Teamwork leben.

Willensstärke und Teamgeist sind die zwei Eigenschaften, die ein Sportler braucht, um erfolgreich zu sein. Was im Sport zählt, wird auch bei der DKB jeden Tag gelebt. Aber wie ruft man nicht nur für sich selbst, sondern auch für sein Team die beste Leistung ab?

Wenn Biathlet Erik Lesser nicht alles gibt, hat sein Team in der Staffel keine echte Chance. Für eine herausragende Mannschaftsleistung setzt er sich besonders unter Druck. “Wenn ich gut funktioniere, kann ich den anderen helfen, besser zu werden. Und wenn sie besser werden, machen sie mir den Stuhl heiß. Dann heißt es für mich wieder: Jetzt muss ich noch eine Schippe drauflegen.Auch wenn Erik mental und körperlich alles gibt, ist der Erfolg keine Selbstverständlichkeit. Die Mannschaft muss den Einzelnen auffangen. Ob sie gewinnt oder verliert, sie trägt das Ergebnis gemeinsam.

Ein Fechter wiederum braucht Schnelligkeit, Ausdauer, einen freien Kopf und fokussiertes Denken. Fechten ist Schach im Formel-1 Tempo. Doch das 1 gegen 1 wird im Mannschaftsfechten zur komplexen Teamleistung. Zum beruflichen Leben zieht Fecht-Europameister und DKB-Bereichsleiter Thomas Pönisch Parallelen. Die Herausforderung, unter Zeitdruck Entscheidungen zu treffen und schnell auf neue Situationen zu reagieren, wenn ein Plan nicht aufgeht. Nicht zuletzt auch das Vertrauen in die eigene Intuition. „So gerne ich auf die Fechtbahn gehe, so gerne gehe ich auch morgens ins Büro. Man braucht im Job genauso wie im Sport einen langen Atem und Durchhaltevermögen, man braucht den Willen und die mentale Stärke. Es gilt, mit offenem Visier zu kämpfen und dazu gehört es auch, im Falle eines Fehlers, diesen zu akzeptieren. Offen und zielorientiert muss auch die Herangehensweise im Umgang mit dem Team sein: Verantwortung übernehmen und Entscheidungen treffen“, so Pönisch.

Den Blick nach vorne richten

Zu den Besten zu gehören, hohe Erwartungen auszuhalten und zu erfüllen, dabei aber trotzdem nicht den Spaß an der Sache verlieren: das ist das Motto der Biathletin und siebenfachen Weltmeisterin Laura Dahlmeier. Die Athletin gehört zu Deutschlands Top-Anwärterinnen auf einen Podestplatz bei den Winterspielen in Pyeongchang. Trotz des Leistungsdrucks bleibt sie optimistisch und bodenständig, will im Training weiter an sich arbeiten und jeden Tag ein bisschen besser werden. Aber auch mal Abstand gewinnen und neue kleine Abenteuer und Herausforderungen suchen. „In 10 Jahren kann ich mir nicht mehr vorstellen, im Biathlonzirkus mitzumachen. Ich hoffe, ich habe die Winterspiele 2018 dann noch einmal positiver in Erinnerung. Wäre natürlich schön, wenn man zur Vitrine geht und da eine Medaille sieht“, wünscht sich Dahlmeier.

Die Höhen und Tiefen gehören dazu. Die Frage ist, was man daraus lernt, weiß DKB-Eventmanagerin und frühere Snowboard Welt- und Europameisterin Sandra Farmand. „Dabei sein ist alles“ hielt sie früher immer für eine Floskel. Das 1. Mal mit den Besten der Welt zusammen im Olympischen Dorf bei den Winterspielen in Nagano zu sein, war für sie aber ein so beeindruckendes Erlebnis, dass sie es nach Nagano direkt noch einmal wissen wollte. 3 mal täglich Training, um optimal auf die Winterspiele in Salt Lake City vorbereitet zu sein. Dann der Schock: 3 Wochen vor den Spielen bricht sie sich im Wettkampf den Fuß. Die Enttäuschung über die Verletzung war groß — aber auch eine Chance, daran zu wachsen und mit Niederlagen umgehen zu lernen: “Ich würde alles wieder so machen, es hat sich gelohnt. Man muss immer alles geben, was man kann. Wer was erreichen möchte, muss etwas riskieren. “

Viel hat sich nach 2002 für die leidenschaftliche Sportlerin nicht geändert: morgens früh aufstehen, die Herausforderungen des Büroalltags mit sportlichem Ehrgeiz bewältigen, und nach der Arbeit für den nächsten Triathlon trainieren.

Sandra Farmand und Thomas Pönisch.

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