Das Kunstmuseum St.Gallen digitalisiert sich

Der Weg zur Diplomarbeit “Kunstmuseum St.Gallen goes Social Media”


Im November und Dezember 2016 ging es für mich an die Diplomarbeit bei Cast / Audiovisual Media. Ein Fokus war schnell gesetzt: Social Media!

Anfangs war bereits klar, dass ich die Social Media-Beratung und Strategie für ein Museum übernehmen wollte. Für mich stand fest, dass die Abschlussarbeit, gerade bei Cast, keinesfalls ein alleinstehendes Projekt bleiben sollte, sondern auch etwas nachhaltiges für das entsprechende Museum. Auch war mir die Kooperation mit einem Partner aus der ‘realen’ Welt wichtig, da somit die Zahlen nicht fiktiv sein würden — tatsächlich Menschen angesprochen würden, worum es bei Social Media letztendlich geht. Digitalisierung sollte auch im Kunst- und Kulturbereich nicht länger fehlen.

Mögliche Partner zur Zusammenarbeit waren schnell gefunden, Museen und Kulturinstitutionen ohne starken oder aussagekräftigen digitalen Auftritt. Unter anderen standen das Richard Wagner Museum in Luzern oder auch das Nordamerica Native Museum in Zürich auf meiner Liste. Mit dem Kunstmuseum St.Gallen konnte ich jedoch meinen Wunschkandidaten für meine Arbeit gewinnen.

Erste Gespräche fanden dann ziemlich bald im Januar statt. Von Anfang an war klar, dass ich autonom entscheiden und walten würde. Seitens des Kunstmuseum St.Gallen war Irina Wedlich, Kommunikation und Marketing, meine erste Ansprechperson und ihr gegenüber würde ich Rechenschaft ablegen müssen — für jeden Beitrag, jedes Video und jede Story. (Irina war jedoch überaus zufrieden mit meiner Arbeit, wie sie mir abschliessend in einem Interview Anfang Mai verriet. Mehr dazu in einem zukünftigen Blogpost.)

Nun sollte ich mich an ein konkretes Konzept und einen Redaktionsplan für die Umsetzung machen. Nach meiner Theoriearbeit, die ich im Januar und Februar schrieb, erarbeitete ich im März ein Konzept für das Kunstmuseum St.Gallen. Darin legte ich fest in welche Richtung meine “Übernahme” der Social Media Kanäle gehen sollte, welches die zu beachtenden KPIs sein sollten und wie viele Posts in etwa pro Tag geplant waren. Des Weiteren habe ich einen klaren Redaktionsplan erstellt, auf dem alle Accounts, sowie die entsprechenden Posts pro Tag, im Überblick zu sehen waren.

Der Redaktionsplan mit allen Profilen und Beiträgen (geplante, sowie bereits veröffentlichte)

Die Zusammenarbeit gestaltete sich bereits in dieser ersten Planungsphase sehr einfach, da wir vor allem auf die Google Drive-Dienste und Trello-Boards setzten, aber auch regelmässige Treffen ausmachten. Mir war es vor allem wichtig, dem Kunstmuseum St.Gallen jederzeit volle Einsicht in mein Vorhaben zu gewähren, denn nur so konnten sie mir auch ihre Social Media-Accounts voll und ganz überlassen und anvertrauen.

Irina Wedlich und ich haben uns dann auf eine dreiwöchige Übernahme von Facebook, Instagram und Twitter geeinigt. Ich würde vom 14. April bis zum 5. Mai die Geschicke der digitalen Kommunikation des Kunstmuseums führen. Dies nicht bloss redaktionell, sondern auch in der Produktion.

Anfang April war ich mehrere Tage im Museum, um besonders viel Content zu gewinnen. Diesen konnte ich zu ersten Posts verarbeiten, fand mich aber schon bald täglich wieder im Museum — vor allem für die Instagram Stories, die immer vor Ort erstellt wurden.

In der Woche vor Beginn meiner Zeit als Social Media Manager gab es jedoch noch einiges zu tun: Zahlen festhalten und Statistiken zusammentragen, alle Kanäle und Accounts auf meinem iPhone und Laptop installieren, Equipment und Tools bereitstellen, sowie die Ankündigung bei Freunden und Verwandten.

Nun konnte es endlich losgehen mit dem tatsächlich sichtbaren Teil meiner Diplomarbeit — sharing und posting für “Kunstmuseum St.Gallen goes Social Media”.

“Kunstmuseum St.Gallen goes Social Media” ist die Diplomarbeit von Eloy Martinez. Er ist Student an der Zürcher Hochschule der Künste in der Vertiefung Cast / Audiovisual Media und beschäftigt sich mit digitalen Medien, insbesondere den sozialen Netzwerken und Kommunikation.

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