Potentaten

Es ist Nachmittag. Jim und Finn wurden gerade beim Schwarzfahren erwischt. Mit ihren großen bunten Checkerkappies, in den weißen Tanktops und blauen Jeanshosen gehen sie die breite steinerne Treppe des Bahnhofs Richtung Ausgang hinab. Die Vorhalle ist düster, nur wenig Licht fällt durch die hohen Fenster des Siebziger-Jahre Baus. Menschen strömen geschäftig vor. Auf den Stufen ärgert sich Jim über den Schaffner, der sie aus dem Zug gezogen hat:

„Immer diese Potentaten!“

„Hä was?“ Finn bleibt stehen und hebt die Brauen.

„Sorry…mir ist Bildungssprache rauß gerutscht.“

„Ja man ey…voll uncool! Voll schlecht für Image!“, schnaubt Finn. Ketten klimpern.

„Raff dich man! Schon gut!“, Jim hebt beide Arme und lehnt sich unmerklich ein wenig zurück, um echte Reue zu signalisieren. „Lass uns Aldi gehen“…

Einträglich verschwinden sie durch das Eingangsportal ins Tageslicht.

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