Die Welt als Spielwiese der Mächtigen

Der einfache Mensch als Unterstützer des Spiels

Es ist ein seltsames Gefühl den Tag mit einer weiteren Nachricht darüber zu beginnen, dass Nordkorea eine seiner Raketen über die japanische Insel Hokkaido hat fliegen und auf der anderen Seite ins Meer stürzen lassen.

Man kommt nicht umhin zu denken:

Wann hört es endlich auf, dass ein paar dumme, verirrte und sich gegenseitig mit Machtspielen provozierende Mächtige, die Welt an den Rand eines Krieges und die Gefahr von totaler Zerstörung bringen?!

Und wie müde man als einfacher Mensch ist von diesen Spielen…

Wie sinnlos, kleingeistig und fehlgeleitet sie sind.

Und man fragt sich:

Wie lange will das Volk dies noch mit ansehen und dulden?

Und spätestens jetzt, werden die meisten Menschen sagen:

Was soll man dagegen tun?
Die Obrigkeit ist zu weit entfernt.
Wir sind alledem ausgeliefert, ohne Handlungsfähigkeit…

Und dann würde ich antworten, was mir jetzt durch den Kopf geht:

Nein, das stimmt nicht! Wir, als Volk, spielen das Spiel mit, in dem wir uns dem Machtgefüge unterordnen, es akzeptieren und ebenfalls zum Spieler werden, um selbst Macht, Prestige, Geld usw. zu erhalten.

Wer sind die Menschen, die um jede Art von Diktator, Präsident, Kanzlerin, Kriegsherr, Anführer etc. herumtanzen und schweigen, wenn es Befehle zum Abschuss einer Rakete oder zum Massenmord oder zur Einwanderung (und damit schleichender Überbevölkerung und Verdrängung) auf Raten kommt?

Um nur einige aktuelle Beispiele zu nennen…

Auch dies sind nur Menschen, die irgendwo angefangen haben.

Es heisst, wir sind Teil einer Leistungsgesellschaft, jeder ist selbst seines Glückes Schmied und hat es in der Hand. Oder genauer gesagt:

Ihr kennt das Spiel, ihr kennt das Ziel, arbeitet hart und ihr werdet irgendwann ebenfalls an die Reihe kommen, den Rest der Menschheit übers Ohr zu hauen, Geschicke zu befehligen und in der Hand zu halten, an den Rand des Abgrunds zu bringen und aus all den Dingen für Euer Leben und das Eurer Familien zu profitieren.

Natürlich ist die Realität unserer Leben weitaus komplizierter!

Im seltensten Falle, wenn überhaupt, liegt Vorsatz dahinter. Der Mensch will nur leben, wachsen, sicher sein, eine Familie gründen, frei von Sorgen und Nöten sein und all das ist gut und richtig so.

Aber dennoch darf man nicht vergessen, dass all die Mächtigen auch nur Menschen und keine Götter sind! Dass man als Mensch abwägen kann, welchem Befehl man folgt und welchem nicht.

Das benötigt aber Wissen!

Wissen und Klarheit darüber auf welcher Seite man steht…

Auf welcher Seite die Gegenseite steht.

Denn viele der Untergebenen fühlen sich im Recht, empfinden Feinschaft gegenüber der anderen Gruppe und daher die Befehle nicht einmal verkehrt.

Und es scheint schwer hier eine Regel zu finden…

Mir kommt der Gedanke, dass es doch einfacher ist als man denkt:

Führen Befehle, Anweisungen usw., zum Leid eines Menschen oder ganzer Völker, ob im Kleinen oder im Großen, scheint eine Verweigerung machbar oder wenigstens nachvollziehbar.

Dies könnte im Kleinen beginnen:

„Von der Herstellung des Metalls für Waffen bis hin zum Befehl des Abschusses.“, um beim Militärbeispiel zu bleiben.

Und schon höre ich viele Stimmen richtigerweise sagen:

„Aber all diese Schritte sind mit Arbeit verbunden, dem Leben, ja Überleben von Menschen, ihren Familien und ganzen Völkern!“

Das stimmt natürlich, aber es könnte auch zu Leid, Zerstörung und Tod führen!

Rechtfertigt unser unmittelbares Überleben das Leid anderer?

Eigentlich sollte es schon reichen, wenn sich an irgend einer Stelle der langen Befehlskette jemand verweigern würde, dieses oder jenes zu tun. Was natürlich wiederum eine Gefahr für diesen Menschen selbst oder das Leben seiner Familie hat — die Verkettung ist endlos und zeigt wie perfide das Machtgefüge ist, denn an irgend einer Stelle der Reihe, wird es jemanden geben, der nachgibt und man muss es nicht einmal Schwäche nennen. Der Instinkt zum Überleben oder dem Schutz der eigenen Leute ist ein wesentlicher Aspekt der menschlichen Natur.

Es scheint hoffnungslos …

Und daran sieht man, dass es Zeit wird, das System selbst zu ändern!

Ich glaube immer noch, dass an einer der unzähligen Punkte, Verweigerung möglich ist, wenn etwas Tod, Zerstörung, Bedrohung usw. zur Folge hat. Dies muss doch möglich sein?

Die Menschheitsgeschichte hat tausende Jahre dieses Spiels hinter sich und dennoch scheinen wir keinen Schritt weiter uns davon zu lösen.

Es wird erst aufhören, wenn genug Menschen die Perfidität und Boshaftigkeit des Spiels erkennen, das Machtgefüge dahinter und die trügerischen Köder von Luxus, Macht, Geld, etc., am Ende des Spiels, und das einfache Überleben an seinem Anfang.

Jedenfalls, möchte ich nicht jeden Tag mit einer solchen Nachricht aufwachen oder irgendwann, mitten in der Nacht, aus dem Schlaf gerissen werden, weil eine Rakete auf dem Weg ist und wir evakuiert werden müssen.

Es ist mir auch ein Rätsel warum immer noch nicht miteinander gesprochen und verhandelt wird, ich meine, alles scheint doch besser als die konsequente, aus allem resultierende und drohende Gefahr. Oder doch nicht?

Das Spiel hat gewiss viele perverse Richtungen, je elitärer es wird und welche dem Menschen verborgen sind.

Oder wir werden tatsächlich nur von Irren angeführt, von Blinden und Tauben und Stummen, die uns in den Abgrund drängen, weil sie selbst nichts sehen, hören und verstehen.

Uns bleibt nur die Hoffnung, dass an irgend einer der vielen Stellen in der Befehlskette, jemand mit Weitsicht, Klarheit, Verständnis, Mitgefühl und Liebe agiert, die Verantwortlichen berät und auf eine friedvolle, nicht noch mehr Leid und Unheil hervorbringende Lösung bringt.

Denn als Menschen sind wir müde vom Spiel der Mächtigen und ich bin mir sicher, dass viele von uns, auch nicht mehr bereit sind, dieses weiterhin zu unterstützen…

DkS, 29.08.2017


Die Welt als Spielwiese der Maechtigen als Skizze…