Gemeinsam gegen den Investitionsstau

Sommer 2017, Lutherstadt Eisleben, Karl-Fischer-Straße, ein Krankenwagen rast über die Straße. Der Einsatz ist dringend. Gerade hat ein älterer Mann angerufen, dass es seiner Frau in der Hitze nicht gut gehe. So ungefähr sieht ein Szenario aus, das die 147 Mitarbeiter des Rettungsdienstes Mansfeld-Südharz jeden Tag erleben. Sie kämpfen für das Wohlergehen der Bewohner Eislebens.

Rettungsdienst Mansfeld-Südharz

Die medizinische Grundversorgung gehört zu einer der großen Herausforderungen der Kommune. Und nicht nur Eisleben steht vor dieser Herausforderung, sie ist eine vor der alle Gemeinden in Deutschland stehen. Um die Lebensqualität ihrer Bewohner zu halten oder gar zu verbessern, müssen Städte, Gemeinden und Landkreise in den nächsten Jahren deutlich in ihre Infrastruktur investieren. Kommunale Gebäude müssen modernisiert, Straßen saniert und neue Energie- und Verkehrskonzepte entwickelt werden. Die wohl größte Aufgabe ist es jedoch, den Bedürfnissen von Jung und Alt gerecht zu werden. Der Spagat zwischen Breitbandausbau für ein schnelles Internet und der damit verbundenen Hoffnung auf neue Geschäftsmodelle sowie der Schaffung von altersgerechtem Wohnraum und Versorgung, zerrt am Haushalt der Gemeinden. 2016 meldeten Deutschlands Kommunen einen Investitionsrückstand von 126 Mrd. Euro. Gleichzeitig ist der Investitionsstau im Bildungswesen groß. Schulen und Kindertagesstätten müssen dringend saniert werden, damit die Kommunen für Familien weiter attraktiv bleiben.

Wahrgenommener Investitionsrückstand der Kommunen 2016: 126 Mrd. EUR

Wir kümmern uns gerne um den Haushalt

Und genau da kommt die DKB ins Spiel: als Netzwerker, als Problemlöser, als Fachexperte und vor allem als nachhaltiger Finanzierungspartner. Wenn wir mit dem Geld unserer Kunden wirtschaften, achten wir besonders darauf, die Belastung für eine Kommune so gering wie möglich zu halten. Ziel ist es immer, nachhaltige und zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln. Die finanzpolitischen Spielräume der jeweiligen Gemeinde werden dazu geprüft genauso wie die mögliche Einbindung von Fördermitteln z.B. von der Landwirtschaftlichen Rentenbank oder der Europäischen Investitionsbank.

Britta Timm, Fachbereichsleiterin Kommunen und soziale Infrastruktur in der DKB

“Wir verstehen uns nicht nur als Finanzierungspartner, sondern auch als Problemlöser mit großer Fachexpertise. Wir wissen genau, wann sich eine Öffentlich-Private Partnerschaft anbietet, sich ein Contractingmodell auszahlt oder die Beteiligung von Bürgern gefragt ist”, sagt Britta Timm, Fachbereichsleiterin Kommunen und soziale Infrastruktur bei der DKB. Ihr liegt vor allem der persönliche Kontakt zu den Gemeinden am Herzen. “Passgenaue Lösungen können nur dann entwickelt werden, wenn wir vor Ort sind und die Probleme, Herausforderungen und Ziele einer Kommune kennen.”

Mittlerweile profitieren über 4.000 Gemeinden, Landkreise und Kommunalverbände von unserer Expertise und unserem breiten Netzwerk. Im Fall des Rettungsdienstes des Landkreises Mansfeld-Südharz haben wir zum Beispiel Fördermittel der Landeswirtschaftlichen Rentenbank in die Finanzierung eingebunden. Mit den 240.000 Euro wurde ein neuer Rettungswagen inkl. der medizinisch-technischen Ausstattung angeschafft und die Hauptwache Eisleben möbliert. Der Rettungsdienst profitiert von günstigeren Zinsen und die Gemeinde von einer besseren Versorgung.

Erfolg ist, wenn alle ihre Hausaufgaben machen

2016 haben die deutschen Kommunen ihren Investitionsrückstand gegenüber 2015 zwar leicht aufgeholt, viel zu tun bleibt dennoch: Alleine im Bildungsbereich werden 32,8 Mrd Euro benötigt. Die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid in Nordrhein-Westfalen musste kürzlich das Antoniuskolleg für rund 13 Mio Euro sanieren. Die Schule prägt seit mehr als 100 Jahren das Ortszentrum, 1.150 Schülerinnen und Schüler besuchen das Gymnasium — eine echte Belastung für das alte Gemäuer. Es musste dringend modernisiert und erweitert werden. Aber wie bezahlen? Im Rahmen einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft haben wir ein langfristiges Investitionskonzept entwickelt und so den Neu- und Umbau des Antoniuskollegs finanziert. Der Fortbestand des Gymnasiums wurde gesichert und die Schule für die nächsten 100 Jahre fit gemacht. Damit investiert die Gemeinde nicht nur in die Kinder der Stadt, sondern auch in ihre Zukunft als Gemeinschaft — denn vielleicht treffen sich 2 Klassenkameraden in 15 Jahren auf einem Elternabend in Neunkirchen-Seelscheid wieder. Der eine ist dann Lehrer, der andere Vater und Sanitäter beim örtlichen Rettungsdienst.

Das von der DKB finanzierte Antoniuskolleg in Neunkirchen Seelscheid, Nordrhein — Westfalen

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