Offizier und Kommandant

Friedberg #16 auf Deutsch ; Den ersten Teil schon gelesen? → Zurückblättern

„Wie geht es dem Patienten?“ Fragte Tristan. „Gut, gut. Er hat noch keinen großen Appetit aber das bekomme ich schon Hin.“ sagte Frau Guthe.

„Sie sollte ihn nicht zu sehr verwöhnen. Wir brauchen ihn in guter Form und nicht als Speck im Mantel“

„Wie ironisch, ausgerechnet du fütterst die Menschen Fett.“ sagte Frau Rosenmund zu Guthe. „Aber ich stimme zu die Konvertierung ist ohne Probleme verlaufen. Sein Brandmal hat sich nicht entzündet, keine psychischen Einschränkungen, alles ist wunderbar verheilt. Mit der Hilfe einiger Kräuter.“

„Wie ironisch, ausgerechnet du heilst die Kranken“ nörgelte Guthe während sie zurück in ihre Küche geht.

„Ich hoffe es ist nicht zu auffällig.“ „Nur ein paar Kriegsnarben nichts weiter“, sagte Frau Rosenmund, „Wenn etliche Soldaten mit den gleichen Wunden herum rennen wird das irgendwann auffällig.“ „Dann sollten wir es bald zu einem Symbol machen, das jeder Tragen möchte. Die Prozedur geht nicht anders. Wir müssen etwas öffnen um an die Seele zu kommen.“ „Aber warum auf der Brust und nicht am Rücken oder eine der natürlichen Körperöffnungen.“ „Weil das Herz der einfachste Zugang ist, der sich am ohne Komplikationen ersetzen lässt. Großes Organ, leicht zu finden und lebensnotwendig“

Tristan überlegte eine weile. „Ihr habt doch nicht sein Herz ausgetauscht.“ „Ach nein, mach dir keine Sorgen. Das jetzige sollte viel länger halten.“ „Guht … Warte mal.“

Frau Guthe kam aus Küche mit einem Glas Honig. „Hier, das ist für euch. Es sollte lange genug für eure Reise reichen, wenn ihr nicht zu verschwenderisch damit umgeht.“

Tristan nahm den Honig entgegen. „Danke.“ „Für dich steht schon eine Tasse bereit. Du solltest deine Reserven auffüllen, bevor ihr abreist. Wollt ihr nicht noch etwas warten? Nach der Transformation dauert es eine Weile bis sich die Anwärter daran gewöhnt haben. Du weißt wie schwierig machen (*Du-hust*) danach sind.“

„Wir können nicht länger warten sonst fällt es meinen Vorgesetzten auf das etwas nicht stimmt.“ Spate der Kommandant aus seiner Ecke. „Ich hab das schon im Griff.“

„Ach ihr seid ja so tapfer!“ sagte Frau Guthe schnappte sich einen Teller mit Süßigkeiten und setzte sich neben (auf) den Kommandanten.

Frau Rosenmund verdrehte die Augen. „Ihr solltet bald los. Wir kümmern uns um seine Begleitung.“ Sagte sie und ging nach draußen.

Dort warteten schon zwei gesattelte Pferde mit Verpflegung. „Soll ich nicht doch mitkommen?“ fragte Fabian. „Nein wir müssen schnell sein und du bist noch nie geritten.“ Sagte Tristan zu ihm.

„Juhu, Fabian. Du bist als nächster dran. Ich mache schon mal den Thehee warm.“ Sagte Frau Guthe und verschwand.

Der Kommandant zog sich seinen Mantel über und bestieg das Pferd. „Na los, wir haben noch viel zu tun.“ Nickend folgte Tristan dem Kommandanten im Galopp.

Ein paar Meilen außerhalb der Stadt begann die ersten Felder. Von hier sah der Friedberg fast schon klein aus.

„Heim weh, Junge?“ fragte Kommandant. „Ich war mein ganzes Leben im Dorf. Wir leben nur vom Wald ich habe noch nie auf einer so großen freien Fläche gestanden.“ „Das wundert mich schon eine ganze Weile. Wie überlebt ein Dorf nur vom Wald. Ihr jagt aber ich habe noch nie einen Jäger gesehen, ihr sammelt aber ich habe noch keine Körbe voll mit Beere oder Pilzen gesehen. Was macht ihr im Winter?“

„Wir kommen um die Runden. Wenn wir uns schon einander befragen, ich kenne ihren Namen noch nicht.“ „Doch oder haben sie so ein schlechtes Gedächtnis?“ Der Kommandant begann etwas schneller zu Galoppieren. Tristan holte auf und fragte. „Nein ich nenne sie immer nur Kommandant. Kommandant wer?“ „So, genauso, das ist was Leute mich nennen.“ „Das ist kein Name, sondern ein Titel. Ihre Stellung im Militär.“

Der Kommandant Trieb sein Pferd zu noch höheren Geschwindigkeiten. Der arme Gaul wusste gar nicht wie ihm geschah als der Boden unter ihm schneller als sonst weg glitt.

Fast aus Hörweite rief der Kommandant:

„Eigentlich bin ich Offizier.“

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