Luxusproblem Wachstum


Flüchtlingskrise, „Dieselgate“, Eurokrise, Wachstumseinbruch in Russland und Südamerika, „normalere“ Wachstumsraten in China, Frankenschock — wo auch immer man hinschaut, überall scheinen Risiken für die Wirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu bestehen. Und doch halten sich diese drei Länder im internationalen Vergleich gut bis sehr gut. Auch die mittelständischen Fertigungsbetriebe schlagen sich wacker, gerade weil sie in den vergangenen Jahren Abhängigkeiten von einzelnen Märkten reduziert und in Innovationen investiert haben.

Während andere mit Umsatzeinbußen und Gewinneinbrüchen kämpfen, plagt manche dieser Vorreiter ein ganz anderes Problem. Auch wenn es für viele widersinnig klingen mag und wie ein Luxusproblem aussieht, ist es eine Tatsache: Wachstum stellt für alle Unternehmen eine Herausforderung dar, die in handfeste Krisen führen und die weitere Unternehmensentwicklung hemmen kann, selbst Rückschläge sind denkbar und treten sogar nicht selten ein.

Lust und Last des Unternehmers

Eine der wichtigsten Unternehmerqualitäten besteht darin, stets das große Ganze im Blick zu haben, alle Bereiche eines Unternehmens zu kennen und aufeinander abgestimmt zu entwickeln. Für viele dieser Gründer-Geschäftsführer ist es geradezu eine beglückende Erfahrung, nicht auf eine einzelne Tätigkeit festgefahren zu sein, sondern sich sowohl mit Produktentwicklung als auch Marketing, mit Finanzen wie mit Kundenservice und Vertrieb beschäftigen zu dürfen. Da macht es in der Regel auch nichts aus, Überstunden zu leisten und viele Handgriffe selbst zu erledigen.

Wer mit so viel Leidenschaft und Fleiß seine Sache angeht, wird oft mit Erfolg belohnt. Doch was als beglückende Erfahrung beginnt, endet nicht selten in einem erdrückenden Mikromanagement mit wachsendem Burnout-Potential. Denn der Tag hat auch für den fleißigsten Geschäftsführer nur 24 Stunden.

Das Problem dabei wäre nicht einmal so sehr, dass mal ein paar Sachen liegenbleiben. Viel schlimmer ist, dass die übergroße Arbeitsbelastung die Qualität der Entscheidungen beeinträchtigt. In einer solchen Situation denken die Mitarbeiter immer öfter: „Hätte ich es nur selbst entschieden, aber ich darf ja nicht!“ Wenn sich diese Gedanken häufen, tritt Frustration ein, zuerst nur bei einzelnen, dann bei immer mehr Kollegen. Die Euphorie der Gründung und des anfänglichen Erfolgs verblasst und schon bald fällt es schwer, sich diese positiven Gefühle überhaupt noch ins Gedächtnis zu rufen.

Richtig führen statt loslassen

Die Schilderung dieser Krisensituation, die sicherlich die meisten von uns schon einmal in der einen oder anderen Form erlebt haben, ist freilich kein Plädoyer für mehr Yoga oder Selbsterfahrungsseminare — deren Wert ich im Übrigen gar nicht abstreiten will. Mir geht es eher darum, die Tatsache in Erinnerung zu rufen, dass ein Geschäftsführer auch in einer solchen Situation führen muss. Und natürlich benötigt er auch weiterhin und umso mehr Transparenz und Einblick in alle Bereiche seines Unternehmens, je schneller es wächst.

Und genau hier kommt die Technik ins Spiel. Denn viele seiner Aufgaben kann ein Geschäftsführer mithilfe der richtigen Unternehmenssoftware automatisieren. Gleichzeitig sammelt eine solche Lösung automatisch alle nötigen Daten und Informationen, um stets und auf Knopfdruck zu wissen, was im Unternehmen wie und in welcher Qualität passiert. Der Widerspruch zwischen Erfolg und Wachstum auf der einen Seite und unternehmerischem Engagement und einer qualitativ hochwertigen Führung auf der anderen lässt sich also mit den richtigen Werkzeugen auflösen.


Originally published at www.applus-erp.de.

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