7 Periscope Fails — Und wie Du sie vermeidest!

Du willst auch auf Periscope mitmischen, aber traust Dich noch nicht so richtig ans LiveStreaming? Oder bist Du schon dabei und suchst noch ein paar Tipps und Tricks? Dann bist Du hier richtig! Denn in dieser Liste findest Du sieben dicke Fehler, die Du ab jetzt nicht mehr machen wirst.


Fail Nr.1 — Periscope nicht mit Twitter verbunden

Bevor Du anfängst zu streamen, kann dieses Sünde Dich schon um Deinen Erfolg bringen. Ohne Twitter-Verbindung ist es sehr schwierig für Deine Zuschauer, Dich und Deine LiveStreams zu finden. Du vergibst auch die Chance, Deine Follower über anstehende Scopes zu informieren. Und Du hast keine Möglichkeit, außerhalb der Streams mit Deinen Zuschauern zu kommunizieren.

Lösung:

Nutze auf Twitter und Periscope den selben Nutzernamen. Ich zum Beispiel habe meinen Nachnamen @blecke zum Alias gemacht. Das funktioniert natürlich nicht immer, aber auch VornameNachname kann schon klappen. Wichtig: Keine Sonderzeichen! Nicht alle Social Networks verstehen alle Zeichen.


Fail Nr.2 — Dein Titel ist schlecht

Mit einem guten Titel steht und fällt Dein LiveStream auf Periscope. Du hast nur diesen einen Satz, um Menschen zum Zuschauen zu überreden. Wenn Du nicht klar sagst, worum es in Deinem Scope geht, werden die Leute vielleicht einschalten, aber dann sofort wieder abhauen. Oder die Menschen, die Deinen Scope eigentlich interessant finden, sehen Dich nicht, weil die richtigen Schlagworte fehlen. Apropops Schlagworte. Wenn Du keine Hashtags nutzt, wirst Du kaum Aufmerksamkeit finden und die Suchfunktion listet Deinen Scope nicht.

Ebenfalls ein No-Go im Titel: Haufenweise Emojis. Auch wenn ein oder zwei Bildchen noch ganz ok sind. Zwanzig Bildchen sind es nicht. Die lenken nur vom Thema ab und machen Deinen Titel so lang, dass er auf Twitter nicht mehr komplett angezeigt wird. Das kostet dich nicht nur neue Zuschauer. Das verhindert auch, dass Deine Inhalte geteilt werden. Denn kein Mensch will den vorgegeben Titel erst noch bearbeiten, bevor er ihn teilt. Das dauert zu lange. Folge: Abbrechen wird gedrückt.

Lösung:

In der Kürze liegt die Würze. Schreibe möglichst weniger als 90 Zeichen. Denk daran, auf Twitter steht noch „Live auf Periscope“ vor Deinem Titel. Das kostet Platz. Spart Dir aber auch, dass Du nochmal „Periscope“ oder „LIVE“ schreiben musst. Du kannst also direkt zum Thema kommen. Und vielleicht schaffst Du es, sogar direkt im Titel schon den Wert Deines Streams für den Zuschauer klar zu machen.


Fail Nr.3 — Fehlstart

Es ist wie in der Formel Eins. Der richtige Zeitpunkt ist wichtig für Deinen Start. Du musst den LIVE Zuschauern auf jeden Fall etwas Zeit geben, um Deinem Stream beizutreten. Gerade in der ersten Minute werden viele Leute erst auf Deinen Stream aufmerksam und die Zahl der Zuschauer steigt langsamen. Natürlich könntest Du jetzt einfach etwas Zeit vergehen lassen, aber dann wirst Du kaum Replay Zuschauer haben. Denn die sehen den Stream ab der ersten Sekunde und wollen direkt wissen, worum es geht.

Lösung:

Du kannst die ersten 30 Sekunden nutzen, um zu sagen wer Du bist, was Du so (auf Periscope) machst und was Dein konkretes Thema in diesem Stream ist. Damit gibst Du den Replay-Zuschauer direkt die Möglichkeit zu entscheiden, ob das Thema sie interessiert. Und wer Dich noch nicht kennt, kann sich am Anfang schnell Dein Profil ansehen. Wenn Du den Anfang Deiner Streams möglichst immer gleich gestaltest, werden deine Stamm-Zuschauer das merken und diesen Teil einfach überspringen, wenn sie den Replay anschauen.


Fail Nr.4 — Um Beachtung betteln

Ja, auch das gibt es reichlich auf Periscope — diese Scoper, die andauernd und stundenlang erklären, wie man Ihnen folgen kann. Oder Leute, die im Minutentakt verzweifelt um Herzchen betteln. Das ist natürlich einfach nur nervig und bringt auch nicht wirklich etwas. Besonders dann nicht, wenn Du ernsthaft etwas aus Deinen Periscope Aktivitäten herausholen möchtest und nicht einfach nur Just-for-Fun mitmachst. Im Gegenteil. Ständige „Herz und Like“ Aufforderungen vertreiben sogar die ernsthaft interessierten Nutzer und sind komplett kontra-produktiv. Ausserdem nehmen sie die Geschwindigkeit aus dem Scope, was die Spannung ruiniert.

Lösung:

Nutze Deinen roten Faden und bau Dir selbst Punkte ein, an denen Du die Leute zum Teilen aufforderst. Ein Richtwert: alle 5 Minuten ist es ok, auch mal für Dich Werbung zu machen. Vielleicht stellst Du Dir am Anfang eine Uhr ins Sichtfeld, damit Du ein Gefühl dafür bekommst, wann Du mal wieder einen kurzen „Werbeblock“ einlegen kannst. Und wenn es soweit ist, dann versuche, möglichst fokussiert zu sprechen.

Am besten beginnst Du damit, die neuen Zuschauer kurz allgemein ins Thema zu holen. Sag Ihnen auch, dass Sie den Replay ansehen können, wenn sie den Anfang verpasst haben. Dann kannst Du alle Zuschauer bitten, diesen Stream zu teilen und darauf hinweisen, dass man Herzchen geben kann. Das wissen viele deutsche Zuschauer oft noch nicht. Gib den Leuten etwas Zeit zu teilen und warte kurz auf die neuen Zuschauer.

Pro-Tipp:

Nutze einen Hashtag im Titel, der die Herzchen verändert. Zum Beispiel: #Birthday für kleine Ballons. Erzähle nebenbei, wie das funktioniert. Deine Zuschauer werden es ausprobieren, sich darüber freuen, und Dir auf diese Weise ganz nebenbei Herzen senden.


Fail Nr.5 — Kommentare ignorieren

Das ist wahrscheinlich der größte Fail überhaupt auf Periscope. Schließlich baut die komplette Idee des Streaming-Dienstes darauf auf, dass die Zuschauer sich aktiv beteiligen können. Mach also bitte nicht den Fehler, Dein Programm runterzuspulen wie ein Dozent in der Uni-Vorlesung. Man sieht das immer wieder vor allem bei Profi-Journalisten, die es gewohnt sind, in eine blutleere Kamera zu sprechen. Leider werden noch so spannende Live-Reportagen total unattraktiv für die Zuschauer, wenn er dreimal eine Frage stellt und der Sender nicht darauf eingeht.

Lösung:

Persicope ist ein Dialog-Medium. Das ist ja gerade das Besondere an dem System. Man sendet eben nicht stumpf wie bei Youtube oder im klassischen TV. Diese Möglichkeit, auf die Zuschauer einzugehen muss Du unbedingt nutzen. Wenn jemand bittet, zu schwenken, dann versuch das doch einfach mal. Oder beantworte eine Frage, die nicht unmittelbar zum Thema gehört. Wenn ich aus dem Auto sende werde ich oft gefragt, was ich für einen Wagen fahre. Das ist kein Geheimnis, also verrate ich es auch. Natürlich gibt es Fragen, die Du nicht beantworten möchtest. Macht ja nix. Auch das kannst Du freundlich sagen: „Haha, nein meine BH-Größe ist hier jetzt kein Thema…“ und das Thema ist erledigt.

Wo wir gerade dabei sind:

Besonders weibliche Scoper erleben immer wieder unangebrachte Kommentare in ihren Streams. Auch deutsche Scopes werden hin und wieder von „Heik Hiller“ (echt schon so selber erlebt!) Zwischenrufen gestört. Dafür gibt es die IGNORIEREN Funktion. Einfach den Kommentar anklicken und im Dialogfeld auf IGNORIEREN drücken. Bumms. Fertig. Hier gilt die Null-Toleranz-Regel!

Pro-Tipp:

Fordere die Leute ruhig aktiv auf, Deine Videos zu kommentieren. Denk dabei aber auch daran, dass es etwas dauert, bis man auf einem Smartphone einen Kommentar geschrieben hat. Warte also etwas, bevor die wieder loslegst.


Fail Nr.6 — Kein Replay

Das Problem: Persicope Streams sind nach 24h aus Deiner Timeline raus. So will es das System. Es soll ja zumindest einigermassen der LIVE Charakter erhalten bleiben. Aber was ist mit den wirklich guten Streams? Oder stell Dir vor, Deine Verbindung war zwischendurch schlecht (merkt man selber oft nicht). Dann ist der Replay echt wertvoll. Besonders, wenn Du professionelle Inhalte erstellst, die Du an anderer Stelle noch einmal zeigen willst, dann kannst Du das mit den reinen Boardmitteln von Periscope vergessen.

Lösung:

Zum Glück hast Du diverse Möglichkeiten, Deinen Replay zu sichern. Die einfachste ist der Speicher Deines Smartphones. Aktiviere dazu die Videos-sichern Option im Periscope Menü. Dann hast Du Dein Video schon mal lokal save. Nachteil: Die Kommentare und Herzen werden bei dieser Methode nicht gesichert. Dafür nimmst du am besten Katch. Das ist ein kostenloser Dienst, der Deine Videos speichert, wenn Du Dich einmalig mit Deinem Twitter Account (siehe Fail 1) angemeldet hast. Vorteil: Kommentare und Herzen sind zu sehen. Und Du kannst das Video auch direkt in Deinem Blog einbetten!

Wie das aussieht, siehst Du hier:

www.katch.me/blecke

www.blecke.de/lebografie


Fail Nr. 7 — Du bist nicht vorbereitet

Jaja, Periscope ist ein Live Streaming Dienst. Spontan etwas raushauen, das ist doch genau, was vom Publikum gewünscht ist. Nein, ist es nicht. Zumindest nicht immer. Klar, wenn Du zufällig ein UFO am Himmel siehst und filmst, ist das schon in Ordnung, einfach mal drauflos zu streamen. Aber auch bei diesem Punkt sind unsere Freund aus der Journalismus-Ecke manchmal etwas… sagen wir mal, ambitioniert. Obwohl… sagen wir lieber: bekloppt. Ja, das trifft es wohl eher, wenn einer mit dem Handy bewaffneten Polizisten hinterher rennt und das als LIVE Action Reportage ins Netz stellt. Ohne die Gefahr für sich und die Polizisten, deren Vorgehen er LIVE in die Welt raushaut, zu sehen. Mega-Fail, kann man da nur sagen.

Lösung:

Versuche immer, Dir vorher eine Art roten Faden zurecht zu legen. Schreib Dir in Stichpunkten auf, was Du den Zuschauern erzählen willst. Setze ruhig farbige Highlights für wichtige Punkte und orientiere Dich auch an diesen Markierungen. Das wird Dir helfen, in einem angemessenen Tempo durch den Stream zu führen, ohne wesentliche Punkte zu vergessen. Ein roter Faden ist auch dann wertvoll, wenn Du Kommentare beantwortest oder zum Teilen aufforderst. Er wird Dir helfen, wieder zum Thema zurück zu finden.


Hier nochmal die 7 Periscope Fails im Schnelldurchlauf:

  • Fail Nr.1 — Periscope nicht mit Twitter verbunden
  • Fail Nr.2 — Dein Titel ist schlecht
  • Fail Nr.3 — Fehlstart
  • Fail Nr.4 — Um Beachtung betteln
  • Fail Nr.5 — Kommentare ignorieren
  • Fail Nr.6 — Kein Replay
  • Fail Nr. 7 — Du bist nicht vorbereitet
  • Bonus Tipp — Sei LIVE, wenn Dein Publikum LIVE ist…!

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Auf Twitter: www.twitter.com/blecke
Im Blog: www.blecke.de
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