#25: Århus

Kulturstadt 2017 im Regen

Århus hat uns gleich bei der Ankunft positiv überrascht. Zum Mittagshunger haben wir uns als aller erstes auf den Street Food Markt gestürzt. Und das war die richtige Entscheidung. Geniale Atmosphäre mit Leckereien aus aller Herren Länder in nettem industrial Flair. Echt cool. Die Wetteraussichten waren für den restlichen Tag nicht so prall, aber es blieb noch genügend Zeit für das Kunstmuseum. Am Mittwoch hatte das sogar bis 22 Uhr geöffnet, das find ich für ein Museum eine tolles Angebot, da hat man auch als gestresster Arbeitender mal die Chance auf einen langen Besuch. Madita war leider erst ziemlich übermüdet, hat sich nach einer Weile aber doch überreden lassen, ein Nickerchen zu halten. So hatten wir genügend Zeit zum erkunden der Räume und das hat sich wirklich gelohnt. Zumal vor den Fenstern die Welt in einem einzigen Regenguss versank. Da hat der Blick vom Regenbogenpanoramadach perfekt gepasst.

Übernachtet haben wir auf dem Parkplatz des Marselisborg Schlosses, mit dem extra Hinweis, man solle sich vor Dieben in Acht nehmen. Uns haben sie jedenfalls nicht bestohlen.

Den angekündigten Regen haben am nächsten Morgen genutzt und sind in den kostenfreien botanischen Garten gegangen. Cooles Angebot für alle einheimischen und Gäste, unter der warmen Glaskuppel den Regenwald und Wüste umsonst zu erleben. Den Stadtbummel haben wir dann mit ein wenig Regen gemeistert und uns zwischendurch immer zum Shopping in Geschäfte gerettet. Cooles Ambiente hat man auf dem Rooftop von Salling – hier balanciert man auf einem Glasdach über der Einkaufsstraße und hat bei schönem Wetter schicke Chillmöglichkeiten. Lecker Café und süße Lädchen gibt’ übrigens im Latin-Viertel. Hier ist ein Stadtbummel sehr zu empfehlen!

Am nächsten Tag wurde der Regen leider nicht besser. Wir haben somit den frei zugänglichen Wildpark ausgelassen und sind wieder in die Stadt gefahren. Im neuen Stadtviertel gibt es tolle Installationen für Urban Gardening, das sogenannte Ø-Haven. Inzwischen leider etwas in die Jahre gekommen, aber bei schönem Wetter bestimmt ein toller Ort zum treffen und gärtnern direkt am Meer. Im nahegelegenen Dome of Vision sind wir wir dann vor dem Regen geflüchtet. Geniales Ding direkt am Hafen, ein Ort zum Treffen, zurückziehen, feiern und philosophieren. Die Glaskuppel lässt selbst den trüben Regen etwas freundlicher aussehen! Anschließend hat es uns zum Essen wieder in den Street Food Markt getrieben. Der Regen war leider immer noch ganz schön heftig, sodass die Stimmung langsam kippte. Moritz war sogar schon drauf und dran ernsthaft einen Flug nach Malle zu buchen, der Sonne entgegen. Nach einem Tee im Dome of Vision haben wir uns dann aber umentschieden und unsere weitere Route in Dänemark geplant.

Zum Schluss hat uns Århus nach einem erfolgreichen kleinen Stadtbummel, nochmal überrascht mit einem Kleinod an Geschäft. Nicht sehr toll gelegen an einer großen Hauptstraße sind wir in ein Holzgeschäft gestolpert, obwohl man es wohl eher Kreativschmiede nennen sollte. Selbstgemachte Holzmöbel und Holzkunst in jeder Ecke. Und dazu den herzallerliebsten Besitzer, der perfektes Deutsch sprach und uns mit seinem Laden, verschiedenen Holzobjekten und kleinen Århuser Anekdoten unterhalten hat. Das war ein netter Abschluss in der Kulturstadt 2017.

Insgesamt war Århus für mich eines der Highlight- Städte der Reise! Unbedingt empfehlenswert und eine gute Alternative zur größerer Schwester Kopenhagen. Mit gerade einmal 300.000 Einwohnern hat die Stadt so viel zu bieten, wie eine Großstadt und dazu noch ein angenehmes junges Flair mit super Kulturangeboten. Lohnt sich !

One clap, two clap, three clap, forty?

By clapping more or less, you can signal to us which stories really stand out.