit gewandelt haben, wenn der Start eines Projekts mehr als ein Jahr zurückliegt. Je länger das Projekt sich also hinzieht, desto wahrscheinlicher ist es, dass dieses tolle neue System ein Problem löst, das in dieser Form gar nicht mehr existiert. Das Unternehmen und seine Prozesse haben sich in diesem Jahr zu sehr verändert. Für IT-Projekte lässt sich also sagen: Kürzer ist besser. Das wird oft in der Formel «Release early, release often» («Veröffentliche früh, veröffentliche oft») zusammengefasst. Ich glaube, die gleiche Logik, die für IT-Projekte gilt, lässt sich auch auf uns anwenden. Das Risiko beim Eingehen von Verpflichtungen, seien sie beruflicher, finanzieller oder emotionaler Natur, wird größer, je länger wir uns festlegen. Darum versuche ich, Festlegungen zu vermeiden.

Das führt dazu, dass Dinge wie eine Ehe für mich keine Option sind. Ich kann meine Wünsche schlicht nicht so weit im Voraus vorhersehen, und ich möchte mir nicht diese Art von emotionaler Beschränkung auferlegen. Natürlich gibt es jede Menge Menschen, die heiraten. Oder Häuser kaufen.

Oder Hunde adoptieren. Oder Kinder bekommen. Oder Zahnarzt werden. Das sind alles langfristige Wetten auf die Zukunft. Es heißt nicht, dass diese Menschen Idioten sind oder dass sie scheitern werden oder dass sie sich nicht wirklich kennen. Es bedeutet einfach, dass sie sich wohler damit fühlen, langfristige Wetten einzugehen; dass sie glauben, besser zu wissen, was sie am Mittwoch, den 13. April 2024, tun wollen, als ich es mir selbst zutraue. Es kann natürlich sein, dass auch mein Zeithorizont breiter wird, wenn ich einmal älter werde, oder dass meine drei Ichs stärker in Einklang kommen werden. Ich hätte nichts dagegen.

Natürlich können auch Verpflichtungen, die langfristig aussehen, in aller Regel spontan abgekürzt werden. Ein Haus kann man verkaufen. Von einem Partner kann man sich scheiden lassen. Aus einer vielversprechenden Karriere als Zahnarzt kann man aussteigen. Aber all das bedeutet noch nicht, dass man auch den Mut hat, es zu tun. Überlegen Sie einmal, wie viele Menschen Sie kennen, die in nicht funktionierenden Ehen bleiben oder in Jobs, die sie hassen, weil sie den Status quo, auch wenn er sie noch so unglücklich macht, immer auf irgendeine clevere Weise rechtfertigen können: «Das geringere Übel ist das, was man kennt», «Was nicht kaputt ist, soll man nicht reparieren», «Ich habe Glück, dass ich überhaupt einen Job habe» und so weiter. Doch wenn man sich gar nicht erst in eine missliche Lage bringt, muss man hinterher auch nicht vor sich selbst rechtfertigen, wie sehr einem die Situation gefällt und dass man sie sich ja schließlich selbst ausgesucht hat.

Aufgrund meiner eingebauten Irrationalität, meinem Bedürfnis nach Wahlfreiheit und der Tatsache, dass langfristige Verpflichtungen Stress für mich und meine drei verschiedenen Ichs bedeuten, ist es für mich am besten, wenn ich mein Leben so organisiere, dass ich meinem vergangenen und meinem zukünftigen Ich möglichst wenig abverlange. Das bedeutet: keine größeren finanziellen Verpflichtungen; keine hohe monatliche Miete; keine Hypothekenzahlungen; nichts, das mich auf einen festen, regelmäßigen Terminplan, Bürojob oder Projektablauf verpflichtet; nichts, das mich an einen festen Wohnort bindet, ohne dass ich die Chance habe, woandershin zu ziehen, wenn ich Lust darauf bekomme.

Zu meinem Glück ist diese Lebenseinstellung die perfekte Antwort auf eine Welt der raschen Veränderungen, wie ich sie in diesem Buch beschreibe. Zwar rate ich in den meisten Fällen dazu, sich vor den eigenen Launen zu schützen, doch hier handelt es sich um einen Ansatz, der uns gleichzeitig auch auf Zeiten ökonomischer und beruflicher Unsicherheit vorbereiten kann, in denen wir vielleicht schnell auf den Verlust unseres Jobs oder eines wichtigen Kunden oder auf eine unerwartete Mieterhöhung reagieren müssen. Durch die rapide fortschreitende technologische Innovation, die die Beständigkeit von Berufsleben, Wirtschaft, Beziehungen und Lebensführung gleichermaßen abnehmen lässt, ist es wichtiger denn je, sich sein Leben so einzurichten, dass es auf die gleiche Weise flexibel ist wie ein erdbebensicheres Gebäude. Wie diese Gebäude kann auch unser Leben über starke zentrale Träger verfügen unsere Gesundheit, unsere Freundschaften, unsere Arbeit –, die aber dennoch nicht als unverrückbar betrachtet werden sollten. Diese Gebäude können sich neigen und drehen und auf diese Weise die unvermeidlichen Erschütterungen, die unweigerlich auf uns zukommen, überstehen.

Auf den ersten Blick mag es so aussehen, als würde ich lediglich versuchen, meine Risiken zu minimieren, aber das ist es nicht. Risiko ist gut. Risiko ist in unserem Gehirn untrennbar mit Belohnung verbunden. Wenn Sie in den Zoo gehen, sehen Sie dort Tiere, die in einem besonders kontrollierten Umfeld leben, mit ausreichend Futter und ohne die Bedrohung durch Raubtiere. Wirken diese Tiere glücklich? Nein. Wenn unser Leben zu sicher und zu geborgen wird, ist das Resultat oberhalb einer bestimmten Schwelle nicht, dass wir glücklicher werden, sondern dass wir uns wie diese Tiere gefangen fühlen. Wir brauchen die Freiheit, jeder dummen Idee nachzugehen, die uns in den Sinn kommt, jedem flüchtigen Etwas, das unseren Schlaf unterbricht und uns nach einem Notizblock greifen lässt, um es aufzuschreiben. Jedem Hirngespinst, jedem Luftschloss und jeder lächer-lichen Fantasie, die uns reizt. Wir wollen mehr davon. Es sind dies die Momente, wenn unser Herz schneller schlägt, wenn der Atem weniger mühsam geht, wenn unser Leben spontaner ist, wenn wir etwas tun, das uns selbst überrascht, wenn wir den Funken des Lebens spüren, der uns Rückgrat und Hals hinaufschießt und uns in einer kurzen, heftigen Erkenntnis eine Chance aufzeigt, die uns eine Gänsehaut verursacht. Wir brauchen die Freiheit, alle diese Momente beim Schopf zu packen, wenn wir es wollen. Oder lediglich die Tatsache zu genießen, dass diese Möglichkeiten existieren, daran zu glauben, dass wir uns für sie entscheiden könnten, auch wenn wir es niemals tun. Diese Art von Freiheit entsteht, wenn wir unser Leben flexibel strukturieren.

Risiken zu minimieren, sondern Belastungen und unsere finanziellen Belastungen sind das Thema, dem wir uns als Nächstes zuwenden.

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