
Take that shit serious
Eine Geschichte vom verpassten Potential
Was ist das Problem? Jemand hat den gleichen Fehler schon gemacht und deswegen kannst du seinen Ratschlag nicht annehmen? Eigene Fehler erkennen ist schwieriger als die Fehler anderer.
Ich seh’ es überall: Beim Sport, in der Firma und sogar unter Freunden. So nach dem Motto:
“Wer bist du, dass du mir ‘nen Ratschlag gibst?”
Meinst du im ernst, dass ich Fussballprofi (gewesen) sein muss, um zu erkennen, dass du scheisse spielst, auch wenn du es schaffst mich locker stehen zu lassen? Ich mein damit nicht die Möchtegern-Trainer auf den Tribünen, aber wenn ich auf dem Feld neben dir stehe, erkenne ich — trotz fehlender Dribbel-Künste á la Messi —, dass du den freien Mann Linksaußen nie siehst.
Keine Frage, bei all dem ist es wichtig, dass das Feedback vernünftig gegeben wird.Und natürlich gibt es immer auch sinnlose Verbesserungsvorschläge und hohle Sprüche, darum geht es hier aber nicht.
Fehler erkennen ist immer leichter als sie zu vermeiden. Manchmal weiß man auch, wie etwas besser ginge, kann es aber selbst nicht ausführen. Sollte dies mich davon abhalten, dich zu verbessern? Dich weiter zu bringen? In unser beider Interesse: Nein.
Der Ratschlag ist: Nicht alles anzunehmen, aber zu erkennen, wenn ein Ratschlag — auch von einer vermeintlich schwächeren Person kommend — wichtig ist, die eigenen Fähigkeiten und Verhaltensweisen zu verbessern und voranzubringen.
Richtig schlimm wird es aber erst, wenn Alter und Abschluss eine Rolle spielen. Ich kenne in der heutigen Zeit nichts törichteres, als die Gedanken, Ideen und Verbesserungen eines Nicht-Akademikers nur aufgrund seiner selbst abzulehnen.
Erfahrung spielt immer eine wichtige Rolle und steht meiner Meinung nach klar über einem Studienabschluss, sollte aber dennoch keine Voraussetzung für das Ernstnehmen einer Idee sein.
“[…] dann kam einer und machte es einfach.”
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