Vollbracht..

.. oder nicht?

Unbemerkt schleicht er sich davon. Der Eindruck, dass es vollbracht ist. In Ermangelung klarer Regeln, die Zeugnis verschaffen vom Geschafft-Sein verbleibt er in weiter Ferne, der Zustand der Vollendung. Eine asymptotische Annäherung findet stets statt, ja, ein Hauch von Befriedigung zusammengekratzt. Zerfließt gleich wieder. Haschen nach Wind. Zermürbung in langen Stunden des aussichtsvollen doch unbefriedigten Geschäftigtseins. Der Schmerz des Strebenden, der im Dunkeln taumelt. Wohin? Woher? Ein starkes Warum durchaus gegeben, es hält ihn am Leben. Ein einsames Bewusstsein auf dem Pfade der Verwirklichung. Hoffnungsvoll. Doch fortwährend enttäuscht.

Gebraucht ist hier ein Regelwerk. Die Landkarte, die Orientierung schafft in den endlosen Gewässern des ambitionierten Strebens. Auf’s Geratewohl ist mancher Schritt gern getan, doch auf Dauer wird’s karg ohne klaren Pfad der Mühen. Der Wanderer, er muss wissen, erkennen können, dass sein Vorwärtskommen stattfindet, ganz gleich wie langsam — das ist weniger wichtig — doch seine Grundnatur diktiert ihm, er habe zu sehen, dass er fortkomme, denn sonst ist die Lust am Gehen ihm bald genommen.

Um Willen der Aufrechterhaltung des Reisedrangs ebenso wie zum Genießenkönnen des einzelnen Schrittes ist daher zu besorgen ein Mechanismus — ein Maß an Klarheit verbrieft durch jenen. Und so ist schließlich an manchen Tagen dieser zu fertigen durch die aus der Erkenntnis erwachsende Entscheidung, dass eine Reise ihre Zeit braucht und mancher Umweg seinen Sinn noch unerkannt lässt, damit der Moment der Rast gekommen ist.

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