Smart Home is my castle

Wie wird sich unser Leben durch Smart Home verändern, wie können wir Wohnungen zu einem Medium für Journalismus machen, und wie verdient man damit Geld? Diese Fragen stellten sich die Teilnehmer des fünften und letzten #FutureLab-Workshops gemeinsam mit der Süddeutschen Zeitung und IBM.

Foto: David Pierce-Brill

Immer die beste Geschichte im idealen Format zum richtigen Zeitpunkt auf dem richtigen Kanal an die Nutzer bringen — so formuliert Lutz Knappmann aus dem Innovations-Team der SZ beim #FutureLab die Ziele des Medienhauses. Smart Home ist dabei eine völlig neue Dimension, die das mit Sensoren, Bildschirmen und Lautsprechern ermöglichen kann, aber auch völlig neue Herausforderungen bietet.

Lutz Knappmann. Foto: David Pierce-Brill

Auch unser Techpartner IBM und sein Watson-System stehen vor neuen Herausforderungen. “IBM hat mit Käseschneidemaschinen angefangen, dann kamen Tapes und schließlich Computer. Jetzt geht es auch für uns um Content”, sagt Dieter Haas. Mit Bilderkennung, Persönlichkeitsanalyse und anderen Anwendungen ist Watson bereits jetzt für viele journalistische Ideen nützlich.

An wirklich revolutionären Ideen, wie eine “Haus-SZ” aussehen könnte, fehlt es allerdings noch. Genauso an Ideen, wie sich die neuen Formate finanzieren ließen — da sind auch die Innovations-Profis der SZ ratlos. Beim #FutureLab sollten die Teilnehmer allerdings erstmal drauflosdenken und Ideen finden, wie Medieninhalte im Smart Home 2030 aussehen könnte.

Teilnehmer bei der Arbeit. Foto: David Pierce-Brill.

Und das waren die Ideen unserer Teilnehmer:

Urlaub mit Smart Home
Das Thema “Urlaub” beschäftigte gleich mehrere Teams. Ein Team stellte sich etwa ein Reisebüro vor, das aus allen verfügbaren Daten des Smart Home den perfekten Urlaub vorschlägt — zum perfekten Zeitpunkt. Ein anderes Team ging noch einen Schritt weiter: Per AR-Kontaktlinse könnte man spektakuläre Orte besuchen (Mondlandung? kein Problem!), ohne sein Haus zu verlassen — die komplette Umgebung würde einfach virtuell durch den Urlaubsort ersetzt.

Außerdem könnte uns ein Smart Home im Urlaub viel effizienter von Stress abschirmen: Ein Filter könnte dann nicht nur Nachrichten, sondern auch Post und unerwünschte Besucher blockieren.

Smarter Lernen
Generell dachten die Teilnehmer viel darüber nach, wie die umfangreichen Daten, die eine vollvernetzte Wohnung sammeln würde, zum Einsatz gebracht werden könnten. Eine Idee war, diesen Datenschatz zum lernen zu nutzen. Schließlich hat jeder andere Lernphasen und Momente, in denen er weniger aufmerksam ist. Sensoren würden Momente hoher Aufmerksamkeit erkennen, und dann Lernmaterialien liefern, wenn sie am effizientesten wären.

Das Super-Badezimmer
Das Badezimmer ist ein Raum, in dem man notgedrungen viel Zeit verbringt — ein Team überlegte sich, wie diese Zeit für Mediennutzung erschlossen werden könnte. Auch hier fallen viele Daten an, die Aufschluss über ihren Erzeuger geben. Ein personalisiertes Medienmenü aufzufahren, wäre denkbar. Um das dann aber auch beim Duschen und Zähneputzen konsumierbar zu machen, plant das Team mit smarten Spiegeln — und einem Duschvorhang, der gleichzeitig ein Bildschirm ist.

Feeling right at home
Ein langer Tag auf der Arbeit, ein nerviger Chef und dann kränkelt man auch noch? Was wäre, wenn ein smartes Zuhause all das erkennen würde, und dann mit Licht, Musik und der richtigen Pizzabestellung dagegen vorgehen könnte? Das ist die Idee eines weiteren Teams. Um den Gemütszustand eines Bewohners genau zu erkennen, bräuchte es allerdings Sensoren, die es heute noch nicht gibt; Aber das ist kein Problem, beim #FutureLab geht es schließlich um die Zukunft!


Lust auf mehr? Das #FutureLab ist eine Reihe, in der 5 Technologie-Trends auf den Journalismus treffen. Seid auch mit dabei beim

#FutureLab-Hackathon
vom 9. Juni bis 11. Juni im Media Lab Bayern, München

Liked this post? Give us a ❤ or Like us on Facebook!

One clap, two clap, three clap, forty?

By clapping more or less, you can signal to us which stories really stand out.