#8: Ed, Tanum und Ankunft am Meer
Vom Dalsland wieder an die Westküste
Nach dem Dalsland-Kanal geht es weiter Richtung Ed, um uns wieder dem Meer zu nähern und einen letzten Seetag mitzunehmen. Nunja, soviele Seen waren es dann gar nicht: Zum einen regnete es bei der Ankunft in Ed fast 24h durchweg. Was wir außerdem nicht auf dem Schirm hatten, oftmals sind die Seen so naturbelassen und damit unerschlossen, dass man gar nicht so ohne Weiteres mit dem Auto – geschweige denn Camper – heran kommt. Im Nachhinein hätten wir länger am Nordkroken badplats bleiben können – das Baden gehen war hier aufgrund des flachen Einstiegs wirklich einmalig für den Vänern!


Gegen 11 Uhr gings für uns in Ed weiter in das kleine Elchgehege (Dalslands Moose Ranch). Für knapp 9 Euro kann man hier den weltweit größten Hirsch – den Elch hautnah erleben. Wirklich Haut nah, für mich war nicht nur diese wahnsinnige Größe faszinierend, sondern auch das mit Haut überwachsene Geweih. Während der Fütterungszeiten (11, 13, 15 Uhr) sind die Tiere so nah, dass man ihr Geweih durchaus einmal zu berühren bekommt. Und – das war für mich genauso faszinierend – es ist warm, weil es vollkommen durchblutet ist. Verrückt!
Außerdem trafen wir kurz nach Verlassen des Geheges noch meine Bekannte Jessi von Erfurt Bloggt, was ein lustiger Zufall – wie klein die Welt doch ist!
Dann sollte es weiter an den bekannten Küstenort Fjällbacka gehen, mit einem kurzen Abstecher zu dem auf dem Weg liegenden UNESCO Weltkulturerbe, den Felsritzungen von Tanum. Im Nachhinein ein Must-See an Kultur, mit tollem Museum und wunderschönem Wanderweg! Auch das dazugehörige kostenlose Museum war nett anzusehen.


In Fjällbacka selbst war dann der beliebte Campingplatz leider schon voll, sodass es uns in die Empfehlung des Nachbarortes, Hamburgsund zu Rörvigs Camping verschlagen hat. Ein toller Platz auch direkt am Meer und mit 320 Kronen im akzeptablen Bereich. Bis morgen!

Insgesamt sind wir 2 Tage hier geblieben. Der Platz ist wirklich toll am Wasser gelegen – nur die Duschanlagen waren schon etwas in die Jahre gekommen, was aber „Wasch“-echte Camper eh nicht stört. :-D
An unserem ersten Tag ging es für einen Kurztrip nach Hamburgsund. Nach einem kurzen Bummel durch ein paar Geschäfte, führen wir mit der 20-minütig verkehrenden Seil-Fähre nach Hamurgö. Und von dort einmal quer über die Insel an die Westküste und endlich Baden, denn hier gibt es tolle einsame Plätze und endlich einmal viel Sonne!
Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Norden mit einem kurzen lohnenden Zwischenstopp in Fjällbacka und Grebbestad. Mir fällt auf, dass in Schweden wirklich der ein und andere bereits einen heißen Tesla fährt. Ich verspüre Neid in meinem dicken Diesel-LKW! Interessant aber, dass das Fahrgeräusch bei E-Autos nur geringfügig leiser ist, da der meiste Geräuschpegel von den Reifen auf dem Fahruntergrund erzeugt wird. Fjällbacka hat wunderschöne Häuschen, die teilweise dicht am Felsen gebaut sind. Highlight ist aber die Felsen-Schlucht aus dem Film Ronja Räubertochter, namens Kungsklyftan. Von der Hafen-Promenade startet man zu einem steilen Aufstieg mit Blick über den Ort, durch die bekannte Schlucht mit dem abgerutschten Felsen. Atemberaubend! Nach einer schönen Wanderung über dem Ort und ordentlichem Wind geht es für uns weiter . In Grebbestad halten wir nur kurz, kehren zum Mittag in der Feskarn’s Kök & Bar ein, Klein Madita hält ihren ersten Shrimp in den Händen und wir statten uns erneut mit frisch geräucherten Makrelen aus. Empfehlenswert!




Weiter ging es aufwärts: Schließlich erreichten wir unser Nachtlager auf einem Parkplatz direkt am Naturschutzreservat Hallan vor den Resö-Inseln. Mit direktem Blick auf das Meer und tollen Wanderwegen zu den Felsencliffs! Die letzten 2 Nächte vor Norwegen sollten es hier werden.

