Das (un)sichtbare Machtgefüge — Teil 2

Schon während der 1. Teil dieser Gedanken verfasst wurde, dämmerte es mir, die eigentlich zum Ausdruck bringen wollende Idee nicht vollends erfasst und dargelegt zu haben. Es ist natürlich ein komplexes Thema und das was ich hier tue, ist keine wissenschaftliche oder Gesellschaftspolitische Abhandlung, sondern eine freie, intuitive Erfassung einer komplexen Materie.
Etwas das eher in Richtung Empfindung neigt, so als fühle man, dass etwas nicht stimmt, jedoch noch nicht komplett in Gedanken offenkundig oder in Worten auszudrücken.
Neben der unzureichenden Darlegung, kommen neue Gedanken hinzu und darum geht es in diesem Eintrag…
Dies basiert teilweise auf einem Gedanken eines Mitglieds der in Deutschland jüngst in vielerlei Hinsicht in Erscheinung getretenen Gruppe der Identitären, die kürzlich ein Schiff angeheuert haben, vor der Küste Griechenlands zu demonstrieren.
Wahrscheinlich hat spätestens jetzt ein Großteil der Leser, denen diese Gruppe bekannt ist, und sie, aufgrund der eigenen Gesinnung, entweder ganz ablehnen oder zumindest zwiespältig wahrnehmen. Dies ist in Ordnung! Mir selbst ist sie noch zu wenig bekannt, als das ich mir ein Urteil bilden könnte und auch wenn mir alle Information offenlegen würde, so denke ich, dass in einem demokratische Land wie Deutschland jede Gruppe das Recht hat für Ihre Gesinnung und die Verbesserung einzutreten.
Am Ende darf niemand für sich in Anspruch nehmen 100% im Recht zu sein, geschweige denn schon aus Prinzip der Herkunft des eigenen Lagers, sich auf der Seite der Gerechten zu wähnen. Damit beginnt nämlich die Kontrolle der Gedanken und der Anfang vom Ende jeglicher Diskussion, ein essentieller Grund warum Deutschland nicht vorankommt.
Jedenfalls ging es bei den Gedanken um die Wahrnehmung von Freiheit, welches ich gleich in verschiedenen Gesprächen teilen musste…
»Gestern habe ich etwas Interessantes gehört, was ich noch durch ein paar Punkte erweitere:
Wenn man sich in Deutschland (oder der westlichen Welt) normal verhält, arbeiten geht, vor dem Rechner sitzt, spielt, konsumiert, verreist, durch friedliche Straßen läuft, durch die Wälder spaziert, am WE in den Club, in der Freizeit ins Kino, Fitnesscenter, was auch immer, geht, im Kleinen
rebelliert, in dem man dann und wann einen Joint raucht, mal schneller oder eine Ampel überfährt, eine Konsequenz freie, gemäßigte Kritik an Staat & Regierung usw. übt, also relativ normal lebt, kann man sich ziemlich frei fühlen.
Auch politische Aktivität, im Rahmen der gewünschten Meinung, ist in Ordnung. Alles scheint möglich! Aber sobald man kritischer hinterfragt, was in Lehrbüchern, den Medien, in der Politik etc. als gültig und richtig angesehen, ja indoktriniert wird, wie man Geschichte, Gesellschaft usw., zu sehen hat, in diesem Rahmen aktiv wird, gegen gängige Ansichten und eigentlich geforderte Gedanken geht, wird die Freiheit ziemlich begrenzt.
Keine Verhaftung natürlich, aber Diffamierung, gewisse Gruppen zuordnen, Ausgrenzung, mehr und mehr Verfolgung, Gewalt, Bedrohungen usw. Doch der Staat geht immer weiter in der Ausweitung dessen, was noch zugelassen wird und man sagen darf. Mehr Kontrolle…
Aber es dauert ewig, einzugestehen, dass es Probleme durch die extreme Zuwanderung gibt, in Moscheen Hass, Intoleranz, Unterwanderung gepredigt und geplant wird. Gefährder, Verbrecher, Verurteilte bleiben oder gehen straffrei aus, während gewisse Dinge nicht mehr benannt werden dürfen. Sofort ist es Hasssprache, man ist rassistisch etc. Demokratische Parteien, Gruppen gegen die gewünschte Staatsgesinnung, Multikulturellen Pläne, die immer dieselben sind, aber doch aus der Erfahrung wenig bringen, wenn die Gäste nicht bereit sind usw. werden von vornherein diffamiert, während man sich selbst als gerecht und menschlich hinstellt. Nichts passiert oder wird anders gemacht.
Es läuft was schief in diesem Land und Europa…
Wir als Volk sollen alles dulden, schweigen, arbeiten, konsumieren, den Kopf ausschalten oder hinhalten, man will uns die Identität rauben! Die Etablierten wollen den Status Quo aufrechterhalten, ihre Macht bewahren…
Man muss blind, taub, stumm, dumm, feige und ignorant sein, dies nicht zu sehen. Alle Kritiker regt auf, dass trotz allem nichts passiert, genau wie viele es machen, schöngeredet, heruntergespielt und auf dem eigenen Standpunkt beharrt wird, ohne Taten, nur Worte, weil man in Wirklichkeit nichts tun will!
Es läuft was falsch in der Welt… Will man noch länger tatenlos zusehen?«
Freiheit kann also subjektiv wahrgenommen werden, je nachdem wo man steht, was einem wichtig ist oder wird. Natürlich sind wir, wie oben erwähnt, weit von Verhaftungen wie in der Türkei, China und anderen Diktaturen entfernt.
Die neuerliche Bewunderung von starken Politikern und eben jenen Ländern, scheint mir fehlgeleitet zu sein.
Klar, auch in diesen Ländern kann man scheinbar frei leben, wenn man konform denkt, sich im Rahmen des erlaubten Gedanken- & Lebensmodells bewegt und alles was einem im Leben interessiert mit Konsum, Reisen, Bildung zu tun hat. Die Grenzen sind jedoch schnell erreicht. In jenen Ländern noch viel schneller als in der westlichen Welt.
Doch auch hier verwischen diese Grenzen, besonders wenn die Regierung sich selbst als unfehlbar, im Recht, ja auf der zuvor erwähnten Seite der Gerechten sieht, das eigene Land und seine Bevölkerung nicht mehr respektiert, über deren Köpfe hinweg, gegen ihre Interessen, auf Kosten von Sicherheit, Vernunft und Lebensqualität für alle Menschen entscheidet. Wie im Fall der Migrationskrise.
Kritik ist ungewünscht, quasi nicht erlaubt, wird im Keim erstickt, Kritiker diffamiert, Informationen zurückgehalten, auf gewisse Art und Weise präsentiert, um gewünschte Reaktionen und Gedanken hervorzurufen. In diesem Augenblick ist die so oft beschworene Freiheit oder wenigstens die Wahrnehmung dieser schnell limitiert und vor allem spürbar.
Der Staat führt sich heuchlerisch auf…
Es gibt natürlich einen großen Unterschied in der Freiheit, aber Mächtige haben in allen Systemen ihre Ziele und Vorstellungen darüber wie ein Volk zu funktionieren hat. Warum wird dies schöngeredet oder unterschlagen?!
DkS, 06.08.2017


