6 Monate Digital Frontiers

Quelle: geralt, via Pixabay (CC0)

Freitag, fünfter Oktober, zwei Quartale, oder anders gesagt sechs Monate, ist Digital Frontiers jetzt als Consulting Unternehmen operativ tätig, getreu unserem Motto: “Wir helfen unseren Kunden und haben Spaß dabei”. Höchste Zeit für eine offene und ehrliche Bestandsaufnahme: was haben wir uns vorgenommen, was haben wir erreicht?

Schwarze Zahlen

Beginnen wir mit der besten Nachricht: Wir schreiben seit dem ersten Tag schwarze Zahlen. Unser Konzept, unseren Kunden qualitativ hochwertige Unterstützung anzubieten geht auf. Wir sind gut in der Branche vernetzt, unsere Themenschwerpunkte Cloud, agile Softwareentwicklung und Softwarecraftmanship treffen den Geist der Zeit. Wir sind technologisch modern aufgestellt und haben ein tiefes Verständnis für unser Handwerkszeug. Kurzum: alle unsere Consultants sind seit Tag 1 im Projekt und unsere Kunden wollen keinen von ihnen ziehen lassen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht, könnte ich diesen Blogpost beenden. Wir sind ein gesundes Unternehmen, machen Gewinn, haben 100% Auslastung — was fehlt denn?

Wir wollen mehr

Kurz und knapp: Wir sind mit anderen Schwerpunkten angetreten. Ja eine Firma muss Gewinn machen, alleine schon um für wirtschaftlich schwierigere Zeiten gewappnet zu sein, aber der Gewinn stand für uns nie im Vordergrund. Wo liegt dann unser Fokus?
Greifen wir nochmal unser Motto auf: “Wir helfen unseren Kunden und haben Spaß dabei”. Wir haben zufriedene Kunden, zufriedene Kunden führen zu Aufträgen, Aufträge führen zu Gewinn. Soweit alles im grünen Bereich, soweit kein Unterschied zu anderen Consultingunternehmen. Wir sind aber angetreten, um anders zu sein. Nicht nur weil wir schrille Farben haben — ist unser grün nicht cool? Der Spaß an der Arbeit soll im Vordergrund stehen.

Wissen ist Macht

Bleibt die Frage: wie wollten wir für mehr Spaß bei der Arbeit sorgen?
Ein zentraler Aspekt für Spaß an der Arbeit ist unserer Meinung nach abseits von Kundenprojekten Freiräume zu haben sich mit Themen auseinanderzusetzen, die einen interessieren. Nicht jedes Tool lässt sich im aktuellen Kundenprojekt einsetzen, nicht jedes Framework ist reif für produktive Projekte und nicht jede Technologie ist für die aktuellen Projektanforderungen geeignet. Dennoch soll jeder bei Digital Frontiers sich selbst verwirklichen können, sich mit den Themen auseinandersetzen können, die ihn interessieren, die ihm Spaß bereiten. Unser Weg das zu erreichen: konsequentes Umsetzen der 20% Zeit. Konkret heißt das, wir wollen nicht die Profite maximieren, sondern jedem Mitarbeiter stehen 20% seiner Arbeitszeit zur freien Verfügung, um sie in die Themen zu investieren, die ihn abseits der Kundenprojekte interessieren, fordern und weiterbringen. Mehr zur 20% Zeit bei Digital Frontiers im Blogpost meines Kollegen Joachim.
Auch hierzu will ich jetzt nach etwas mehr als 6 Monaten ein Fazit ziehen. Insbesondere am Anfang mussten wir die 20% Zeit etwas missbrauchen — eine junge Firma hat einen gewissen Organisationsoverhead — Website, Infrastruktur, Prozesse, auch dieses Blog — all das muss zu Beginn organisiert werden, bevor man zu 100% durchstarten kann und natürlich ist dabei auch die 20% Zeit nicht unverschont geblieben. Aber inzwischen sind wir angekommen. Jeder hat seine Themen gefunden mit denen er sich ausführlicher beschäftigen möchte — Kotlin, Scala, Rust, Spring Cloud Pipelines — die Liste ist vielfältig und wir haben auch alle die Zeit und Ruhe uns damit zu beschäftigen.

Wissen teilen macht noch mächtiger

Mit dieser Zeit und Ruhe sich mit Themen auseinanderzusetzen erreicht man natürlich auch Ergebnisse und genau diese Ergebnisse sind entscheidender Beitrag zu einem unserer weiteren Hauptziele: Wissen weitergeben. 
Wissen weitergeben hat viele Vorteile. Einerseits sagt man so schön, man hat etwas erst wirklich verstanden, wenn man es auch erklären kann, andererseits ist das Weitergeben von Wissen aber für sich schon ein wertvoller Softskill, der, wenn man den Weg gefunden hat auf den man selbst sein Wissen gerne teilt, auch noch viel Spaß bereiten kann. In dieser Hinsicht können wir auch sagen: wir sind einen guten Schritt weiter. Unser Blog nimmt Fahrt auf — nicht nur mit diesem Post, sondern wir haben aktuell auch Posts zu Scala, Kotlin und Rust in der Pipeline. Und nicht nur die Eröffnung unseres Blogs zeigt, dass die 20% Zeit Ergebnisse liefert. Am kommenden Freitag haben wir unseren ersten internen Workshop — Kotlin für Java Enwickler

Auch extern geben wir unser aufgebautes Knowhow gerne direkt weiter. Meine Kollegen Frank Scheffler und Florian Pfleiderer sind auf der OOP 2019 als Speaker angenommen und geben dort Einblicke in Spring Cloud Pipelines.

Wachstum

Ein weiteres Ziel haben wir uns gesetzt: Mehr Talente von unseren Konzepten zu überzeugen. Wir glauben daran, dass unsere Schwerpunkte den Geist der Zeit treffen und unsere Balance aus kundenorientiertem Geldverdienen und interessengetriebener Einarbeitung in zukünftige Technologien ein herausfordernes, aber auf befriedigendes Arbeitsumfeld bieten. Bisher haben wir zu unseren Ideen für ein modernes IT-Beratungsunternehmen überwiegend positives Feedback bekommen, aber leider wirkt unsere Größe oftmals abschreckend und natürlich gehören IT-Talente zu den meistgesuchten Fachkräften, sodass wir bisher nur geringfügig wachsen konnten. Aber wir bleiben zuversichtlich und vielleicht suchst ja Du eine neue Heimat und möchtest mal auf unserer Karriereseite vorbeischauen?

Bereit für die Zukunft

Trotz des Wermutstropfens, des schleppenden Wachstums kann ich insgesamt nur ein absolut positives Fazit ziehen. Wir haben viel erreicht, aber noch mehr vor und mit unserem tollen, wissenshungrigen aber auch erfahrenen Team sind wir bestens aufgestellt für viele weitere Jahre. Und ich behaupte jetzt mal ganz dreist: Wir alle freuen uns darauf.