Sieben Ausreden, die dich von der besten Zeit deines Lebens abhalten

Wir sind uns alle einig, dass das Studium die beste Zeit im Leben ist, um so viel zu erleben, wie irgendwie möglich. Du bist volljährig, aber nicht mehr unter elterlicher Aufsicht und hast dein eigenes Geld, musst davon aber nur dich selbst versorgen. Perfekt also, um jede Gelegenheit für eine Herausforderung zu nutzen. Fast jede Person, die ich kenne, hat vor „irgendwie mal“ ins Ausland zu gehen. „Irgendwie mal“ bringt dich aber nicht dazu, in zwei Monaten im Flieger nach Peru (oder Marokko, oder Griechenland, oder…) zu sitzen. Zwischen „Irgendwie mal“ und deinem Fensterplatz im Flieger liegen eine Menge Konflikte. Vor allem mit dir selbst. Denn meistens sind es nicht Außenstehende, die uns von etwas abhalten, sondern wir stehen uns selbst im Weg. Hier sind sieben der häufigsten Ausreden, die zwischen dir und deiner Auslandserfahrung mit AIESEC stehen.

1 „Dafür habe ich kein Geld“

Dafür hast du noch kein Geld. Verschiebe deine Auslandserfahrung auf das nächste Semester. In der Zwischenzeit liegen einige Feiertage, die Anlass genug sind, Mutti und Verwandte um eine Finanzspritze zu erleichtern, sich einen Nebenjob zu suchen oder ein bezahltes Praktikum zu machen. Spare auch ein bisschen, es lohnt sich! Du wirst wahrscheinlich weniger Geld benötigen, als du jetzt glaubst, denn zunächst gehört es zu deinem Auslandsaufenthalt, mit wenig Geld auszukommen und du gibst erfahrungsgemäß weniger Geld aus, als du es hier tun würdest. Außerdem muss es ja nicht gleich Argentinien oder Südafrika sein. Wir haben auch tolle Projekte in Polen und Griechenland.

2 „Dann schaffe ich die Uni nicht“

Doch, schaffst du. Wenn du diszipliniert bist. Denn kein anderer Faktor liegt so sehr in deiner eigenen Hand, wie dieser. Lege deine Klausuren so, dass ein Zeitraum von sechs Wochen frei bleibt, in denen du ins Ausland fliegen kannst. Im Semester solltest du von Anfang an lernen und deine Hausarbeiten fertig schreiben. So läufst du nicht Gefahr, in Zeitdruck zu kommen, oder durchzufallen und kannst deine Heimat sorgenfrei hinter dir lassen.

3 „Ich will nicht alleine reisen und da kenne ich doch niemanden“

Wer redet denn von alleine? Wenn du am Flughafen ankommst, wirst du von lokalen AIESECern mit offenen Armen empfangen und während deines gesamten Aufenthalts betreut. Je nach Projekt wirst du mit anderen Studierenden aus der ganzen Welt zusammenarbeiten und schon bald so viele Leute kennen, dass du gar nicht weißt, wie du alle in deiner Freizeit unterbringen sollst. Diese Leute sind auch der Grund, weshalb du bei deiner nächsten Urlaubsbuchung kein Hostel mehr brauchst, denn du hast überall auf der Welt Freunde. Wer weiß, vielleicht werden sie mal Geschäftspartner? Lies‘ dazu den nächsten Punkt!

4 „Praxiserfahrung wird karrieretechnisch überbewertet“

Und wie gedenkst du, dich gegenüber den anderen Bachelorabsolventen mit guten Noten abzuheben? Deine ganze Zeit in deinen Einserschnitt zu investieren ergibt nur wenig Sinn, denn kaum mehr ein Arbeitgeber interessiert sich, heute noch, ausschließlich für überragende Noten. Stattdessen sind selbstbewusstes und eigenständiges Auftreten sowie Arbeiten viel relevanter. Das lernst du nicht in der Bibliothek. Außerdem wirst du dir interkulturelle Kompetenzen aneignen und ein internationales Netzwerk an Kontakten aufbauen, von dem du dein ganzes Leben profitieren wirst.

5 „Ohne Sprachkenntnisse bin ich aufgeschmissen“

Natürlich bietet es sich an, die Landessprache zu kennen. Vielleicht kannst du ja dein Französisch oder Spanisch aus der Schule etwas auffrischen? Selbst wenn nicht, musst du dir keine Sorgen machen. Denn in den meisten Projekten bist du nicht die einzige Person, die die Landessprache nicht spricht, sondern eine/r von vielen „Internationals“. Der sprachlich kleinste gemeinsame Nenner ist da immer Englisch und das ist doch machbar, oder? Unterschätz‘ dich nicht!

6 „Meine Qualifikationen reichen dafür nicht aus“

Dass du nicht im sozialen Bereich studierst, heißt nicht, dass du dich nicht in einem sozialen Projekt engagieren kannst. Das Global Citizen Programm ist ausgelegt für Leute, die motiviert, teamfähig und offen für Herausforderungen sind. Solltest du für ein Projekt spezielles Wissen benötigen, kannst du dir das vor Ort aneignen. Dafür wird es Einführungsworkshops geben und Menschen, die dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Gedanke von einem Global Citizen Programm ist es, weltoffene Bürger zu schaffen, die sich nicht einem Land, sondern der Welt zugehörig fühlen.

7 „Das kann ich später immer noch machen“

Stimmt, aber wirst du es dann auch noch machen? Wer weiß, wo du nächstes Semester stehst? Vielleicht bist du dann durch Job, Praktikum oder Werkstudentenstelle an die Heimat gebunden. Also, wenn du grundsätzlich Interesse hast, trau dich jetzt! Ein besserer Zeitpunkt kommt nicht.

Worauf wartest du also noch? Melde dich jetzt auf aiesec.de/globalcitizen an, starte deine Reise und werde ein #GlobalCitizen!

Geschrieben von Leonie Sophie Habisch