Projektmanagement

Nicht mehr gebräuchlich. Antike Werkzeugkiste mit der sog. Projektmanager dafür sorgten, dass Mitarbeiter, die keinen Bock und keinen Tau hatten, mit Leuten, die sie nicht mochten, wider besserem Wissen das machten, was man ihnen sagte. Zumeist entstanden so Produkte, die sowieso niemand benötigte, weil man den Kunden gar nicht gefragt hatte. Hätte man den Kunden gefragt, dann hätte man etwas erfahren, das der Vertrag nicht erfüllen konnte und das Budget nicht hergab. Um als Projektmanager erfolgreich einen Plan einhalten zu können durfte man also vor allem eines nicht: Den Kunden fragen.

Projektmanager braucht man heute nicht mehr. Die meisten Unternehmen haben eine wesentliche Neuerung verstanden: Kunden möchten, dass Probleme sofort gelöst werden. Von kompetenten, engagierten und hilfsbereiten Mitarbeitern. Und das zu einem marktüblichen Preis. Neue Produkte entstehen heute daher in multifunktionalen, selbstorganisierten Teams, meist Squads genannt. Ein Squad vereint alle Kompetenzen im Team die nötig sind, um den Kunden zu verstehen, und sein Problem zu lösen. Wesentliche schneller. Wesentlich kostengünstiger. Mit wesentlich mehr Freude an der Sache.

Die Projektmanager von damals, mussten sich neu orientieren. Die meisten haben Wege gefunden in der Produktentwicklung neuen Nutzen zu stiften. Sie sind zu Umsetzern geworden.

Einige Wenige konnten unter einem neuen Namen in große Programme flüchten. Ihr Job ist einfacher geworden. Sie müssen keine Budgets, Ressourcen, oder Vertragsinhalte mehr verantworten. Sie genießen aber dennoch die Aufmerksamkeit des Managements. Ihre Hauptaufgabe besteht heute darin, wie Schmetterlinge von Meeting zu Meeting zu flattern und den heißesten Gossip wie Blütenstaub zu verteilen.

Manche nennen sie liebevoll Roadmanager, nicht zu verwechseln mit den Programmmanagern. Letztere sind kurz nach den Projektmanagern ausgestorben.