Wenn Texte sich von selber schreiben

AX Semantics ist Tech-Partner des #FutureLab — und bringt seine eigene Programmiersprache mit zum Hackathon. Was mit Artificial Intelligence in Sachen Texterstellung heute schon geht, erklärt Frank Feulner, Chief Visionary Officer.

Algorithmen können schon heute einfache journalistische Texte schreiben, Chatbots werden immer besser darin, mit Nutzern zu kommunizieren. Was bedeuten diese Umbrüche — müssen wir journalistische Inhalte neu denken? Diese Fragen sollen sich die Teilnehmer beim nächsten #FutureLab Workshop stellen — zusammen mit AX Semantics und unserem Medienpartner t3n.

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#FutureLab Hackathon
09. bis 11. Juni, Media Lab Bayern, München

Frank Feulner. Foto: Linkedin

Frank Feulner ist Chief Visionary Officer bei AX Semantics und beschäftigt sich mit der Geschäftsentwicklung mit einem Blick auf die Vision — also wie das Produkt in Zukunft aussehen könnte. Vor dem Workshop beantwortet er uns die sechs wichtigsten Fragen zu “seiner” Technologie.

1. Was ist das Besondere an der Technologie, die du den Teilnehmern mitbringen wirst?
AX Semantics ist weltweit führend im Bereich der Natural Language Generation (NLG). Unsere Künstliche Intelligenz erzeugt Sprache und Text aus der Analyse von Daten. Besonders daran ist, dass sie parallel in bis zu 18 Sprachen trainiert werden kann (incl. Unified Chinese, Arabisch und Finnisch) und dass man sie mit geringen Vorkenntnissen von Grund auf selbst trainieren kann.

2. Wie benutzen eure Kunden denn heute eure Technologie?
Man kann unsere Software einsetzen, um Texte für Websites, Newsformate, Reportings, Business Analytics oder IoT-Kommunikation zu generieren. Die Kernmärkte sind E-Commerce, Publishing und Funktionaltexte. Die Software kommt dort zum Einsatz, wo ein Text besonders schnell, in besonders hoher Stückzahl, parallel für mehrere Märkte oder mit besonderem Personalisierungsgrad erstellt werden muss. Gerade E-Commerce-Anbieter nutzen die Mehrsprachigkeit der Software, um aus einem gegebenen Datenbestand mehrere verschiedensprachige Märkte und Shops mit Produktbeschreibungen zu versorgen. Im Publishing wird die Lösung verstärkt genutzt, um hyperlokalen oder vollständig individualisierten Content zu erzeugen.

3. Warum ist die Technologie für Entwickler spannend? Worin liegen die Herausforderungen?
Die Technologie wird in der eigens entwickelten NLG-Sprache ATML3 (Automated Text Markup Language) konfiguriert, die im Rahmen der Vorworkshops und mit Hilfe eines E-Learning-Tools erlernt werden kann. Die Herausforderung liegt darin, die Programmiersprache voll auszureizen und die Sprachbestandteile der KI ökonomisch und elegant zu programmieren. Großes Potential liegt in der Datenaggregation: Je passender die Daten, die unserer NLG-Cloud zur Verfügung gestellt werden, desto besser. Unsere Cloud ist außerdem komplett über eine REST-API steuerbar, sodass sie leicht mit anderen Anwendungen (etwa Machine Learning Komponenten, Daten aus IoT-Sensoren oder auch Amazons Alexa) zusammengefügt werden kann, um komplexe Probleme zu lösen.

4. Worin liegt deiner Meinung nach das größte Potential für journalistische Inhalte?
Im Publishing geht der Trend zum individuellen Content, der neben allgemeingültigen Informationen (bspw. Wetter oder Verkehr) auch deren Deutung für die Lebenssituation des Individuums enthält. (Kann ich bei diesem Wetter mein Fahrrad nehmen? Muss ich als Allergiker etwas beachten?). Spannende Überlegungen gibt es, wenn es darum geht, Inhalte anders zu erzählen und bspw. in Form eines Chatbots erfragbar zu machen, statt sie linear zu erzählen.

5. Vervollständige den folgenden Satz in Bezug auf Mediennutzung: In der Zukunft wird niemand mehr…
… mehr als zwei Mal den selben Text verfassen müssen.


AI MEETS JOURNALISM — WORKSHOP AM 24. MAI

Was können die Maschinen im Journalismus heute schon übernehmen — und wie sieht das im Jahr 2030 aus? Erfindet mit AXSemantics, t3n und uns zusammen die Zukunft des Journalismus!

Das passiert am 24. Mai:

18.30–19.00 Uhr: Doors Open & Welcome

19.00–19.20 Uhr: Vorstellung AX Semantics & NLG Coud Cockpit (inkl. Programmiersprache ATML3)
Saim Alkan, CEO AX Semantics

19.20–19.40 Uhr: Vorstellung t3n & Content API
Martin Brüggemann, CTO t3n
Stephan Dörner, Chefredakteur t3n.de
Johannes Steu, Developer t3n.de-Content-API

19.40–20.30 Uhr: Einführung Design Thinking Methodik
Dennis Fischer, methodworks

20.30–22.00 Uhr: Ideation in Teams zur künstlichen Intelligenz im Journalismus


Lust auf mehr? Das #FutureLab ist eine Reihe, in der 5 Technologie-Trends auf den Journalismus treffen. Seid auch mit dabei bei

Smart Home meets Journalism
mit IBM Watson & Süddeutsche Zeitung
7. Juni, 18.30–22 Uhr, Media Lab Bayern, München

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