Eine ausgefallene Studentenorganisation

Ich werde oft gefragt, warum ich Teil einer Studentenorganisation bin. Warum ich vor allem Zeit investiere, nur um meinen Lebenslauf auf zu bessern.
Doch um den Lebenslauf geht es absolut nicht. Zwar habe ich gerade einen Nebenjob gefunden, der nichts mit meinem Studium zu tun hat, ich aber durch AIESEC das notwendige Know-How habe, um die Arbeit auszuführen. Und auch immer mehr Arbeitgeber kennen AIESEC, und wenn nicht finden sie es zumindest spannend und fragen nach. Soziales Engagement kommt da natürlich immer gut an.
Aber was ist der tatsächliche Mehrwert dieser Organisation? Gibt es den überhaupt? Und was tragen wir zur Gesellschaft bei?
Ich könnte jetzt anfangen mit Zahlen zu prahlen. Dass wir über 70.000 Mitglieder in 118 Ländern haben oder dass wir an über 2400 Universitäten weltweit vertreten sind, aber das ist letztendlich nicht das, was zählt.
Auf was es ankommt ist, dass wir in Kolumbien dabei geholfen haben, einen Sozialfond zu errichten, der dort 80.000 Kinder unterstützt. 25 Organisationen sind bereit uns bei der Promotion von Entrepreneurship und der Start-Up Kultur in Serbien unter die Arme zu greifen, um so gegen die Wirtschaftskrise dort vor zu gehen. Im Nahen Osten und Nordafrika versuchen wir die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, indem wir den Jugendlichen dort die Möglichkeit bieten eine Ausbildung zu genießen. Die Studenten, die wir in diese Gebiete schicken, helfen beim Unterricht und teilen ihre Erfahrungen mit den Menschen dort und auch in Ruanda haben wir Projekte erstellt, die den Jugendlichen den Umgang mit Geld näherbringen soll.
Aber wir waren nicht nur auf der sozialen Schiene und im Ausland tätig, sondern haben auch hier in Deutschland einiges erreicht. Neben unseren sozialen Projekten, bieten wir auch die Möglichkeit eines Frachpraktikums an und davon haben wir über 1000 in den letzten fünf Jahren in Deutschland vermittelt.
Viele ehemalige AIESECer haben früh ihre eigenen Unternehmen gegründet und sind wahnsinnig erfolgreich, wie beispielsweise Vishen Lakhiani mit seiner Firma Mindvalley, die die Perspektive, Wahrnehmung und Umsetzung von Bildung grundlegend verändern möchte.
Seit 67 Jahren setzt sich AIESEC dafür ein, dass nicht nur die Welt ein bisschen besser wird und wir positiven Einfluss darauf nehmen. Sondern, dass wir die Führungskräfte von morgen ausbilden, die bewusste und lösungsorientierte Weltbürger sind und in der Lage sind andere zu motivieren und zu fördern.
Dabei ist es uns wichtig als Sprachrohr der Jugend zu dienen. Wir machen uns stark für das, was die Jugend von heute bewegt und interessiert. Das sind vor allem Themen wie Bildung und Gleichberechtigung. Deshalb arbeiten wir inzwischen mit den Vereinten Nationen und haben die Youth Speak Kampagne zusammen ins Leben gerufen, die jungen Menschen die Möglichkeit geben soll, direkt auf die Probleme in der Welt hin zu weisen, die die Jugend beschäftigt. Denn die Meinung der Jugend ist durchaus relevant und die Investition in Entwicklung der Jugend.
Aber nicht nur das! Die Tatsache, dass man Teil eines riesigen Netzwerks ist und mit Menschen aus der ganzen Welt zusammen kommen kann, ist ein Erlebnis für sich.
Denn es geht nicht nur darum, durch soziale Projekte die Welt ein bisschen besser zu machen, sondern auch an unserer eigenen, persönlichen Entwicklung zu arbeiten, unsere Wohlfühlzone zu verlassen, sich neuen Herausforderungen zu stellen und daran zu wachsen. Und das in einem Umfeld, wo man Freunde findet, interessante Gesprächspartner hat und es jede Menge Menschen gibt, die einen auf seinem Weg unterstützen!
Wir sind also mehr als nur eine einfache 0815-Studentenorganisation. Sondern ein globales Netzwerk aus jungen, engagierten Menschen, die etwas verändern wollen.Und es ist unser weltweiter Einfluss, der uns so besonders macht.
Du möchtest Teil dieser unglaublich spaßigen, interessanten und offenen Organisation werden? Dann informiere dich und melde dich an unter aiesec.de/youthtalent
Dieser Artikel wurde geschrieben von Wiebke, sie hat gerade einen dreiwöchigen Konferenzmarathon hinter sich und sie findet AIESEC immer noch toll!