IT-Fachkräftemangel? Das war einmal!

JUSTROCKET
Apr 28, 2020 · 6 min read

Deutsche Unternehmen tun sich schwer dabei, Mitarbeiter aus dem IT-Sektor zu gewinnen. Im Durchschnitt vergehen 148 Tage von der Ausschreibung bis zur Besetzung der Stelle. Nicht verwunderlich also, dass bereits 51% der Unternehmen bei der Rekrutierung von IT-Fachkräften auf externe Headhunter zurückgreifen.

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Doch durch den einsatz von Headhuntern ist das Grundproblem noch lange nicht gelöst: Um in einer sich schnell wandelnden, immer digitaler werdenden Welt in Zukunft noch bestehen zu können, muss sich ein jedes Unternehmen “digital transformieren”. Das besetzen einer einzigen IT-Stelle ist da nur der Tropfen auf dem heißen Stein. Ganze Geschäftsbereiche müssen digitalisiert werden, und das funktioniert langfristig nur durch den Aufbau von Tech-Ressourcen und -Kompetenzen.

Eine mögliche Lösung war lange Zeit das Outsourcen von IT-Dienstleistungen mittels “Offshoring” oder “Nearshoring”. Den klaren Kostenvorteilen gegenüber standen jedoch mangelnde Qualität, fehlende Zuverlässigkeit, minimaler Know-How Transfer und kulturelle Diskrepanzen. Mittlerweile haben sich die Zeiten jedoch gewandelt und so kann es sich inzwischen durchaus lohnen, einen Blick ins EU-Ausland zu werfen: Unter dem sogenannten Nearshoring wird das Auslagern von Teilbereichen eines Unternehmens ins umliegende Ausland verstanden. Ehemals als “verlängerte Werkbank” verpönt, die kurzfristig temporäre Hilfe leistet, steht Nearshoring heutzutage für langfristige Zusammenarbeit, Know-How-Transfer und Zuverlässigkeit bei sehr hoher Qualität. Um zukünftigen Herausforderungen gewachsen und langfristig erfolgreich sein zu können, ist es unabdingbar, dass der Nearshoring-Dienstleister als gemeinschaftlicher Partner auftritt und ausschließlich die besten Ressourcen zur Verfügung stellt. Doch wie trennt sich hier die Spreu vom Weizen?

Developer working in an office
Developer working in an office
Credits: Studio Republic on Unsplash

An diesen 7 Kriterien erkennst Du, ob es Dein IT-Dienstleister wirklich drauf hat

Die folgenden Punkte geben Dir einen Überblick darüber, wie die Zusammenarbeit mit IT-Nearshoring-Anbietern aussehen kann und helfen Dir dabei, einzuschätzen, ob Dein ausgewählter Anbieter der richtige Partner für Dich ist.

Transparenz — von A(nstellung) bis Z(ahlung)

Zunächst sollten die konkreten Anforderungen an das Projektteam definiert werden, zum Beispiel in einem gemeinsamen Workshop. Darauf aufbauend startet der Aufbau des Teams. Das Team wird aus dem bereits bestehenden Mitarbeiterpool des Dienstleisters zusammengestellt und kann je nach Projekt auch gezielte Rekrutierungsmaßnahmen beinhalten. In diesen Prozess solltest Du als Kunde bei Bedarf mit einbezogen werden und hast stets ein Mitspracherecht. Abgerechnet wird monatlich zu einem Fixbetrag. Die Zusammensetzung der Kosten (Lohn, private Krankenversicherung, Arbeitsplatz, Mitarbeiter-Events, etc.) sollte Dir dabei vom Dienstleister offengelegt und (auf Nachfrage) transparent kommuniziert werden.

Die Macht des Netzwerks

Ein Nearshoring-Anbieter kennt seinen Markt und verfügt über ein starkes Netzwerk. Eine spannende Projektauswahl, ein moderner Technologie-Stack und etablierte interne Arbeitsweisen können das Unternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber in der Tech-Branche machen. So setzen viele Nearshoring-Dienstleister beim Rekrutierungsprozess nicht nur auf Headhunting-Firmen — viele neue Teammitglieder lassen sich auch im Netzwerk der Mitarbeiter finden. Eine hohe Weiterempfehlungsrate spricht hier nicht nur für ein gutes Klima innerhalb des Teams, sondern auch für gute Arbeitsbedingungen. Wenn sich die Mitarbeiter wohlfühlen, sind sie motiviert und das wirkt sich auf die Zusammenarbeit mit dem Kunden und dessen Projekte aus. Wenn viele Mitarbeiter durch interne Weiterempfehlungen rekrutiert werden, ist dies also ein gutes Zeichen für Dich als Kunde.

Die DNA muss stimmen

Um in einem Projekt einen besonderen Mehrwert zu schaffen, brauchen die Teammitglieder ein hohes Maß an Eigenmotivation, müssen eine gewisse Leidenschaft mitbringen, Teamplayer sein und die Bereitschaft haben, Verantwortung zu übernehmen. Um eine derartige DNA in jedem Team gleichermaßen zu verankern, werden Teams in Etappen nachhaltig aufgebaut: Langjährige, sehr erfahrene Mitarbeiter des IT-Partners setzen das Projekt für gewöhnlich auf und übernehmen den Lead. Gemeinschaftlich werden nach und nach weitere neue Mitglieder integriert, die fachlich und persönlich zum Team passen. Durch das bedachte Wachstum wird der Teamgedanke nie außer Acht gelassen.

Die Mischung macht‘s

Bei der Rekrutierung der Kandidaten wird stets darauf geachtet, heterogene Teams mit verschiedenen Expertisen aufzubauen. Dabei werden zum einen erfahrene Entwickler eingesetzt — zum anderen arbeiten aber auch junge, lernwillige Teammitglieder gemeinsam mit den Seniors an einem Projekt. Die Teammitglieder mit mehr Erfahrung bringen Wissen aus ihren bisherigen Projekten ein und können diese Expertise teilen. Die Jüngeren saugen dieses Wissen auf und entwickeln eine sehr starke Bindung zu den Technologien und dem Projekt. Dieses Mentoring-Modell — in dem jung von alt und alt von jung lernt — bietet damit breites Know-How, auf das der Kunde zugreifen kann.

Der Betreuungsschlüssel ist 1:1

Bei vielen IT-Dienstleistern arbeitet ein Team für mehrere Kunden — die Betreuung der Kunden findet hauptsächlich über Key-Account-Manager statt. Eine gute und vor allem effiziente Zusammenarbeit kommt jedoch erst zustande, wenn ein dediziertes Team für einen Kunden arbeitet. Nur wenn ihre gesamte Aufmerksamkeit einem einzigen Kunden gilt, kann das Team schnell auf sich verändernde Umstände reagieren und dem Kunden die bestmögliche Unterstützung bieten.

Der Motor des Projektmanagements: Agilität

Die konsequente Umsetzung der Maßnahmen sollte bereits beim Start einer gemeinsamen Zusammenarbeit mit dem Team klar im Fokus stehen. Das setzt agiles Arbeiten, beispielsweise mit Scrum, voraus. Die klare Definition der Rollen und die regelmäßigen Sprints führen zu weniger Unklarheiten bei der Planung und durch die iterative Arbeitsweise kann ein offener und transparenter Austausch zwischen den Entwicklern und dem Kunden sichergestellt werden.

Partnerschaft auf Augenhöhe anstatt reine Dienstleistung

Ein dynamisches Umfeld führt oft dazu, dass sich Produkt-Anforderungen oder sogar Budgets ändern. Der passende IT-Partner kann darauf reagieren und ermöglicht Dir als Kunden ein flexibles Auf- bzw. Abbauen der Teamressourcen. Somit sollte es mit einigen Wochen Vorlaufzeit auch möglich sein, das Team um weitere Kompetenzen zu erweitern oder einzelne Teammitglieder auszutauschen. Um diese Flexibilität zu gewährleisten, steht das Team in direktem und täglichem Kontakt zum Kunden. Gemeinsam werden so Entscheidungen getroffen und der Weg eingeschlagen, der das Projekt am effizientesten voranbringt und zum Kundenziel beiträgt.

Credits: Betti Szabo at old JUSTROCKET CLJ office

Kurzum: wer dem IT-Fachkräftemangel die Stirn bieten will, sollte auf Kooperation setzen und mit einem IT-Partner auch den Blick ins EU-Ausland wagen. Langfristige Partnerschaft und stetiger Wissenstransfer bei hoher Qualität sollten das Credo sein.

Auf diese Weise der engen Zusammenarbeit kann auch intern Tech-Know-how aufgebaut und in den eigenen Strukturen verankert werden. Das steigert die Identifikation auf Seiten des IT-Partners und erleichtert die Zusammenarbeit. Der Einsatz eines solch internationalen IT-Teams mit einer Partnerschaft auf Augenhöhe ist somit nicht nur effizient, sondern trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei.

Auch wir bei JUSTROCKET verfolgen diesen Ansatz und bieten unseren Kunden mehr als nur Nearshoring. So haben wir auf Basis unserer eigenen Erfahrungen, die wir bisher mit Outsourcing gemacht haben, unser Modell entwickelt: Wir setzen für unsere Kunden nicht nur Projekte um, sondern bauen bei Bedarf qualifizierte und dedizierte Teams auf. Das setzt den Fokus auf eine enge Zusammenarbeit und Partnerschaft auf Augenhöhe. Der Kunde hat zu jedem Zeitpunkt vollkommene Transparenz und arbeitet zusammen mit dem Team am gemeinschaftlichen Ziel. Unser Know-How-Hub mit unserem stetig wachsenden Pool an IT-Experten hat seinen Sitz in Cluj-Napoca, Rumänien. Dort haben wir die Möglichkeit, quantitativ — aber vor allem auch qualitativ — hochperformante Teams aufzubauen. Das alles zu fairen Bedingungen.

Innerhalb von nur vier bis acht Wochen können wir so bereits neue Projekte und Teams starten, um auch Dich bei Deiner digitalen Transformation oder Produktentwicklung zu unterstützen.

Wenn Du mehr über unsere Art des Nearshorings und unsere Leistungen erfahren willst, kontaktiere uns jederzeit: manuel.wesch@justrocket.de.

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