8 Wochen Elternzeit in Schweden, Norwegen und Dänemark
Wir wagen das Abenteuer unterwegs im Brownie
Über ein Jahr haben wir uns auf diesen Tag gefreut – den Start unserer Elternzeit. Seitdem wir wussten, dass wir Eltern werden, war für uns klar: wir wollen die zwei Monate nutzen, um unserer liebsten Beschäftigung nachzugehen, dem Reisen. Acht Wochen unterwegs sein, ohne Zeitdruck den Tag im Freien verleben, ganz konzentriert auf unseren kleinen Familienkokon.

Aber kurz von vorn: wir, das sind Theresa und Moritz aus Erfurt. Ende Januar erblickte unsere Tochter Madita das Licht der Welt. In unserem Leben zu zweit, haben wir es geliebt die Welt zu erkunden. Flugticket gebucht und dann nur mit dem Rucksack auf dem Rücken treiben lassen durch die Traumländer dieser Welt. Immer ein wenig getrieben vom Entdeckersinn für fremde Kulturen und exotischen Landschaften, dem Aufsaugen jedes einzelnen Moments der immer viel zu kurzen Urlaubszeit.
Unsere Elternzeit soll uns das Reisen nochmal ganz von vorn erlernen lassen – das langsame Reisen mit Baby. Den Rhythmus neu zu entdecken, den so ein kleines Wesen vorgibt. Einfach darauf einlassen, was der Tag, die Umgebung, das Kind von einem fordert. Die kleinen und großen Momente im Detail sehen, in ruhiger Atmosphäre, weniger gehetzt von einem Höhepunkt zur nächsten Touriattraktion.
Um das Ganze entspannt und ohne großen Vorbereitungen angehen zu können, war unsere Idee, einen unserer geliebten Roadtrips zu machen, um möglichst lange Flüge zu vermeiden und die Route in Ruhe von Tag zu Tag bestimmen zu können. Wo reist man im Hochsommer am besten hin mit Baby? Für uns kam nur der Norden in Frage, also haben wir uns ziemlich schnell auf Skandinavien geeinigt. Die kleine Maus sollte sich wohlfühlen in vertrauter Umgebung. Da wir totale Campingfans sind, war die Idee des mobilen Zuhauses schnell klar. Nach einiger Recherchezeit und der Einsicht, dass das ganze Projekt eine Schnapsidee war, da einfach unbezahlbar, meinte es das Schicksal doch noch gut mit uns - durch Zufall haben wir erfahren dass ein guter Freund sich einen Camper gekauft hat. Tara! Es war vollbracht! Der Camper, von uns liebevoll und eindeutig „Brownie“ genannt, wird für 8 Wochen unser zu Hause. (Alternativ empfiehlt sich das Portal für private Vermietungen: www.paulcamper.de)
Die Reiseroute bereitete uns keine großen Sorgen. Reiseführer und ein paar Reisehefte (die Dumont Hefte sind immer ganz cool) besorgt, das wars. Schweden und Norwegen und auf dem Rückweg Dänemark, das war der Plan. Die eigentliche Route entscheiden wir on the road, da unser Reisetempo zu dritt sicherlich anders sein wird, als als Paar und wir gar keine Lust haben uns von unserer eigenen Reisemotivation zu doll zu stressen zu lassen.

Um diese Zeit auch in ein paar Jahren ein wenig festzuhalten, wollen wir hier ein kleines Tagebuch anlegen. Da jeder von uns dreien die Tage anders erleben und seine Erinnerungen auf unterschiedlichen Wichtigkeiten beruhen, haben wir alle drei beschlossen eigene Tagebucheinträge zu fertigen, jeder mit seiner persönlichen Note. Man darf sich also auf die verschiedenen Auslegungen unserer Abenteuer freuen.
Die Vorfreude steigt und wir sind Mega freudig aufgeregt, was die 8 Wochen so alles bringen werden!

