Die Probe

Friedberg #07 auf Deutsch; Den ersten Teil schon gelesen? → Zurückblättern

Tristan badete in Stolz und Aufmerksamkeit die ihm zuteil wurde. Der Kommandant nahm ihn mit auf seine Stube, zeigte ihm die Zettel die er auszufüllen hat, gab ihm einige Dokumente zum Ausfüllen, ließ ihn auf ein altes Buch schwören und so ging es weiter.

Tristan fühlte sich zum ersten Mal in seinem Leben richtig; am richtigen Ort, mit angemessener Aufmerksamkeit und einer hohen Stellung. Es hat zwar nur drei untergebene, aber morgen wird das ganze Dorf zu ihm aufblicken.

Den ganzen Abend verflog das Grinsen nicht von Tristan. Egal wie oft es ihm der Kommandant einbläute dass er nur Stellvertreter ist, keine Aufmerksamkeit erregen soll, aber eine enorme Verantwortung hat.

„Das Leben aller Dorfbewohner hängt von dir und deinen Entscheidungen ab. Ist dir klar was das bedeutet.“ „Jawohl Sir.“ Kommandant seufzte noch immer grinste der junge über beide Ohren. „Gut ich will es hoffen ich werde jetzt in die Stadt zurückkehren. Nach dem Winter sehen wir uns wieder. Das Dorf ist dann noch hier, oder?“

Er wandte sich zu den drei Wächtern. „Kümmert euch um euren Hauptmann. Er ist noch jung aber aus ihm könnte ein anständiger Mann werden.“ Noch einmal musterte er Tristan der begeistert seine Rüstung anzog und sich beinah mit der Armbrust erschoss. „Ich hoffe er wird es noch vor dem Winter.“

Der Kommandant Verließ die Kaserne und drehte sich noch einmal um. „Ich schicke euch Verstärkung noch bevor der Schnee fällt. Und haltet ihn fern von allzu scharfen Gegenständen“ Er deute auf Tristan der versuchte sein Schwert aus der Scheide zu ziehen.

Dann verschwand er und in der Kaserne wurde es still.

Das war ein … interessanter Tag.“ sagte Max. „Hm … und was machen wir jetzt?“ fragte Felip. „Anstoßen?“ Erik holte den versteckten Honigwein und erwärmte ihn am Feuer.

Tristan ganz aufgelöst sagt nichts dazu das sie während der Dienstzeit tranken und griff beherzt zu.

Er merkte nicht wie wenig die anderen tranken und wie viel er erzählte. Endlich eingeschlafen, schafften seine Männer ihn in den Hauptmann Stube und legten ihn auf das Bett. „Warum kann er heute nicht mit im Schlafsaal pennen, ich hätte viel mehr Lust mich in ein echtes Bett zu legen.“ Murrte Max. Erik zog ihm aus dem Zimmer. „Bevor morgen müssen wir einiges besprechen“ eine weile wurde das Feuer im Ofen nach gelegt, während der Met abkühlte.

Tristan erwachte mit furchtbaren Kopfschmerzen. Er lag in einem Bett? So fühlt sich das also an, dachte er und drehte sich weg vom Fenster. Dann merkte er, dass er in der Hauptmann Stube lag und sprang erschrocken auf. Seine Sachen waren ins Zimmer geschmissen. Er ist jetzt Hauptmann? In Panik zieht er sich alles an was er finden kann und stürzte die Treppe runter. Auf dem Feuer kochte schon die Suppe von letzter Woche.

„Ausgeschlafen?“ fragte Erik mit tiefen Augenringen. Tristan richtet sich auf und versucht stolz und selbstsicher zu wirken. Ihm wurde jedoch schwindelig und stürzte auf einen Stuhl. „Na, na, nicht so hastig. War das gestern dein erster Alkohol?“ beschämt schaut Tristan weg. Lachend schlug ihm Erik auf den Rücken. „Dann bist du ja fast schon ein Mann.“

Tristan begann zu strahlen während er ein wenig Suppe löffelte. Wie anders er behandelt wurde, Hauptmann sein ist fantastisch.

Felip, Max und Erik standen um den Tisch. Tristan löffelte etwas weiter hielt dann inne und schaute zu den dreien auf.

„Was denkst du wird jetzt geschehen?“ Tristan Herz begann zu rasen. Ein Druck erfüllt seine Brust und ihm stockte der Atem. „Ich weiß es nicht“ wollte er sage. Ihm floss aber nur Suppe aus dem Mund. Der plötzliche Stimmungswechsel hat ihn überrumpelt.

„Du bist keiner von uns.“ sagte Felip. Max holte ein Messer hervor und warf es zwischen Tristans Beine. Es blieb unangenehm stechend im Stuhl stecken. „Du bist noch nicht einmal ein Mann.“ Erik lachte nur.

Tristan wischte sich die Suppe aus dem Gesicht, doch es half nicht. Er würgte die frisch geschluckte Suppe und erbrach sie auf den Flur.

„So ein schwacher Magen.“ sagte Erik und half ihm sich aufzurichten.

„Hör zu, wir sind alle nicht besonders begeistert über die Ereignisse von gestern. Du bist weder ein Mann, noch ein Teil unserer Wache geschweige denn unser Hauptmann.“

alle drei griffen sich unter das Hemd und zogen an Lederstreifen weiße spitze Zähne hervor.

„Weißt du was das ist?“ fragte Erik. Tristan schüttelte den Kopf. „Das sind unsere Beweise das wir Männer der Wache sind.“ „Wolfszähne!“ lächelte Max.

„Wenn du einer von uns sein willst…“ „brauchst du auch so einen“ beendet Erik.

Tristan schluckte. „Es wurde ein Rudel auf der anderen Seite des Berges gesichtet, wenn du uns einen Zahn holst, (eine frischen mit Blut!) bist du einer von uns.“ Tristan schaute noch eine weile verdutzt.

Du musst jetzt stark sein, dachte Tristan. Du bist ein Mann. Sein Blick entspannte sich. „Okay“ stammelte er. Stille und Verblüffen erfüllte den Raum.

Tristan stand langsam auf. Ging seine viel zu große Rüstung holen und griff nach der Armbrust.

Weder Erik, Felip oder Max hatten sich bewegt.

„Nein!“ donnerte Erik. Tristan stockte wenige Zentimeter vor der Armbrust. „Mit bloßen Händen.“ sagte Erik.

Tristan merkte nicht die Unsicherheit in Eriks Stimme oder die entgeisterten Blicke von Max und Felip. Tristans Bewusstsein schwand. Seine Beine fühlten sich schwer an, seine Füße verloren den halt zum Boden und gingen langsam auf die Tür zu. In Trance öffnete Tristan die Tür. Dann schloss sie sich wieder.

Der kurze Sonnenschein der die Kaserne geflutet hatte weckte die drei verbleibenden Wächter

„Bist du Irre? … “ „Das ist Mord!“

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