Wochenbericht 24
Ich fühle mich momentan dauerhaft gehetzt, um bis Dezember fertig zu werden. Gleichzeitig verliere ich den Überblick über meinen Fortschritt, da ich mich nur auf das konzentriere was noch zu tun ist. Und daraus entsteht das Gefühl, dass ich nicht weiter komme. Eine super Gelegenheit einen Moment innezuhalten und in einem Wochenbericht über die letzte Woche nachzudenken.
Letzte Woche habe ich die Fassade so weit wie möglich fertig gemacht. Keine mentalen Zusammenbrüche mehr, nur schnelle Arbeit mit schönen Ergebnissen. Ich habe 4 Bleche vorbereitet und Jürgen hat beim Aufhängen geholfen. Von den neu aufgehängten Blechen könne ich dann neu Maß nehmen und die Nächsten vorbereiten. Der einzige fehlende Teil ist nun um den Durchgang des Ofenrohrs herum. Ich warte noch auf das Wandelement, das das Holz vor der Hitze des Rohres schützt. Die Anpassung der Fassadenplatten um diesen Kalziumsilikatblock herum wird die letzte Herausforderung der Fassade sein.
Als es für die Fassade nichts mehr zu tun gab, benutzte ich zum ersten Mal die Tischsäge in der Werkstatt. Mehrere Teile für den Innenraum mussten noch geschnitten werden. Es war schnell auf der großen Säge erledigt und die Teile passe einigermaßen. Sie sind nicht perfekt, aber für die Innenwände sind sie in Ordnung. Allerdings muss ich bei den Möbeln deutlich präziser werden. Meine Beobachtung ist, dass die Tischsäge gut für größere Stücke funktioniert, aber nicht für Kleine. Ich musste einige der 45-Grad-Schnitte mit der Kreissäge machen, weil die Teile zu klein für den Anschlag der Tischsäge waren.

Am Freitag hatte ich ein letztes Gespräch mit Marc über das Dach. Einige Fragen hatten sich in den letzten Tagen angesammelt und Marc nahm sich die Zeit, jede einzelne gründlich zu diskutieren. Es stellt sich heraus, dass die Kantteile des Daches an die Winkel meiner Dachkonstruktion angepasst werden müssen. Leider werden diese Teile zuerst montiert, was die Dachfertigstellung weiter verzögert. Trotzdem hoffe ich, dass große Teile des Daches Ende nächster Woche fertig sind.
Den ganzen Samstag und die Hälfte des Sonntags war ich bei einem Turnier, in dem mein Bruder mitgespielt hat. Also keine großen Fortschritte. Am Sonntagabend half mir der CFO — Florian bei der Montage der ersten Dachlatten. Am nächsten morgen haben wir weiter gemacht und jetzt sind die Latten zu 90% fertig. Es gibt noch einige kleinere Aufgaben, z.B. das Ausarbeiten des Insektenschutz am Dachrand.
Im Moment habe ich keine Ahnung, ob ich im Dezember fertig werde. So absolut gar keine Ahnung. Die Liste der offenen Dinge, ist nicht mehr so lang. Aber ich kann nicht abschätzen wie lange es dauert, einen Punkt der Liste abzuschließen. Z.B. das Dach: Nur wenn man wirklich anfängt, kommen Probleme zu Tage, die man vorher nicht sehen konnte. Ein weiteres Beispiel ist der Boden. Der muss verstärkt werden, da der aktuelle OSB-Blindboden nicht stabil genug ist, um die Vinylplanken später richtig zu stützen. Resultiert in zusätzlicher Gewichts- und Kostenberechnung, Materialauswahl, Bestellung und Installation.
Aber die einzig vernünftige Option ist, alles zu geben, jede Woche mehr zu machen als man eigentlich möchte und den Fortschritt zu verfolgen, um die Motivation nicht zu verlieren. Mal sehen, wie sich das entwickeln wird…..
