Der Arbeitsplatz mitten in der Stadt

Raus aus dem weißen Büro, sag Hallo zu deinem neuen Workspace

Weiße Büroräume oder doch das eigene Homeoffice, wer kennt es nicht: Denken oder arbeiten in einer vorgegebenen Kulisse funktioniert nicht immer. Das ist der Grund warum es immer mehr (Co-)Workingspaces gibt. Aber was genau hilft uns dabei besser zu arbeiten, produktiver zu sein und uns letzten Endes besser zu fühlen? Ich habe es ausprobiert!

Workingspaces — Was ist das?

Alles auf Anfang: Was genau sind dieses Workingspaces? 
Bei Workingspaces geht es in der Idee darum, überall zu arbeiten wo es einem gerade passt. Unabhängig von Ort und Zeit zu sein — auch wenn das mit der Zeit nicht wirklich stimmt 😅. Raus zu kommen aus einer festen Kulisse wie dem Büro oder dem unaufgeräumten Homeoffice. Meist sind Freelancer, digitale Nomaden oder Startups diejenigen welche diese Arbeitsform leben und teilen. Dabei hat ein flexibler Arbeitsplatz viele Vorteile. Einer dieser Vorteile ist das es nicht “grau” oder “langweilig” um einen herum ist.

Der erste Gedanke welcher den meisten dabei kommt ist das Arbeiten aus einem schicken Café. Das stimmt auch, viele der Freelancer arbeiten von Cafés aus. Hier vereinen sich mehrere Komponenten: Zum einen der Genuss eines frischen Koffeinhaltigen Heißgetränks (diese müssen nicht mal unbezahlbar sein), lockere Kaffeehausmusik (meine Lieblingsplaylist habe ich unten verlinkt) und letzten Endes das wichtigste, die Atmosphäre die um einen herrscht. Offen zu sein für neues, sich vielleicht auch mit anderen austauschen. Aber das ist nichts neues, dass die Atmosphäre in welcher wir uns befinden unsere Arbeitsmoral und unser Wohlfühlgefühl beeinflusst, ist schon lange bekannt. Was auch der Grund dafür ist, warum große Arbeitgeber (zum Beispiel Google, Amazon, u.a.) keine Stupiden Großraumbüros haben sondern besondere Arbeitsplätze und Büros.

Diese Kultur, von über all zu arbeiten wird immer beliebter — nicht nur bei Freelancern und Homeoffice Usern, sondern auch bei Festangestellten und mittelständischen Firmen.

Too long; didn’t read?

tl;dr: Workingspaces, arbeiten von jedem Ort, an dem du dich selber wohlfühlst und mit welchem du dich selbst identifizieren kannst.
Egal ob Café, Restaurant oder Coworking. Mach deine Stadt zu deinem Arbeitsplatz.

Vom Workingspace zum Coworking

Schon wieder ein neues unbekanntes Wort. Coworking ist die etwas fortgeschrittenere Version von den Workingspaces. Während man bei den Workingspaces nicht zwingend ein eigenes Büro hat und von überall aus arbeitet, sind Coworkingspaces ein neues und interessantes Büromodell. Einige Unternehmen bieten dir hier ein Mini-Büro an: Einen Schreibtisch, schnelles Internet, eine Kaffee-Flatrate und noch vieles mehr. So zum Beispiel auch neonworx in Dresden. Dabei gibt es fünf Coworking-Werte¹:

  • Offenheit
  • Kollaboration
  • Nachhaltigkeit
  • Gemeinschaft
  • Zugänglichkeit

Das die meisten schätzen die Kultur welche in diesen Coworkingspaces herrscht. Ein offenes miteinander, sich mit anderen auszutauschen und nebenbei auf das zu konzentrieren, was wichtig ist: Deine Arbeit. Ohne Gedanken an eine defekte Kaffeemaschine, leere Toner-Kassetten oder ein überhitztes Büro bei warmen Temperaturen im Sommer.

Zurück zu meiner Warte

Aber was hat das ganze jetzt eigentlich mit mir zu tun? Ich habe in der letzten Zeit selbst einige Cafés und andere Locations besucht. In allen Cafés war ich als Freelancer immer herzlich willkommen. Im Durchschnitt habe ich dort immer zwei Stunden verbracht, einen guten Kaffee getrunken und manchmal das ganze auch mit einem Mittagssnack verbunden.

Nicht nur Mails checken, Kundenaufträge abarbeiten oder im Internet recherchieren. Neben meiner ganz normalen Arbeit habe ich einige neue Kontakte knüpfen können und habe so auch die Meinung von anderen Freelancern erfahren. Von einigen habe ich neue Tipps für das Arbeiten “von unterwegs” bekommen und von anderen praktische Tipps um schneller mit meiner Arbeit voran zu kommen. Der Schlüssel der Produktivität liegt klar in dem Wohlfühlfaktor. Ich persönlich fühle mich um so wohler, wenn ich viele Menschen um mich habe und wenn ich mich mit anderen austauschen kann. Diese Chance habe ich auch fast jedes mal genutzt!
Auch mit einigen Café-Besitzern hatte ich einen netten Plausch.

Die Freelancer bringen eine ganz eigene Kultur mit und bringen viel Leben und neue Energie in das Café — sagte mir Nicole aus Dresden

Sehr wohlgefühlt habe ich mich auch in allen Starbucks Cafés welche ich besucht habe. Ich schätze das liegt daran, dass Starbucks bereits etwas diesen Lifestyle vermittelt und auch lebt — die Persönlichkeit und auch Freundlichkeit welche die Mitarbeiter dort vermitteln. Gut arbeiten konnte ich auch in einigen Parks in der Stadt. Sicherlich habe ich hier keine Steckdose und kein schnelles WLAN, aber dank meine iPhone-HotSpots hatte ich immer überall Internet.

Arbeiten von unterwegs oder von einem Ort an dem man sich wohlfühlt ist eben etwas anderes als ein Homeoffice oder ein weißes Büro. Mir hat es gezeigt, wie viel Spaß man bei der Arbeit haben kann und wie wohl man sich bei seiner eigenen Arbeit fühlt. Jetzt würde ich aber gern von euch wissen, wo ihr am liebsten arbeitet und ob so ein Workspace auch etwas für dich wäre? Ich freue mich von euch zu hören!


Musik zu guter letzt