Smart Geld anlegen

Knapp 9 Millionen Menschen besitzen in Deutschland Aktien oder Aktienfonds. Das klingt erstmal viel, sind aber tatsächlich nur 14% der Bevölkerung. Nur jeder siebte Bundesbürger hat Aktien, in den USA oder in Schweden ist es hingegen jeder zweite. Nach wie vor populär sind hierzulande die klassischen Sparbücher, Sparpläne und Lebensversicherungen. Doch in Zeiten des Niedrigzinses bringen diese Anlagen kaum Rendite. Zieht man noch die Inflation ab, kann am Ende sogar ein Minus unterm Strich stehen.

Vermögen mit Aktien aufbauen

Aktien bieten da mehr Chancen — als Anleger beteiligen Sie sich über Aktienmärkte am Produktivvermögen der Weltwirtschaft. Das ist zwar Schwankungen ausgesetzt, in den letzten Jahrzehnten ist es aber stetig gewachsen.
Im Idealfall baut der Sparer auf ein ausgewogenes Portfolio entsprechend seiner Risikostrategie. Generell lässt sich sagen:

Hin & Her macht die Taschen leer
 Seien Sie nicht zu nervös an der Börse! Wer schon bei kleinen Marktbewegungen kauft und verkauft, riskiert die langfristig positive Entwicklung zu verpassen. Für jeden Kauf und Verkauf bezahlen Sie Gebühren — die müssen Sie mit einer neuen Aktie erst wieder verdienen. Und zusätzlich muss die Aktie dann im Wert steigen, damit Ihre Rendite steigt. 
 Das bedeutet jetzt aber nicht, dass Sie mit aller Gewalt an einer Aktie festhalten sollen. Über eine „Stop-Loss-Order“ können Sie zum Beispiel festlegen, unter welchem Kurs das Wertpapier automatisch verkauft wird. So sichern Sie bereits erzielte Gewinne und begrenzen Verluste.

Investieren Sie nicht einseitig sondern vielseitig
 Eigentlich logisch: Mit einer breit gestreuten Anlagestrategie gehen Sie ein geringeres Risiko ein, als wenn Sie alles auf eine Karte setzen. Entwickelt sich eine Aktie nicht gut, können das andere Aktien ausgleichen. So nutzen Sie Renditechancen, verringern aber das Risiko großer Kursverluste.

Klingt alles erstmal kompliziert? Ist es nicht. Man muss nicht jeden Tag Aktienkurse beobachten, eine komplizierte Börsensprache lernen und minütlich mit Aktien handeln. Sparpläne in ETFs sind eine gute Alternative für diejenigen, die an den Chancen des Aktienmarktes teilhaben möchten, ohne sich täglich damit auseinandersetzen zu müssen. Das geht schon ab Sparraten von 50 Euro im Monat.

Was sind eigentlich ETFs?

Um ETFs zu verstehen, müssen Sie erst wissen, was ein Index an der Börse ist: nämlich ein exakt bestimmter Bereich an der Börse. Das kann eine Branche sein wie die deutsche Technologiebranche im TecDax oder sich auf Länder, Aktien und Unternehmen beziehen wie im DAX30, in dem die Wertentwicklung der 30 größten und liquidesten Unternehmen des deutschen Aktienmarktes enthalten sind. Genauso gibt es Indizes für Renten oder Rohstoffe, die bekanntesten sind eben aber Aktien.

ETF steht dann für “Exchange Traded Fund”, auf Deutsch also ein börsengehandelter Fonds.

ETFs verfolgen die Kursentwicklung von Börsenindizes (Foto von Lindsay Henwood auf Unsplash)

Diese Fonds verfolgen die Kursentwicklung von Börsenindizes. Sparen Sie in einem ETF, nehmen Sie an der Wertentwicklung des ganzen Index teil, den dieser ETF abbildet. Ein Beispiel: Sie haben einen ETF-Sparplan für den DAX30. Steigen die darin enthaltenen Unternehmen im Wert, steigen auch Ihre Fondsanteile im Wert. Das geht natürlich auch andersrum: Verlieren die Unternehmen im Wert, verlieren auch Ihre Fondsanteile diesen Wert.

ETFs werden passiv verwaltet, d.h. es gibt keinen Fondsmanager der prüft, welche Aktien er ins Portfolio nimmt und welche er abstößt. Das braucht es auch nicht, da sie exakt den festgelegten Index nachbilden. Damit kosten sie meistens weniger als aktiv verwaltete Fonds, was sich wiederum auf Ihre Rendite auswirkt. Denn was sie nicht bezahlen müssen, können Sie investieren. Die passive Verwaltung hat allerdings auch Nachteile: Schwankt der Markt, greift kein Manager aktiv ein. Auch haben ETFs keine Kapitalgarantie. Das sollte Ihnen bewusst sein, bevor Sie sich für ETFs entscheiden.

Im Normalfall gleichen die langfristige Kursentwicklung und eine breite Anlagestrategie das Risiko aus. Martin Schulz-Brückner, Leiter Wertpapiere und Sparen im Produktmanagement der DKB, meint dazu

Martin Schulz-Brückner, Leiter Wertpapiere und Sparen bei der DKB

Grundsätzlich sollten Wertpapieranlagen breit gestreut sein, um Einzelrisiken zu reduzieren. Aus diesem Grund ist beispielsweise der MSCI World Index bei unseren Kunden beliebt. Mit ihm investiert der Anleger weltweit in Aktien von verschiedensten Unternehmen. Möchte der Anleger jedoch in Deutschland investieren, kann er einen ETF auf den dazu passenden Index nutzen, z.B. auf den DAX 30. Wenn ihm Nachhaltigkeit wichtig ist, kann er aber auch darauf den Fokus legen, zum Beispiel mit dem Dow Jones Sustainability World Index.“

Chancen nutzen für die Altersvorsorge und den Vermögensaufbau

In Wertpapieren sollte langfristig angelegt werden, um von den Chancen zu profitieren. Auch wenn sich die Kurse kurzfristig mal negativ entwickeln, sollten Sparer nicht nervös werden. Bevor Sie allerdings mit dem Sparen in ETFs beginnen, empfehlen wir ein sicheres, finanzielles Polster für Notlagen, beispielsweise mit klassischen Sparanlagen wie Tagesgeldkonten oder konventionellen Sparplänen. Mit dem “Notgroschen” lässt sich ein plötzlicher Geldbedarf abfedern. ETFs lassen sich zwar flexibel und schnell auflösen, steht der Kurs aber gerade schlecht, muss der Anleger den Verlust hinnehmen.

Im Alter das Leben genießen (Foto von Ian Schneider auf Unsplash)

Gerade bei jüngeren Personen ist der eigenverantwortliche Vermögensaufbau und die private Altersvorsorge mit der Aktie besonders wichtig, um den Lebensstandard auch künftig zu sichern.

„Auf lange Sicht bieten die Aktienmärkte eine höhere Renditechance als Geldanlagen ohne Schwankungsrisiken. Um diese Renditechancen zu nutzen, muss der Anleger zwischenzeitliche Kursverluste aushalten können. Löst er die Geldanlage nach einer negativen Kursentwicklung zu schnell auf, kann er von einer folgenden Markterholung nicht profitieren und hat Geld verloren. Um erfolgreich zu investieren, sollten Sie das daher langfristig tun. Um es mit den Worten des Börsenexperten André Kostolany zu sagen: An der Börse ist 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur das Durchhaltevermögen besitzen das „minus 1“ auszuhalten.”, so Martin Schulz-Brückner.

Um mit dem “Minus 1” nicht gerade dann konfrontiert zu sein, wenn Sie das Geld brauchen, können Sie mit zunehmendem Alter Teile des Kapitals in Renten-ETFs umschichten. Diese bilden Anleihe-Indizes nach und sind weniger schwankungsanfällig. Damit mindert der Sparer dann das Risiko, dass es kurz vor dem Kapitalbedarf noch zu hohen Kursverlusten kommt.

Und auch unser Tipp vom Anfang kommt wieder ins Spiel: Investieren Sie vielseitig und streuen Sie das Risiko über die verschiedenen Anlage- und Sparmöglichkeiten.

Das kann Bank

Bei der DKB gibt es momentan über 400 ETF-Sparpläne, aus denen unsere Kunden wählen und sich langsam an den Handel mit Wertpapieren herantasten können. Die Depotführung im DKB-Broker ist kostenlos. Auf dkb.de finden Interessierte weitere Informationen zum Sparplanangebot der DKB sowie die beliebtesten ETF-Sparpläne unserer Kunden. Im Marktüberblick gibt es zudem alle wichtigen Detailinformationen zu einzelnen ETFs.

Wer Geld sparen will, legt es auf dem kostenlosen DKB-Broker an.

Tipp: Vergessen Sie nicht, Ihre Wertpapiere bei Bedarf mit einer Stop-Loss-Order abzusichern.

Mehr über ETFs erfahren Sie hier: https://www.extra-funds.de/wissen-ueber-etfs/was-ist-ein-etf/