Eric
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Dec 11, 2016 · 3 min read

Ich habe mich immer gefragt woran es liegt, dass ich so schnell entmutigt bin und keinen Bock mehr habe. Inzwischen kenne ich wohl die Antwort.

Ich bin selbst ein ziemlicher Kritiker, grundsätzlich misstrauisch und skeptisch und bevor ich etwas anfange überlege ich stundenlang wie, was und wo, sprich was auf mich zukommt, welche Schwierigkeiten das Geplante mit sich bringt und welche Hürden mir im Weg stehen, kurzum denke ich mir alles tot und bin dadurch enorm schnell entmutigt. Dann gibt es drei Arten von Menschen in meinem Leben: Die, die es nicht interessiert… die, die mich versuchen zu bestärken und zu unterstützen und die, die mich aus welchen Gründen auch immer bremsen und/oder meine Befürchtungen teilen.

Erstere sind okay, klar erhofft man sich von seinen Freunden etwas mehr Anteilnahme aber vielleicht haben sie mal zu den Zweiten gehört und haben es irgendwann aufgegeben. Und die Dritten… die Dritten kann ich einfach nicht gebrauchen. In meinem Leben ist kein Platz mehr für die, die mir sagen was nicht geht, ich realistisch bleiben soll oder was auch immer. Ich mein mache ich denn wirklich den Eindruck, als ob ich keinen Plan hätte? Als ob ich nicht selbst wissen würde was nicht funktioniert? Ich brauche niemanden der mich entmutigt, sondern jemanden der mir Kraft gibt, mir sagt du schaffst das, auch, wenn es aussichtslos scheint.

Klar gibt es immer mehrere Gründe wieso man jemandem etwas schlecht redet. Meistens, weil man dem anderen keinen Erfolg gönnt was damit begründet ist, dass man mit sich selbst unzufrieden ist oder weil man sich wirklich Sorgen macht. Das sind so die beiden Extreme die mir auf Anhieb einfallen, schlussendlich sind die Gründe auch egal, denn ich will und kann es einfach nicht mehr.

Wie schon gesagt: Ich bin selbst skeptisch bei fast allem, wenn ich mich also an eine Klippe stelle, meine Flügel spreizen und fliegen möchte brauche ich Wind der mich oben hält und keine Steine die mich runterziehen.

Ein gutes Beispiel war und ist das Praktikum in dem ich mich gerade befinde, da hat niemand gesagt du machst das scheiße, man hat mich einfach machen lassen und dann gelobt. Wenn ich Vorschläge gemacht habe wurden die nicht gleich totgeredet, sondern angenommen oder zumindest hat man sich Gedanken gemacht ob es realisierbar ist und letztendlich wurden alle meine Vorschläge umgesetzt.

Als ich zwischenzeitlich mit Rauchen aufgehört und dann wieder angefangen habe, gab es auch zwei Aussagen: Die einen meinten: “War ja klar, dass dus nicht schaffst.” und die anderen: “Schade, aber du schaffst das schon wieder.” — wann habe ich mich wohl besser gefühlt? Will sagen ich zieh mich selbst schon zur Genüge runter und im Beispiel vom Rauchen ärgere ich mich natürlich, aber für den Moment ist es gut so und da kann ich auf Aussagen wie die erste verzichten.

Also was ist der nächste Schritt? Radikal aussortieren… auch wenn es schwer fällt. Aber es gibt nur einen Menschen in meinem Leben der wichtig ist… und das bin ich… und was ich nicht mehr brauche sind Menschen, die mich runterziehen.


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